Rohstoffe

Rohstoffmärkte: Neues Jahr, alte Treiber

Energie: Die OPEC+ muss gleich wieder ran…

Am Ölmarkt geht es sofort wieder richtig los: Heute muss die OPEC+ in einer Videokonferenz die Produktion für Februar festlegen. Das Produktionskartell hatte sich auf seiner letzten Sitzung Anfang Dezember zu dem Kompromiss einer Feinsteuerung durchgerungen und beschlossen, die ursprünglich geplante Produktionsanhebung um 2 Mio. Barrel pro Tag nur schrittweise umzusetzen. Entsprechend wird nun gemeinsam abgestimmt, ob nach der Erhöhung um 0,5 Mio. Barrel pro Tag im Januar die nächste Anhebung erfolgen soll/kann. OPEC-Generalsekretär Barkindo hat gestern im Rahmen der vorbereitenden Sitzung des Gemeinsamen Technischen Komittees die Risiken für die Ölnachfrage betont. Schließlich sind die Infektionszahlen in den westlichen Industrieländern weiterhin hoch und erfordern vielerorts eine Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen. Die OPEC hatte bereits im Dezember ihre Nachfrageprognose nochmals deutlich nach unten revidiert und erwartet nun im laufenden Jahr „nur“ noch einen Zuwachs um 5,9 Mio. Barrel pro Tag. Hinzu kommt, dass Libyen, das nicht in das Produktionsabkommen eingebunden ist, in den letzten Monaten seine Produktion stark gesteigert hat. Das Beratungsunternehmen JBC Energy schätzt, dass die Produktion im Dezember um weitere 130 Tsd. Barrel pro Tag hochgefahren wurde. All das spräche für eine Beibehaltung der Januar-Produktion. Doch ein Festhalten ist noch keine ausgemachte Sache, denn Russlands Energieministers Nowak hatte sich vor einigen Tagen noch optimistisch gezeigt und für eine weitere Anhebung um 500 Tsd. Barrel pro Tag im Februar ausgesprochen. Sollten sich die „Tauben“ im Kartell durchsetzen, droht der feste Jahresauftakt am Ölmarkt ins Stocken zu geraten. Noch lassen sich die Ölpreise aber von der guten Stimmung mitziehen: Der Preis für ein Barrel Brentöl notiert am Morgen bei 53 USD und damit über dem Dezember-Hoch bzw. auf dem höchsten Stand seit Ende Februar.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold steigt auf 2-Monatshoch

Der Goldpreis steigt zu Beginn des neuen Handelsjahres um knapp 2% auf 1.935 USD je Feinunze und erreicht damit ein 2-Monatshoch. Der Silberpreis steigt um 3,5% auf 27,3 USD je Feinunze. Beide Edelmetalle erhalten dabei Unterstützung durch den schwachen US-Dollar – der handelsgewichtete Dollar-Index notiert auf dem tiefsten Stand seit April 2018. Der EUR-USD-Wechselkurs handelte letzte Woche kurzzeitig über der Marke von 1,23. Gold profitiert zudem von steigenden Inflationserwartungen in den USA. Morgen finden im US-Bundesstaat Georgia die Stichwahlen um die letzten beiden offenen Sitze im US-Senat statt. Zuletzt ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Demokraten beide Sitze gewinnen, womit sie nach dem Repräsentantenhaus auch die Mehrheit im Senat hätten. Dies würde die geplante expansive Fiskalpolitik des neu gewählten US-Präsidenten Biden erleichtern. Eine expansive Fiskalpolitik ist theoretisch wachstumsfördernd und dürfte auch die Inflation anschieben. Dies würde die Realrenditen wohl weiter nach unten drücken, da die US-Notenbank Fed bereits angekündigt hat, auch im Falle einer anziehenden Inflation die Zinsen noch lange nicht zu erhöhen. Gold dürfte hiervon als attraktive Anlagealternative profitieren. Dies sollte sich auch in einer wieder stärkeren Investmentnachfrage widerspiegeln und entsprechend in hohen ETF-Zuflüssen bemerkbar machen. Im letzten Jahr verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs trotz der in den letzten Monaten deutlich geringeren Dynamik rekordhohe Zuflüsse von 741 Tonnen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Starker Jahresauftakt

Die Industriemetallpreise starten stark in das neue Jahr: Kupfer legt um 2% auf über 7.900 USD je Tonne zu, Nickel steigt zeitweise sogar um 5% auf 17.500 USD je Tonne. Alle anderen Metalle verteuern sich ebenfalls. Die gute Stimmung der Marktteilnehmer bestimmt wie schon so oft im letzten Jahr auch heute Morgen das Bild. Diese speist sich aus Hoffnungen, dass die angelaufenen Impfkampagnen in absehbarer Zeit wieder ein „normales“ Leben ermöglichen und sich dadurch die Wirtschaft erholt. Unterstützung erfahren die Metallpreise ebenso durch den schwachen US-Dollar. Dass die Infektionszahlen mit dem Coronavirus weiter stark steigen – in den USA wurde ein neuer Rekord erreicht – und die Erholung in den nächsten Monaten unseres Erachtens noch holprig verlaufen dürfte, spielt dagegen keine Rolle. Keine Beachtung findet auch der von Caixin erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China, der heute veröffentlicht wurde. Er ist im Dezember deutlich stärker gefallen als erwartet, bleibt aber klar im expansiven Bereich. Am Silvestertag zeigte schon der offizielle PMI eine abnehmende Dynamik des Aufschwungs in China an. Die Eisenerzpreise ziehen zum Jahresauftakt ebenfalls stark an. An der SGX in Singapur kostet eine Tonne knapp 164 USD. In der Weihnachtswoche waren die Preise dort wie auch an der DCE in Dalian auf neue Rekordstände nach oben gesprungen. Zeitweise kostete Eisenerz fast 180 USD je Tonne, womit sich der Preis innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt hatte. Grund für den letzten starken Preisanstieg war ein Erdrutsch nahe einer Eisenerzmine in Brasilien, im Zuge dessen ein Arbeiter ums Leben kam und die Mine eine Woche lang stillstand. Der Erdrutsch hat Erinnerungen an den katastrophalen Dammbruch vor zwei Jahren geweckt, zumal er sich in derselben Region ereignete.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

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