Rohstoffe

Rohstoffmärkte hängen am Gesundheitszustand von Trump

Energie: Streik in der norwegischen Öl- und Gasindustrie kein Grund für höhere Preise

Die Ölpreise legen zum Wochenauftakt rund 2% zu. Brent steigt auf 40 USD je Barrel, WTI auf 38 USD. Damit machen die Ölpreise allerdings nur einen Teil ihrer Verluste vom Freitag wieder wett. Auftrieb gibt eine positivere allgemeine Marktstimmung wegen Nachrichten über den verbesserten Gesundheitszustand von US-Präsident Trump. In der norwegischen Öl- und Gasindustrie kommt es zudem zu einem Streik, der insgesamt sechs Ölfelder betreffen könnte, darunter auch das größte norwegische Ölfeld Johan Sverdrup. Insgesamt könnten laut dem Verband der norwegischen Öl- und Gasproduzenten NOG dadurch bis zu 330 Tsd. Barrel pro Tag an Öläquivalent oder 8% der norwegischen Öl- und Gasproduktion verloren gehen. Eine am Markt spürbare Angebotsverknappung droht dadurch allerdings nicht, da derzeit Nachfragesorgen und Ängste vor einem erneuten Überangebot dominieren. Beim letzten Streik im Juni 2019 fiel die norwegische Ölproduktion im Monatsdurchschnitt um rund 200 Tsd. Barrel pro Tag, erholte sich danach aber schnell. Jedes Barrel Rohöl, das derzeit in Norwegen weniger gefördert wird, könnte im aktuellen Umfeld sogar willkommen sein, auch wenn es nur vorübergehend sein sollte. Denn gleichzeitig steigt die Ölproduktion in Libyen. Ende letzter Woche erreichte diese bereits 270 Tsd. Barrel pro Tag und lag damit etwas höher als von der staatlichen Ölgesellschaft NOC erwartet wurde. Wir sehen daher keinen Spielraum für merklich höhere Ölpreise. Die europäischen Gaspreise legten nach der Streikankündigung in Norwegen hingegen weiter zu. Sowohl Gas vom virtuellen britischen Handelspunkt NBP als auch vom virtuellen niederländischen Handelspunkt TTF notieren auf dem höchsten Niveau seit Dezember 2019. Dabei sind die europäischen Gastanks vor Beginn der kalten Jahreszeit dank der kräftigen Einspeisungen in den Sommermonaten bereits zu 95% gefüllt. Eine kurzzeitige Unterbrechung der norwegischen Gasproduktion sollte daher problemlos zu überbrücken sein.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB5U85LongNatural Gas FutureFaktor: 6
SB5B64ShortNatural Gas FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Anlegerinteresse an Gold steigt wieder

Gold rutscht zum Wochenauftakt wieder unter die Marke von 1.900 USD je Feinunze. Offenbar hat sich die Verunsicherung, die die Erkrankung von US-Präsident Trump hervorgerufen hat, gelegt, nachdem sein Ärzteteam Genesungsfortschritte sieht und Trump möglicherweise schon heute aus dem Krankenhaus entlassen wird. Positive Aktienmärkte in Asien und Europa deuten zudem auf einen wieder höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer hin. Darüber hinaus sollen die Gespräche zwischen Republikanern und Demokraten über die nächste Runde von Stimulierungsmaßnahmen in den USA weitergehen. Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Pelosi, zeigte sich am Freitag nach Gesprächen mit Finanzminister Mnuchin optimistisch, dass Fortschritte erzielt werden. Die ETF-Anleger haben wie schon in den Tagen zuvor auch am Freitag bei Gold zugegriffen und fast drei Tonnen gekauft. In der gesamten letzten Woche beliefen sich die Zuflüsse auf 18,5 Tonnen. Somit wurden alle in den Tagen zuvor verzeichneten Abflüsse aufgeholt und die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs haben fast wieder ihr Rekordniveau erreicht. Auch die spekulativen Finanzinvestoren haben wieder mehr Interesse an Gold gezeigt: Laut CFTC-Statistik haben sie ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 29. September um 16% ausgeweitet. In der Woche davor hatten sie sich noch merklich zurückgezogen und so wohl zum Preisrückgang von Gold beigetragen. Bei Platin gab es in der letzten CFTC-Berichtswoche erstmals seit Juli 2019 Netto-Short-Positionen. Die spekulativen Finanzinvestoren waren damit unseres Erachtens maßgeblich für den starken Preisrückgang von Platin in den letzten Wochen verantwortlich.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Streikgefahr in chilenischen Kupferminen

In China, dem mit Abstand wichtigsten Konsumentenland für Metalle, sind die Märkte wegen der „Goldenen Woche“ bis einschließlich Donnerstag geschlossen. Daher dürfte es den Metallmärkten an wesentlichen Impulsen fehlen, zumal auch kaum Fundamentaldaten veröffentlicht werden. Die Metallpreise starten jedenfalls weitgehend unverändert in die neue Handelswoche, nachdem sie am Freitag fast alle deutlich gestiegen waren. Die durch die Erkrankung von US-Präsident Trump mit Covid-19 ausgelöste Verunsicherung, die die Preise Ende letzter Woche zunächst tief ins Minus drückte, hielt also nicht lange. Kupfer notiert heute Morgen bei 6.500 USD je Tonne, Aluminium kostet 1.760 USD und Zink handelt bei rund 2.300 USD. Nachdem in den letzten Tagen der Gesundheitszustand von Trump auch im Kupferhandel offenbar eine große Rolle gespielt hat, schauen die Marktteilnehmer nun wieder verstärkt auf die fundamentale Situation. Und da richtet sich deren Blick einmal mehr nach Chile. Denn dort könnte in zwei Kupferminen demnächst gestreikt werden. Sowohl der Betreiber der „Escondida“-Mine als auch der Betreiber der „Candelaria“-Mine befindet sich in Schlichtungsgesprächen mit Gewerkschaften. Letztere hatten Lohnangebote der Arbeitgeber jüngst abgelehnt. Die Streiks könnten frühestens am Donnerstag („Escondida“) bzw. Mittwoch („Candelaria“) beginnen. Die Schlichtungszeit kann aber auch verlängert werden. In der „Escondida“-Mine betreffen die Tarifverhandlungen nur eine kleine Gruppe von Arbeitern, so dass davon ausgegangen wird, dass die Produktion in der weltgrößten Kupfermine (knapp 1,2 Mio. Tonnen Produktion p.a.) nicht zum Erliegen kommt, sondern „nur“ verlangsamt wird. „Candelaria“ ist eine eher kleinere Kupfermine mit einer prognostizierten Produktion von rund 150 Tsd. Tonnen in diesem Jahr.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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