Rohstoffe

Rohstoffpreise behaupten sich in schwierigem Umfeld

Energie: Ölpreise nach US-Lagerdaten deutlich erholt

Lange Zeit sah es gestern nach deutlichen Verlusten am Ölmarkt aus. Die Ölpreise waren gestern zwischenzeitlich 4% im Minus, holten die Verluste aber am Abend größtenteils wieder auf und gingen letztlich nur mit leichten Minuszeichen aus dem Handel. Heute Morgen notiert Brent bei knapp 43 USD je Barrel gut 1 USD über dem gestrigen Tagestief. Gleiches gilt für WTI mit rund 40,5 USD. Der starke Preisrückgang war auf die zunehmenden Sorgen vor neuen flächendeckenden Lockdowns wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus insbesondere in Europa zurückzuführen. Für die Preiserholung sorgten schließlich die US-Lagerdaten, die kräftige Rückgänge bei den Lagerbeständen zeigten. So fielen die Rohölvorräte um 3,8 Mio. Barrel, die Benzinbestände um 1,6 Mio. Barrel und die Destillatebestände sogar um 7,2 Mio. Barrel. Letzteres war der stärkste Abbau bei Destillaten seit dem Jahr 2003. Unterstützt wurde dieser durch eine anziehende Nachfrage. Der Abbau bei Rohöl wurde durch niedrigere Importe und eine gesunkene Produktion begünstigt. Beides war eine Folge von Hurrikan Delta, der in der Berichtswoche die Ölproduktion im Golf von Mexiko weitgehend lahmlegte und die Be- und Entladung von Tankschiffen beeinträchtigte. Aus diesem Grund fielen auch die Ölexporte deutlich. Der Rückgang der Rohölverarbeitung war ebenso eine Folge des Hurrikans. Die Aussagekraft der Lagerdaten ist daher begrenzt. Größtenteils unbemerkt stiegen dagegen die Rohölbestände in Cushing erneut deutlich. Diese liegen mit 59 Mio. Barrel nicht mehr weit von den Höchstständen Ende April/Anfang Mai entfernt, als es Sorgen über ein Volllaufen der dortigen Öltanks gab. Setzt sich der Lageraufbau in Cushing fort, könnten diese Sorgen wieder aufkommen und den WTI-Preis unter Druck setzen. Die Anfang November stattfindenden US-Wahlen werfen unterdessen ihren Schatten voraus.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Silberpreis durch starke Investmentnachfrage gut unterstützt

Gold handelt auch zum Wochenausklang um die Marke von 1.900 USD je Feinunze. Die Gespräche zum Brexit auf dem EU-Gipfel gestern brachten – wie von uns erwartet – keine Fortschritte. Solche hatte aber der britische Premierminister Johnson gefordert und anderenfalls mit einem Abbruch der Gespräche gedroht. Johnson will sich heute dazu äußern. Die EU hat Großbritannien angeboten, in den nächsten zwei bis drei Wochen intensiv Gespräche zu führen, um doch noch eine Einigung zu erzielen. Sie sieht Großbritannien in der Pflicht, Kompromisse einzugehen.

Das Silver Institute hat gestern eine Pressemitteilung veröffentlicht, wonach sich die Silber-ETF-Zuflüsse in den ersten drei Quartalen 2020 gegenüber Vorjahr auf 297 Mio. Unzen fast verdreifacht haben. Mit aktuell 1,05 Mrd. Unzen sind die Bestände demnach fast rekordhoch. Die Nachfrage nach Silbermünzen ist laut Silver Institute im Beobachtungszeitraum um 65% gestiegen. Auch die Barrennachfrage hat spürbar zugenommen. Vor allem in den USA und in Deutschland, den beiden größten Absatzmärkten, wurden demnach viele Silbermünzen und -barren nachgefragt. Das Silver Institute spricht Silber den Status eines sicheren Hafens zu und führt die hohe Investmentnachfrage unter anderem darauf zurück. Daneben habe die Erwartung eine Rolle gespielt, dass Silber Gold outperformen wird. Im Falle der industriellen Silbernachfrage hat im Laufe des dritten Quartals laut Silver Institute zwar eine Erholung eingesetzt. Auf das Gesamtjahr betrachtet soll die Industrienachfrage aber um rund 10% fallen. Den erwarteten Rückgang der Schmucknachfrage taxiert der Verband auf rund 20% und sieht diese auf den tiefsten Stand seit 2012 fallen. Laut Einschätzung des Silver Institute gibt das makroökonomische Umfeld der Investmentnachfrage auch im restlichen Jahresverlauf Auftrieb. Sollte zudem Gold seine Rally wieder aufnehmen, dürfte Silber wieder in Richtung 30 USD je Feinunze steigen und das Gold/Silber-Verhältnis in Richtung 70 fallen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SB3T90ShortSilver FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Kupfer profitiert von Produktionsschwierigkeiten

In einem zunächst volatilen Marktumfeld haben sich die Metallpreise gestern behauptet und schlussendlich fast allesamt zugelegt. Hierzu haben wohl die US-Aktienmärkte beigetragen, die ihre anfänglichen Verluste vollständig aufholten. Der LME-Industriemetallindex kratzt mittlerweile wieder an seinem Jahreshoch. Kupfer verteuerte sich gestern um 0,5% und steigt heute Morgen weiter auf knapp 6.800 USD je Tonne. Neben der noch nicht ganz aufgegebenen Hoffnung auf ein kurzfristig beschlossenes Konjunkturpaket in den USA erhält Kupfer Auftrieb von Produktionsunterbrechungen in Minen. Der vor einer Woche begonnene Streik in der „Candelaria“-Mine in Chile führt laut Gewerkschaftsangaben mittlerweile zu großen Produktionsschwierigkeiten. In der „Escondida“-Mine wird mit einer Gewerkschaft immer noch über einen neuen Tarifvertrag für einen Teil der Arbeiter verhandelt. Das Ergebnis könnte Signalwirkung für andere Minen haben. Der globale Kupfermarkt scheint aber dennoch nicht angespannt zu sein. So hat die Kupfer-Terminkurve in den letzten Wochen von einer starken Backwardation in ein ausgeprägtes Contango gedreht. Dies deutet normalerweise auf einen gut versorgten Markt hin.

Industriemetalle: Globaler Nickelmarkt dreht in Überschuss

Die International Nickel Study Group (INSG) sieht den globalen Nickelmarkt nach vier Jahren Angebotsdefizit dieses Jahr in einen Überschuss drehen. Dieser soll 117 Tsd. Tonnen groß sein. Dies ist in erster Linie der rückläufigen Nachfrage geschuldet, die coronabedingt um 3,5% fallen soll. Die Nachfrage ist damit allerdings nicht so schwach wie zwischenzeitlich befürchtet. Das Angebot soll dagegen um 2,3% ausgeweitet werden, etwas mehr als zeitweise erwartet. Im nächsten Jahr wird laut Einschätzung der INSG der Überschuss auf 68 Tsd. Tonnen schrumpfen, da sich die Nachfrage kräftig erholen soll (+8,6%). Das Angebot soll dann um 6,2% ausgeweitet werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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