Rohstoffe

Rohstoffmärkte immun gegen Corona-Ausbreitung

Energie: Ölpreise tendieren weiterhin seitwärts

Trotz des rasanten Anstiegs der weitweiten Neuansteckungen mit Covid-19 zeigen sich die Finanz- und Rohstoffmärkte “immun” dagegen. Nicht nur haben die Wirtschaftsdaten zuletzt häufiger positiv überrascht, sondern überwiegt aktuell an den Finanzmärkten die Erwartung, dass die Fiskal- und Geldmaßnahmen zur Stützung der Konjunktur die Krise bald überwinden lassen. Insbesondere der Aktienmarkt in China, das als erstes Land zur “Normalität” zurückgekehrt ist, zeugt vom Optimismus. Der Aktienindex CSI 300 steigt heute Morgen um 5,8%, der stärkste Anstieg seit Februar 2019; er liegt mittlerweile auf einem Fünfjahreshoch. Aus unserer Sicht beobachten die Ölmarktteilnehmer zwar die aktuellen Nachfrageentwicklungen, lassen jedoch die langfristigen Implikationen der Corona-Pandemie noch außen vor. EZB-Präsidentin Lagarde hat am Wochenende die Erwartung geäußert, dass die Pandemie die bestehenden Trends zur Verkürzung der Lieferketten und einer stärkeren Automatisierung und Digitalisierung verstärken wird. Doch dürften diese Megatrends, gepaart mit einer verstärkten Arbeit von zu Hause, mittel- bis langfristig zu einem geringeren Wachstum der Kraftstoffnachfrage führen. Zumindest derzeit scheinen die Ölpreise ein Gleichgewicht um 40 USD je Barrel gefunden zu haben. Der Brentölpreis steigt heute auf 43,2 USD und damit den höchsten Stand seit zwei Wochen, während sich der WTI-Ölpreis mit 40,6 USD je Barrel eher seitwärts bewegt. Belastend wirken die Risiken auf der Nachfrageseite, unterstützend dagegen die starke Disziplin innerhalb der OPEC+. Jetzt steigt der Druck auch auf Angola, das seine Verpflichtungen zu Produktionskürzungen nicht im vollen Umfang umgesetzt hat, diesen nun nachzukommen. Auch haben sich die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr der libyschen Exporte noch nicht bewahrheitet. Hat das Land im Juni noch 1,8 Mio. Barrel bzw. 60 Tsd. Barrel täglich exportiert, sind für Juli bislang lediglich zwei Lieferungen von je 600 Tsd. bzw. insgesamt 1,2 Mio. Barrel geplant.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6NCallOil Brent FutureHebel: 7,1
CL98R4PutOil Brent FutureHebel: 6,9
SB9B6LCallOil WTI Light FutureHebel: 7,3
CL471YPutOil WTI Light FutureHebel: 6,8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Anhaltend hohe Zuflüsse in Gold- und Silber-ETFs

Nachdem Gold Mitte letzter Woche bis auf 10 USD an die Marke von 1.800 USD je Feinunze herangelaufen war, hat es seitdem keinen neuen Anlauf genommen, diese zu überwinden. Zum Wochenauftakt handelt es kaum bewegt bei 1.775 USD. Gold hat jedoch nichts an Beliebtheit eingebüßt. Im Gegenteil, die ETFs verzeichnen weiter Zuflüsse: Seit Monatsbeginn sind den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs bereits 19 Tonnen zugeflossen, womit der seit mittlerweile vielen Monaten zu beobachtende Zustrom nicht abreißt. Er wurde immer nur kurzzeitig unterbrochen, bevor neuerliche Zuflüsse einsetzten. Ob die spekulativen Finanzanleger weiter auf steigende Goldpreise gesetzt und ihre Netto-Long-Positionen die dritte Woche in Folge ausgeweitet haben, wird sich heute Abend zeigen. Dann veröffentlicht die CFTC wegen des Feiertages in den USA verspätet ihre neue Statistik zur Marktpositionierung. Unseres Erachtens dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Gold die 1.800 USD-Marke überwindet. Der nächstfällige Gold-Futures-Kontrakt hatte letzte Woche bereits kurz darüber gehandelt. Silber kämpft mit der Marke von 18 USD je Feinunze. Über diese ist es in den letzten Wochen immer wieder mal gestiegen, hat die Gewinne aber auch stets wieder abgegeben. So wie Gold erfreuen sich auch die Silber-ETFs weiter großer Beliebtheit: Am Freitag sind die Gesamtbestände laut Bloomberg erstmals auf über 800 Mio. Unzen (knapp 24.930 Tonnen) gestiegen. Seit Anfang April haben die Silber-ETFs sogar größere Zuflüsse verzeichnet als die Gold-ETFs (23,5% vs. 14,4%). Dennoch hat der Silberpreis gegenüber dem Goldpreis nur moderat aufgeholt: Das Gold/Silber-Verhältnis ist von knapp 113 Ende März auf aktuell gut 98 gefallen, was immer noch ein hohes Niveau ist.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Knappheit an Kupferkonzentrat bahnt sich an

In Chile greift das Coronavirus immer weiter um sich. Laut Angaben der Gewerkschaften haben sich mittlerweile mehrere hundert Arbeiter mit dem Virus angesteckt. Auch sind zuletzt die Todeszahlen gestiegen. Da der Druck der Gewerkschaften auf die Minenbetreiber, die Arbeiter besser vor dem Virus zu schützen, immer größer wurde, hat Ende letzter Woche das erste Unternehmen angekündigt, die Produktion in einer Kupfermine deutlich zu reduzieren. Die Mine ist zwar klein (sie stand im letzten Jahr für nur 1,2% der gesamten chilenischen Kupferproduktion), aber weitere Produzenten könnten diesem Beispiel folgen und ihrerseits die Produktion drosseln. Je nachdem, wie lange weniger Kupfer produziert wird und wie viele Minen ihre Aktivitäten herunterfahren, hat dies Auswirkungen auf die Versorgungslage am globalen Kupfermarkt. Mit einem Anteil von 28% ist Chile der mit Abstand weltweit größte Kupferminenproduzent. Noch kann der Markt mit möglichen Produktionsausfällen unseres Erachtens gut umgehen. Vor Ausbruch des Coronavirus wurde er in diesem Jahr im Überschuss gesehen, so dass ein gewisser Puffer für Produktionsausfälle besteht. Allerdings macht sich die anbahnende Knappheit an Kupferkonzentrat bereits in den Schmelz- und Verarbeitungsgebühren bemerkbar. Laut dem Datenanbieter SMM akzeptieren chinesische Schmelzen im laufenden Quartal Gebühren von 53 USD je Tonne. Im letzten Quartal haben sie noch 67 USD je Tonne von den Minen für die Verarbeitung des Konzentrats zu Raffinade erhalten. Die Marktteilnehmer stürzen sich weiterhin auf die Nachrichten zu Angebotsausfällen und treiben den Kupferpreis immer weiter nach oben. Mit 6.120 USD je Tonne handelte Kupfer letzte Woche fast auf seinem Jahreseinstandsniveau. Zum Wochenauftakt notiert der Preis nur knapp unter 6.100 USD. Unseres Erachtens wurden die negativen Nachrichten bereits mehrfach eingepreist und wir halten den jüngsten Preisanstieg für übertrieben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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