Rohstoffe

Rohstoffmarkt: Hohe Angebotsdefizite bei Silber und Platin

Energie: “OPEC+”-Entscheidung – aufgeschoben, nicht aufgehoben

Das Gemeinsame Ministerielle Beobachtungskomitee der OPEC+ (JMMC) ist überraschenderweise der Empfehlung des Technischen Komitees (JTC) nicht gefolgt und hat die Entscheidung über die Produktionsmengen dem “OPEC+”-Treffen in zwei Wochen überlassen. Wieder einmal verhält sich die OPEC wie ein Teebeutel, der nur in heißem Wasser “funktioniert”. Nach dem jüngsten Preisanstieg von Brent auf 44 USD je Barrel, den Nachrichten über eine stärkere asiatische Nachfrage und den Hoffnungen wegen wirkungsvoller Impfstoffe auf eine baldige Normalisierung anderswo war das Umfeld für die OPEC+ wohl nicht “heiß” genug. Aus unserer Sicht kommt die Allianz aber nicht um eine Beibehaltung der aktuellen Produktionsmengen im ersten Halbjahr 2021 herum, weil sich die Nachfrage nicht so schnell erholen dürfte. Auf der anderen Seite haben einige Länder der Allianz, insbesondere der Irak, ihre kompensierenden Kürzungen für die Überproduktion von Mai bis Juli nur unzureichend umgesetzt. In dieser Situation und angesichts teilweise dramatischer Nachrichten in Bezug auf die Covid 19-Pandemie dürften die Lagerbestände im Falle einer Produktionserhöhung ab Jahresbeginn wieder steigen und einen weiteren Preisanstieg bremsen. Das API gab gestern bekannt, dass die US-Rohölvorräte letzte Woche um 4,2 Mio. und die Benzinvorräte um 0,3 Mio. Barrel gestiegen sind. Die Destillatvorräte sind dagegen weiter um 5 Mio. Barrel zurückgegangen. Allerdings hatte das API in der Woche zuvor einen Lagerabbau bei Rohöl um 5 Mio. Barrel gemeldet, das DOE dagegen einen Aufbau um 4 Mio. Barrel. Der Bloomberg-Konsens rechnet bei der heutigen DOE-Veröffentlichung mit einem Anstieg der Rohölvorräte um über 1,2 Mio. Barrel, nahezu unveränderten Benzinbeständen und einem Rückgang bei Destillaten um knapp 2 Mio. Barrel. In Abwesenheit klarer Signale von der OPEC+ dürften die heutigen DOE-Zahlen und die externen Faktoren wie z.B. der US-Dollar und die Aktienmärkte für die kommenden Tage durchaus richtungsweisend für die Ölpreise sein.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Rekordhohe Investmentnachfrage sorgt für Angebotsdefizite bei Silber und Platin

Gold handelt am Morgen bei 1.880 USD je Feinunze und damit rund 10 USD tiefer als gestern. Gegenwind kommt weiter von den ETF-Verkäufen, die sich gestern erneut auf knapp 10 Tonnen beliefen. Seit Monatsbeginn sind damit bereits 35 Tonnen Gold aus den ETFs abgeflossen. Damit könnte der November der erste Monat in diesem Jahr werden, in welchem es Netto-Abflüsse aus den Gold-ETFs gibt.

Gestern Abend hat das Silver Institute seine Einschätzung zum Silbermarkt in diesem Jahr veröffentlicht. Demnach sollen sowohl Angebot als auch Nachfrage 6% niedriger ausfallen als im Vorjahr. Auf der Angebotsseite ist dafür die Minenproduktion verantwortlich, die wegen der Lockdown-Maßnahmen in vielen Produzentenländern um 6% fallen soll. Auf der Nachfrageseite durchzieht die Schwäche nahezu alle Bereiche. Die Industrienachfrage als wichtigste Komponente soll um 9% sinken. Auch hier hinterlassen die Lockdowns sichtbare Bremsspuren. Die physische Investmentnachfrage, also Münzen und Barren, soll um 27% auf ein 5-Jahreshoch steigen. Auch hier dürfte die Corona-Pandemie eine wichtige Rolle gespielt haben, die die Nachfrage nach Silber als Anlagemetall begünstigt hat. Alles in den Schatten stellt allerdings die ETF-Nachfrage, die vom Silver Institute nicht zur physischen Nachfrage gezählt wird. Diese soll auf rekordhohe 350 Mio. Unzen steigen, was nur von der Industrienachfrage übertroffen wird. Unter Berücksichtigung der ETF-Nachfrage weist der Silbermarkt in diesem Jahr ein massives Angebotsdefizit auf, was die positive Preisentwicklung von Silber unterstreicht. Mit einem Plus von 37% seit Jahresbeginn weist Silber die beste Preisentwicklung unter den Edelmetallen auf.

Der World Platinum Investment Council hat wie erwartet seine Prognose für die Marktbilanz bei Platin in Richtung eines höheren Angebotsdefizits revidiert. Dieses fällt mit 1,2 Mio. Unzen sogar viermal höher aus als bislang prognostiziert. Grund für das deutlich höhere Defizit sind der Einbruch der Minenproduktion in Südafrika und eine rekordhohe Investmentnachfrage. Für 2021 erwartet der WPIC ein weiteres Angebotsdefizit, das mit 224 Tsd. Unzen allerdings erheblich geringer ausfallen soll.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T6ELongSilber FutureFaktor: 5
SB3T90ShortSilber FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Starker Chinesischer Yuan gibt Metallpreisen Auftrieb

Durchwachsene US-Konjunkturdaten haben gestern den Auftrieb der Industriemetallpreise gebremst. Kupfer gab zum Handelsende leicht nach, legt heute Morgen aber bereits wieder auf 7.100 USD je Tonne zu. Auch die meisten anderen Metallpreise steigen: Größter Gewinner zu Handelsbeginn ist Zink mit +3%. Aluminium nimmt die Marke von 2.000 USD je Tonne ins Visier. Unterstützung erhalten die Metallpreise unseres Erachtens vom starken Chinesischen Yuan. Die chinesische Währung wertet gegenüber dem US-Dollar seit Ende Mai mittlerweile kontinuierlich auf – USD-CNY ist heute auf 6,54 gefallen, der niedrigste Wert seit Mitte 2018. Durch den starken Yuan haben die chinesischen Händler und Importeure mehr Kaufkraft und nutzen diese möglicherweise auch zu Metall-Käufen.

China hat laut Angaben des Verbands der Edelstahlproduzenten in den ersten drei Quartalen des Jahres rund 22 Mio. Tonnen Edelstahl produziert, 2,3% weniger als im Vorjahr. Unseren Berechnungen zufolge wurden im dritten Quartal rund 8 Mio. Tonnen Edelstahl hergestellt. Damit hätte China den Corona-bedingten Einbruch zu Jahresbeginn vollständig wettgemacht und wäre wieder auf Expansionskurs eingeschwenkt. Der Verband erwartet, dass China in diesem Jahr mehr als 30 Mio. Tonnen Edelstahl produzieren wird, was ein Rekordhoch wäre. Dies deutet auf eine robuste Nickelnachfrage hin, da die Edelstahlindustrie noch der mit Abstand größte Nickelkonsument ist. Auch die Edelstahlnachfrage hat sich laut Verbandsangaben in China mittlerweile spürbar erholt. Nach den ersten drei Quartalen ist sie auf Vorjahresniveau angekommen und soll im Gesamtjahr sogar um über 6% zulegen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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