Rohstoffe

Rohstoffpreise legen bereits wieder zu

Energie: Nur kurze Verschnaufpause beim Ölpreisanstieg

Nach einer kurzen Verschnaufpause steigen die Ölpreise wieder. Auf der Nachfrageseite wirken die Konjunkturhoffnungen und die massiven fiskalischen und finanziellen Stimuli der Regierungen unterstützend. Auf eine gute Nachfrage deuten daneben die Preiserhöhungen seitens Saudi-Arabiens und anderer Ölproduzenten für ihre Februar-Lieferungen hin. Auch spekulative Anleger dürften in den letzten Wochen zum Preisanstieg beigetragen haben. Laut CFTC haben diese ihre Netto-Long-Positionen bei Brent an der ICE in der Woche zum 5. Januar um fast 5% auf rund 289 Tsd. Kontrakte erhöht, den höchsten Stand seit Anfang Februar letzten Jahres. Auf der Angebotsseite agieren die OPEC und ihre Alliierte (OPEC+) nach wie vor gut koordiniert und diszipliniert, wobei vor allem Saudi-Arabien mit seinen zusätzlichen freiwilligen Produktionskürzungen trotz großer Produktionserfolge Libyens für einen eher unterversorgten Markt und daher steigende Preise sorgt. Darauf deutet auch die aktuelle Backwardation der Terminkurven hin, sprich eher niedrigere Terminmarktpreise für die Lieferungen in späteren Monaten. Die Reaktion der US-Schieferölindustrie steht zwar noch aus. Doch dürfte bei WTI-Preisen oberhalb von 50 USD je Barrel ein Großteil der US-Ölproduzenten profitabel sein. Wenn man das gestrige Interview des IEA-Direktors Birol als Vorboten für den diese Woche zur Veröffentlichung anstehenden IEA-Monatsbericht nimmt, dürfte dieser eine höhere Einschätzung für die US-Ölproduktion in diesem Jahr enthalten. Der US-Schieferölsektor litt im letzten Jahr auch unter einer stark zurückhaltenden Einstellung der Investoren und daher einer fehlenden finanziellen Unterstützung. Diese Skepsis könnte angesichts höherer Ölpreise und daher besserer Perspektiven sowie der Anlagenot institutioneller Investoren und einer insgesamt ausgelassenen Stimmung an den Finanzmärkten nun verfliegen. Der stark gestiegene Ölpreis ist daher ein zweischneidiges Schwert. Wir rechnen mit einem Preisrückgang im 2. Quartal.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold zeigt sich trotz weiter steigender US-Renditen stabilisiert

Gold steigt am Morgen auf 1.860 USD je Feinunze und trotzt damit den weiter steigenden US-Anleiherenditen. Die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen notiert mittlerweile bei 1,15%, was noch einmal einen Anstieg um fünf Basispunkte seit gestern bedeutet. Innerhalb der US-Notenbank Fed ist offenbar eine Debatte darüber entbrannt, das Tempo der Anleihekäufe im Jahresverlauf zu verringern (tapering). Angestoßen wurde diese vom Fed-Präsidenten Bostic, der sich darüber hinaus auch eine erste Zinserhöhung im 2. Halbjahr 2022 oder 2023 vorstellen kann. Das wäre deutlich früher als bislang erwartet. Von daher erhält der Renditeanstieg neue Nahrung. Ob die Meinung von Bostic innerhalb der Fed mehrheitsfähig ist, bleibt allerdings abzuwarten. Das vorige Woche veröffentlichte Protokoll der letzten FOMC-Sitzung von Mitte Dezember gab diesbezüglich noch keinerlei Anhaltspunkte. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses ist in gut zwei Wochen. Dann wird man Genaueres dazu erfahren. Die höheren Anleiherenditen machen Gold, das keine Zinsen abwirft, für Anleger weniger attraktiv. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate sind die Realzinsen auch in den USA nach wie vor negativ. Dies spricht weiterhin für Gold, wie auch der zu erwartende kräftige Anstieg der US-Staatsverschuldung durch neue billionenschwere Konjunkturpakete der neuen US-Regierung. Bemerkenswert ist, dass der jüngste Preisabsturz bei Gold nicht mit nennenswerten ETF-Abflüssen einherging. Dieser dürfte daher vor allem spekulativ getrieben gewesen sein. Aufschluss darüber werden die kommenden CFTC-Daten Ende der Woche geben. Vor dem Absturz hatten die spekulativen Anleger ihre Netto-Long-Positionen auf den höchsten Stand seit fünf Monaten ausgeweitet. Viele wurden damit auf dem falschen Fuß erwischt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Korrektur nur kurzlebig, Frachtkosten steigen weiter deutlich

Für die Industriemetallpreise ging es gestern deutlich bergab. Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierung nahm die Abwärtsdynamik mit Beginn des Handels in den USA noch einmal zu. Kupfer und Nickel verzeichneten jeweils Verluste von 3,3% – für Kupfer war es der größte Tagesverlust seit Anfang Oktober. Heute Morgen legen die Metallpreise aber bereits wieder spürbar zu, so dass die Korrektur gestern offenbar nicht mehr als ein kurzes Luftholen war. Kupfer handelt wieder bei rund 8.000 USD je Tonne, Nickel verteuert sich um 3% auf 17.600 USD je Tonne. Viele Marktteilnehmer erwarten anscheinend eine steigende Metallnachfrage, die in erster Linie durch konjunkturunterstützende Maßnahmen getrieben ist. Der neu gewählte US-Präsident Biden will am Donnerstag seine Pläne für weitere fiskalpolitische Maßnahmen bekannt geben. Das Paket soll mehrere Billionen Dollar schwer sein.

Wir hatten letzte Woche hier bereits auf stark steigende Frachtkosten für Metalle hingewiesen, da die Container-Kapazitäten Industriekreisen zufolge knapp sind. Per 7. Januar – die Zahlen werden einmal in der Woche veröffentlicht – ist der vom maritimen Research- und Beratungsunternehmen Drewry berechnete „Welt-Container-Index“ für 40-Fuß-Container nun auf ein neues Rekordhoch von 5.221 USD je Container nach oben gesprungen. Seit Anfang Oktober hat er sich damit verdoppelt. Und auch der Baltic Dry Index, der die Frachtraten für Schüttguttransporte (insbesondere Eisenerz, Kohle und Getreidesorten) misst, steigt deutlich – und zwar um fast 30% allein seit Jahresbeginn. Seit Anfang Dezember ist der Index um 44% gestiegen. Die deutlich höheren Frachtraten deuten auf einen regen Warenverkehr auf dem Seeweg hin. China, das offenbar weiter große Mengen Rohstoffe nachfragt, dürfte dabei eine Hauptrolle spielen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!