Rohstoffe

Rohstoffmärkte: Eingeschränktes Angebot sorgt für Unruhe

Energie: Angebotssorgen lassen Ölpreise weiter steigen

Der Brentölpreis steigt am Morgen auf 83 USD je Barrel und erreicht damit das höchste Niveau seit dem durch das erstmalige Auftreten der Omikron-Variante Ende November verursachten Preisrutsch. WTI stieg erstmalig seit Mitte November über die Marke von 80 USD. Die Sorgen vor einem massiven Einbruch der Ölnachfrage sind gewichen, seit sich abzeichnet, dass Omikron mildere Krankheitsverläufe zur Folge hat als vorherige Virusvarianten und damit massive Mobilitätseinschränkungen nicht zu erwarten sind. Möglicherweise auch deshalb hat Saudi-Arabien seine offiziellen Verkaufspreise für Februar weniger stark reduziert als erwartet. Wichtiger für den jüngsten Preisanstieg sind aber Angebotssorgen. Die Unruhen in Kasachstan haben Befürchtungen geschürt, die dortige Ölproduktion könnte ebenfalls davon beeinträchtigt sein. Und tatsächlich wurde die Produktion im größten Ölfeld des Landes gestern angepasst, wie der Betreiber mitteilte. Über das Ausmaß gab es keine Angaben. Kasachstan produziert knapp 1,7 Millionen Barrel Rohöl pro Tag und gehört damit zu den größeren Produzentenländern innerhalb der OPEC+. Auch in einem weiteren Land des erweiterten Produktionskartells gibt es Probleme: In Libyen ist die Ölproduktion laut der staatlichen Ölgesellschaft NOC zuletzt auf 729 Tausend Barrel pro Tag gefallen. Zuvor lag die Fördermenge noch bei rund 1,1 Millionen Barrel pro Tag. Als Grund für den Rückgang werden Wartungsarbeiten an den Pipelines genannt, die inzwischen abgeschlossen sein sollen. Entsprechend dürfte die Ölproduktion schon in Kürze wieder steigen. Die Produktionsumfrage von Reuters bestätigte zudem, dass die OPEC im Dezember die Ölproduktion deutlich weniger gesteigert hat als vereinbart. Demnach lag die Fördermenge der zehn am Kürzungsabkommen beteiligten Länder nur 150 Tausend Barrel pro Tag höher als im Vormonat. Möglich wäre eine Produktionssteigerung um gut 250 Tausend Barrel pro Tag gewesen. Zudem lag die Produktionsmenge 650 Tausend Barrel pro Tag unter dem vereinbarten Niveau. Dies zeigt, dass es der OPEC schwerfällt, die vereinbarten Produktionserhöhungen auch umzusetzen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold unter Druck, Silber verliert überproportional

Der Goldpreis ist im Nachgang des Fed-Sitzungsprotokolls gestern um 1% gefallen und deutlich unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze gerutscht. Grund hierfür waren wohl insbesondere die weiter gestiegenen Anleiherenditen. Deswegen sind auch die Realzinsen weiter gestiegen: Unter Berücksichtigung der marktbasierten Inflationserwartungen liegen die Realzinsen in den USA jetzt bei -0,8%, was dem höchsten Wert seit letztem Juni entspricht. Gold als zinslose Anlagealternative wird dadurch unattraktiver. Allerdings war in den ersten Handelstagen des neuen Jahres bei den ETF-Anlegern Kaufinteresse zu beobachten: Seit Jahresbeginn wurden in den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs knapp sieben Tonnen Zuflüsse gemeldet. Im letzten Jahr standen noch Abflüsse von fast 290 Tonnen zu Buche. Diese entfielen zu zwei Drittel auf den SPDR Gold Trust in den USA. Andernorts waren Gold-ETFs dagegen gefragt, wie zum Beispiel in Deutschland. Wie die Deutsche Börse vorgestern berichtete, hat Xetra-Gold im letzten Jahr Zuflüsse von 20,7 Tonnen verzeichnet. Deren Angaben zufolge ist Xetra-Gold mit einem Bestand von 237,6 Tonnen damit das größte physisch hinterlegte Gold-Wertpapier in Europa. Silber ist gestern deutlich stärker gefallen als Gold. Zwischenzeitlich standen Verluste von über 3% zu Buche. Es handelt nur noch bei 22 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis ist auf 81 gestiegen, was die Schwäche von Silber unterstreicht. Heute Vormittag liegt der Fokus der Marktteilnehmer wohl auf den Inflationsdaten für die Eurozone. Am Nachmittag richtet sich der Blick dann in die USA, wo die offiziellen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. In welche Richtung sich Gold bewegt, hängt wohl stark von der Reaktion des US-Dollar ab. Wie am Mittwoch nach den ADP-Daten zu sehen war, muss ein guter Arbeitsmarktbericht nicht zwangsweise negativ für Gold sein.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
SF5DDSLongSilver FutureFaktor: 3
SF5DDHShortSilver FutureFaktor: -3
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Hin und Her bei Kupfer & Co.

Die meisten Metallpreise sind gestern wohl noch unter dem Eindruck des falkenhaften Fed-Sitzungsprotokolls merklich gefallen. Größter Verlierer war Kupfer mit einem Minus von zeitweise über 2%. Zwischenzeitlich rutschte es unter 9.500 USD je Tonne. Dadurch hat sich das charttechnische Bild eingetrübt. Fundamentaldaten, die auf ein verhaltenes Angebot hindeuteten, haben dem Preis keinen Auftrieb gegeben. So ist die Erholung der peruanischen Kupferproduktion ins Stocken geraten. Wie das Energie- und Bergbauministerium bekannt gab, wurde im November 5,6% weniger Kupfer produziert als im Vorjahr und 9,1% weniger als im Vormonat. Gründe für den Rückgang nannte das Ministerium nicht. Nach elf Monaten lag die Kupferproduktion in Peru immerhin über dem coronabedingt schwachen Vorjahresniveau. Sie blieb allerdings unter dem Vorkrisenniveau. Peru ist hinter Chile der weltweit zweitgrößte Kupferminenproduzent. Ende letzter Woche hatte bereits das nationale Statistikinstitut Chiles für November einen Rückgang der Kupferproduktion gegenüber Vorjahr berichtet (-1,6%). Im Gegensatz zu Peru lag die chilenische Kupferproduktion nach elf Monaten auch unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Nickel war Kupfer gestern dicht auf den Fersen, hat sich aber über der Marke von 20.000 USD je Tonne gehalten, über die es kurz vor Weihnachten gestiegen war. Im späten Handel haben die Metalle ihre Verluste eingedämmt und legen heute Morgen weiter zu. Kupfer steigt wieder auf 9.600 USD. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg spielen hier die Unruhen in Kasachstan eine Rolle. Das Land steht zwar gemäß Daten von WBMS für über 3% der globalen Kupferminenproduktion, die Produktion scheint von den Protesten bislang aber nicht betroffen zu sein und in den letzten Tagen haben die Unruhen keine Rolle am Kupfermarkt gespielt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!