Rohstoffe

Rohstoffmärkte: Öl hui, Gold pfui

Energie: Brent erstmals seit über 12 Monaten über 60 USD

Der Brentölpreis steigt heute Morgen erstmals seit über einem Jahr auf über 60 USD je Barrel, WTI markiert mit 57,5 USD ebenfalls ein neues 12-Monatshoch. Zu den “üblichen Verdächtigen” wie dem allgemeinen Konjunkturoptimismus und dem Fortschritt bei den Impfungen gegen Covid-19 auf der Nachfrageseite sowie einer guten Förderdisziplin der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) beim Angebot kommen weitere unterstützende Faktoren hinzu. Zum einen wird in den USA aktuell ein weiteres Konjunkturpaket diskutiert. Wenngleich das 1,9 Bio. USD schwere Programm von Präsident Biden nicht speziell auf die Schaffung von Arbeitsplätzen abzielt, rechnet die US-Finanzministerin Yellen damit, dass die USA dank dieses Programms bereits im nächsten Jahr zur Vollbeschäftigung zurückkehren werden. Gleichzeitig wurden Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr der iranischen Ölexporte an den Markt gedämpft, nachdem die USA an den Sanktionen gegen den Iran wohl weiterhin festhalten. Zum Preisanstieg dürften auch die Großanleger beigetragen haben, deren Netto-Long-Positionen in der Woche zum 2. Februar ebenfalls gestiegen sind. Bei Brent sind die Großanleger an der ICE so optimistisch wie seit einem Jahr nicht mehr. Während auf der Nachfrageseite durchaus Enttäuschungspotenzial droht, gehen wir auf der Angebotsseite nicht davon aus, dass Saudi-Arabien auch im 2. Quartal im Alleingang die massiven Produktionskürzungen fortsetzt. Ob die Förderdisziplin innerhalb der OPEC+ angesichts der hohen Preise anhält, ist ebenfalls fraglich. Dagegen steigt das Angebot außerhalb der OPEC+ nur langsam. Zwar stieg die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA laut Baker Hughes in der letzten Berichtswoche um weitere 4 auf 299. Die Bohraktivität liegt damit aber noch weit unter dem Niveau des Vorjahres. Damals waren es 678 aktive Ölbohrungen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Hoher Risikoappetit hält Gold in Schach

Gold handelt zum Wochenauftakt bei rund 1.815 USD je Feinunze nur unweit vom Ende vergangener Woche verzeichneten 2½-Monatstief. Der im Zuge schlechter als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten schwächere US-Dollar hat dem Goldpreis keinen nennenswerten Auftrieb gegeben. Denn gleichzeitig steigen die US-Anleiherenditen im 10-Jahresbereich weiter auf ein 11-Monatshoch von 1,2%. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag Abflüsse von 3,7 Tonnen, was eine skeptische Einstellung der Anleger gegenüber Gold offenbart. Gleiches gilt auch für die spekulativen Finanzanleger, die ihre Netto-Long-Positionen bei Gold in der Woche zum 2. Februar auf knapp 88 Tsd. Kontrakte reduzierten, was aber noch rund 10 Tsd, Kontrakte über den im Januar verzeichneten Tiefs liegt. Kurzfristig sehen wir bei Gold wegen des aktuell hohen Risikoappetits an den Märkten Abwärtsrisiken, da sichere Häfen wie Gold momentan weniger gefragt sind. Silber hat sich nach den heftigen Schwankungen bis Mitte letzter Woche bei rund 27 USD stabilisiert, d.h. ein Teil des starken Preisanstiegs auf 30 USD hat noch Bestand. Das Gold/Silber-Verhältnis liegt weiterhin deutlich unter 70. Der starke Preisanstieg bei Silber bis Montag letzter Woche war im Übrigen nicht auf spekulative Käufe oder gar Short-Eindeckungen zurückzuführen, wie die jüngsten Daten der CFTC zeigen. Demnach haben die spekulativen Finanzanleger ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 2. Februar sogar um 10% abgebaut, den Preisanstieg also zum Ausstieg genutzt. Der Preisanstieg ging allerdings mit massiven Zuflüssen in den weltgrößten Silber-ETF einher, die sich innerhalb von drei Handelstagen auf mehr als 3.400 Tonnen summierten. Aber auch hier gab es zuletzt Abflüsse, wobei sich diese mit 700 Tonnen innerhalb der letzten drei Handelstage verglichen mit den Zuflüssen zuvor als vergleichsweise gering darstellen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold FutureFaktor: 6
SB3T6TShortGold FutureFaktor: -6
SD3APJLongSilver FutureFaktor: 6
SD3ALXShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Preise legen im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes zu

Die Metallpreise starten freundlich in eine Handelswoche, die datenarm ist und von geringerem Handelsvolumen geprägt sein dürfte. Denn China feiert am Freitag (12.) das Neujahrsfest. Die Märkte sind deswegen vom 11. bis einschließlich 17. Februar geschlossen und die Wirtschaftsaktivitäten im Land ruhen weitgehend während dieser Zeit. Kupfer notiert wieder bei knapp 8.000 USD je Tonne, Aluminium über der Marke von 2.000 USD je Tonne und Nickel oberhalb von 18.000 USD je Tonne. Viele Marktteilnehmer hoffen anscheinend auf ein großes Stimuluspaket zur Unterstützung der Wirtschaft in den USA. Diese Erwartungen wurden gestern von der US-Finanzministerin Yellen in einem TV-Interview geschürt. Sie zeigte sich überzeugt, dass im nächsten Jahr wieder Vollbeschäftigung erreicht werden kann, sofern das Maßnahmenpaket groß genug ausfallen würde. Auch die am Freitag veröffentlichten schwächeren Arbeitsmarktdaten für Januar sprechen für weitere Unterstützungsmaßnahmen. In den letzten Tagen dürften unseres Erachtens die spekulativen Finanzanleger wieder aktiver gewesen sein und zum Preisanstieg der Metalle beigetragen haben. Laut CFTC-Statistik hatten sie sich in den Wochen zuvor eher zurückgehalten und im Falle von Kupfer ihre Netto-Long-Positionen kaum verändert. Der Zinnpreis hat die letzte Woche mit einem Plus von 1,5% beendet und ist damit die 14. Woche in Folge gestiegen (+30% in diesem Zeitraum) – eine Rekordstrecke. Wir haben in den letzten Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass der globale Zinnmarkt aktuell knapp ist. Dies gibt dem Zinnpreis Auftrieb, ebenso der von einigen Marktbeobachtern angeführte Einstieg spekulativer Finanzanleger.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!