Rohstoffe

Rohstoffmärkte im Höhenrausch

Energie: Nur kurze Verschnaufpause am Ölmarkt, WTI steigt über 60 USD

Die Verschnaufpause am Ölmarkt war nicht von Dauer, wobei die Ölpreise von ihren jeweiligen Tiefs am Freitag bis heute Morgen um über 5% auf fast 61 USD (WTI) bzw. fast 64 USD (Brent) je Barrel gestiegen sind. Die Gründe sind mittlerweile bekannt und wurden des Öfteren von uns diskutiert. Zum einen scheint der physische Markt im Gleichgewicht, wobei die gute Nachfrage in Asien und eine Wiederbelebung der US Nachfrage – dieser dürfte das Billionen-USD-schwere Konjunkturpaket zugute kommen – auf der Konsumseite sowie die anhaltend gute Förderdisziplin seitens der OPEC+ auf der Angebotsseite für eine angespannte Liefersituation sorgen. Hinzu kommt eine starke Nachfrage der Anleger. In der Woche zum 9. Februar ist laut CFTC die Anzahl der Netto-Long Positionen der Großanleger bei WTI mit fast 370 Tsd. Kontrakten auf den höchsten Stand seit Juli 2020 geklettert. Bei Brent stieg deren Zahl auf den höchsten Stand seit 12 Monaten. Die Investoren dürften angesichts der Preisdynamik und des Durchbruchs der wichtigen charttechnischen Marke von 60 USD je Barrel beider Benchmarks den jüngsten Preisanstieg verstärkt haben. Ein weiterer Grund für den heutigen Preisanstieg dürften mögliche Spannungen im Nahen Osten gewesen sein, nachdem am Wochenende eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jemen angeblich eine mit Sprengstoff beladene Drohne abgefangen hat, die von der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen abgefeuert worden sein soll. Doch bei all dem Optimismus sehen wir den aktuellen Preisanstieg als vorschnell und überzogen an. Zum einen gibt es nach wie vor Risiken auf der Nachfrageseite, wie die Berichte der internationalen Energieagenturen in der letzten Woche übereinstimmend gezeigt haben. Zum anderen könnte das Angebot sowohl in der “OPEC+”-Gruppe als auch in den USA schneller und stärker steigen als erwartet. So ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA die zwölfte Woche in Folge gestiegen und liegt mit 306 mittlerweile auf einem 9-Monatshoch.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin der neue Favorit unter den Edelmetallen

Gold bläst im gegenwärtigen Marktumfeld mächtig Gegenwind ins Gesicht. Der Konjunkturoptimismus nimmt dank rückläufiger Neuinfektionszahlen, der Aussicht auf Herdenimmunität im zweiten Halbjahr und neuer fiskalischer Unterstützungsmaßnahmen zu, während die Zentralbanken rund um den Globus an ihrer für die Pandemie bestimmten ultra-lockeren Geldpolitik noch lange festhalten dürften. Die Aktienmärkte eilen dadurch beflügelt von Rekord zu Rekord oder schließen wie der Nikkei in Japan heute erstmals seit mehr als 30 Jahren bei über 30.000 Punkten. Angesichts dieser ausgelassenen Marktstimmung verwundert es nicht, dass der Goldpreis im Gegensatz zu den Preisen zyklischer Rohstoffe von der Rally an den Finanzmärkten nicht mitgezogen wird, sondern bei rund 1.820 USD je Feinunze auf der Stelle tritt. Die Anleger haben derzeit andere Favoriten, was sich in stagnierenden spekulativen Netto-Long-Positionen und zuletzt kräftigen Abflüssen aus den Gold-ETFs widerspiegelt. Einer der gegenwärtigen Favoriten unter den Edelmetallen ist Platin, das am Morgen auf 1.290 USD je Feinunze steigt, den höchsten Stand seit Oktober 2014. Am Freitag war Platin noch auf 1.210 USD abgerutscht, was von einigen Marktteilnehmern aber offenbar als Kaufgelegenheit erachtet wurde. Die Motive hierfür liegen auf der Hand: Das Angebot ist knapp, der Markt seit zwei Jahren unterversorgt. Zudem profitiert Platin wegen seiner hohen industriellen Verwendung vom o.g. Konjunkturoptimismus. Aufgrund seiner Verwendung in Katalysatoren von Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen spielt Platin eine wichtige Rolle beim Zukunftsthema Nachhaltigkeit. Darüber hinaus wurde Platin lange Zeit vernachlässigt und war daher deutlich unterbewertet. Die Unterbewertung ist nun deutlich geringer geworden. Die Preisdifferenz zu Gold beträgt nur noch 530 USD. Zur Vorsicht mahnt der kräftige Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen in der letzten Berichtswoche auf 29 Tsd. Kontrakte, das höchste Niveau seit Februar 2020. Allerdings war der Optimismus der Spekulanten Anfang 2020 noch deutlich größer als aktuell.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Preise zieht es weiter nach oben

Obwohl die chinesischen Händler noch in der Feiertagspause sind, stürmen die Metallpreise weiter nach oben. Kupfer steigt heute Morgen auf 8.400 USD je Tonne, den höchsten Stand seit über acht Jahren. Neben dem anhaltend hohen Optimismus der Marktteilnehmer und dem etwas schwächeren US-Dollar, der Unterstützung gibt, werden die Metalle wohl auch von Öl mit nach oben gezogen. Denn Brent und WTI legen stark zu (siehe oben). Der seit Monatsbeginn zu beobachtende neuerliche Preisanstieg von Kupfer, der vielfach auf Nachfragehoffnungen und Angebotssorgen zurückgeführt wird, ist zu einem großen Teil spekulativ getrieben, was unseres Erachtens das Risiko von Gewinnmitnahmen erhöht. Denn laut CFTC-Statistik haben die spekulativen Finanzinvestoren in der Woche zum 9. Februar ihre Netto-Long-Positionen bei Kupfer um 13% auf 87 Tsd. Kontrakte ausgeweitet, ein 8-Wochenhoch. Zudem besteht aus charttechnischer Sicht wieder mehr Grund zu Vorsicht, da der Relative-Stärke-Index von Kupfer wieder in den überkauften Bereich zurückgekehrt ist. Bevor mit der Rückkehr der chinesischen Händler am Donnerstag wieder mehr Liquidität in die Märkte einkehrt, wird diese heute wegen eines Feiertages in den USA zunächst deutlich geringer sein. Zur Wochenmitte veröffentlicht das World Bureau of Metal Statistics seine neuesten Marktbilanzdaten für die Industriemetalle. Erstmals gibt es Zahlen für das Gesamtjahr 2020. Da die Trends an den verschiedenen Metallmärkten nach elf Monaten schon eindeutig waren, erwarten wir keine Überraschungen. Die Aluminium-, Nickel-, Zink- und Bleimärkte dürften im letzten Jahr stark überversorgt gewesen sein, bei Kupfer und Zinn blieb das Angebot dagegen hinter der Nachfrage zurück. Auf die Metallpreise dürften die Daten kaum Auswirkungen haben.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2TATLongKupfer-FutureFaktor: 4
SB3T73ShortKupfer-FutureFaktor: -4
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!