Rohstoffe

Rohstoffmärkte im Bann der Corona-Krise

Energie: Druck von allen Seiten auf Ölpreise und OPEC

Steigende Infektionszahlen schüren Ängste, die Ölpreise fallen. So einfach könnte man das Geschehen am Ölmarkt zusammenfassen, weil die Rekordzahlen von fast 500.000 Neuinfektionen weltweit über mehrere Tage hintereinander nicht nur die Gefahren unmittelbarer Transporteinschränkungen aufzeigen, sondern auch langfristige Nachfrageerwartungen dämpfen. Der WTI-Ölpreis, der am Freitag noch bei knapp 41 USD je Barrel notierte, fällt allein heute um über 3% unter 39 USD, der Brentölpreis unter 41 USD. Auch auf der Angebotsseite nehmen die Hiobsbotschaften nicht ab. Die Ölproduktion in Libyen, das zwar zur OPEC gehört, jedoch nicht am Kürzungsabkommen teilnimmt, dürfte in Kürze noch stärker steigen, nachdem die Konfliktparteien am Freitag ein langfristiges Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet haben. Der staatliche Ölkonzern NOC hat daraufhin die “force majeure”-Situation auch in den letzten wichtigen Ölhäfen Ras Lanuf und Es Sider im Osten des Landes beendet. Die Produktion soll nun laut NOC innerhalb von zwei Wochen auf 800 Tsd. und binnen vier Wochen sogar auf eine Million Barrel täglich zunehmen. Das ist für die OPEC eine denkbar schlechte Nachricht, denn auch außerhalb der OPEC dürfte die Produktion steigen, so z.B. in Brasilien. Trotz des Corona-bedingten Einbruchs in der ersten Jahreshälfte und der jüngsten Wartungsarbeiten ist die Produktion in den ersten drei Quartalen um 9% gestiegen. Dem staatlichen Ölkonzern zufolge dürfte sie zum Jahresende mit 2,84 Mio. Barrel täglich an Rohöl-Äquivalenten sogar noch höher ausfallen als zuvor geschätzt. Da auch in Brasilien die Nachfrage recht schwach bleibt, lässt dies mehr Spielraum für Exporte. Brasilien ist daher jüngst für China zum drittwichtigsten Ölexporteur geworden und hat in den ersten drei Quartalen mit 33,69 Mio. Tonnen bzw. umgerechnet 900 Tsd. Barrel täglich fast 16% mehr exportiert als im Vorjahr. Der Druck auf die OPEC von innen sowie von außen nimmt zu. Ob die OPEC-Länder den Druck aushalten und die Produktionskürzungen im vollen Umfang beibehalten, ist u.E. fraglich.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Höhere Risikoaversion gibt Gold keinen Auftrieb

Gold wabert wie schon in den letzten Wochen um die Marke von 1.900 USD je Feinunze. Die höhere Risikoaversion der Marktteilnehmer im Zuge der immer weiter steigenden Neuinfektionszahlen mit Covid-19 gibt dem Preis keinen Auftrieb. In den USA haben sich die Parteien noch immer nicht auf ein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft geeinigt, was den US-Dollar leicht aufwerten lässt und steigenden Goldpreisen offenbar im Wege steht. Eine Einigung und die anschließende Verabschiedung einer Gesetzesvorlage vor der US-Präsidentschaftswahl in gut einer Woche scheinen zunehmend unwahrscheinlich. Darüber hinaus fehlt Gold weiterhin die Unterstützung seitens der physischen Goldnachfrage in Asien. Die Schweizer Handelsdaten hatten letzte Woche gezeigt, dass die Goldnachfrage in Indien und China im September noch am Boden lag. Dies dürfte der World Gold Council diese Woche bestätigen, wenn er am Donnerstag die Nachfragetrends für das dritte Quartal veröffentlicht. Dieses dürfte das schwächste Quartal in diesem Jahr gewesen sein. Unterstützt wird Gold dagegen weiter von der Investmentnachfrage, die wohl zugleich ein Abrutschen des Preises verhindert. Laut CFTC-Statistik haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 20. Oktober wieder auf 90,6 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Silber, Platin und Palladium werden heute Morgen offenbar von den fallenden Industriemetallpreisen nach unten gezogen und geben stärker nach als Gold. Silber fällt auf gut 24 USD je Feinunze zurück, Platin rutscht wieder unter die Marke von 900 USD je Feinunze.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: China im Blick der Metallmärkte

Die Metallpreise starten mit einem negativen Unterton in die neue Handelswoche. Dies lasten wir der eingetrübten Stimmung an den Finanzmärkten an, nachdem die Neuinfektionszahlen mit Covid-19 weltweit scheinbar unaufhaltsam steigen und zu Sorgen führen, dass die Wirtschaftserholung abgewürgt wird. Kupfer fällt auf gut 6.800 USD je Tonne, Zink und Nickel geben etwas stärker nach auf 2.530 USD bzw. 15.500 USD je Tonne. Zink erreichte am Freitag mit fast 2.600 USD noch den höchsten Stand seit Mai letzten Jahres. Dies dürfte auf ein gestiegenes spekulatives Kaufinteresse zurückzuführen gewesen sein. Auch der Preisanstieg von Kupfer auf über 7.000 USD in der letzten Woche war spekulativ getrieben: Laut CFTC-Statistik haben die spekulativen Finanzinvestoren an der Comex in New York ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 20. Oktober um 14% auf 92,1 Tsd. Kontrakte und damit den höchsten Stand seit Januar 2018 ausgeweitet. Offenbar gab es anschließend Gewinnmitnahmen. Diese Woche richtet sich der Blick nach China, wo heute das Plenum der Kommunistischen Partei begonnen hat. Dort wird im Laufe der Woche der neue 5-Jahresplan für die Jahre 2021-2026 präsentiert. China wird wohl nach mehr Autarkie streben und es wird erwartet, dass die Regierung stimulierende industriepolitische Maßnahmen und Infrastrukturinvestitionen verkündet. Dies wäre unseres Erachtens positiv für die Metallpreise, da dies mittel- bis langfristig eine höhere Metallnachfrage bedeuten dürfte. Im Vorfeld des Plenums wurde auch darüber spekuliert, ob China den Aufbau von Staatsreserven verschiedener Rohstoffe wie zum Beispiel Kupfer anstrebt. Möglicherweise hat China dieses Jahr schon mehrere Hunderttausend Tonnen Kupfer für Staatsreserven gekauft – darauf deuten zumindest die rekordhohen Kupferimporte der letzten Monate hin.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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