Rohstoffe

Rohstoffmärkte außer Rand und Band

Energie: Euphorie am Ölmarkt hält an

Die Ölpreise sind gestern den siebten Tag in Folge gestiegen: Brentöl kletterte erstmals seit über zwölf Monaten auf 61,3 USD, WTI-Öl auf 58,6 USD je Barrel. Damit sind die Ölpreise seit Anfang November bereits um über 60% gestiegen und haben sämtliche Verluste seit den Streitigkeiten innerhalb der OPEC+ auf der einen und der Corona-Pandemie auf der anderen Seite komplett wettgemacht. Für den berechtigten Optimismus auf der Angebotsseite ist hauptsächlich eine gut koordinierte und umgesetzte Strategie der freiwilligen Produktionskürzungen seitens der OPEC+ verantwortlich. Daneben ist die Reaktion außerhalb der OPEC+ nur verhalten, allen voran die der US-Schieferölindustrie. Laut EIA soll die US-Ölproduktion in diesem Jahr durchschnittlich 11 Mio. Barrel und im nächsten Jahr 11,5 Mio. Barrel täglich betragen, was noch weit vom 2019er Niveau von 12,2 Mio. Barrel täglich entfernt wäre. Auf der Nachfrageseite ist neben dem Konjunkturoptimismus vor allem die anhaltende Nachfragestärke in China, dem zweitgrößten Verbrauchsland und dem mittlerweile weltgrößten Ölimporteur, zu nennen. Das Reich der Mitte hat die Pandemie und ihre Folgen schon längst überwunden, wobei die Wirtschaft weiterhin dynamisch wächst und die Autoverkäufe schon seit Monaten zweistellig steigen. Preisstützende Signale kommen auch von den Lagerdaten aus den USA. Diese werden im Gegensatz zu den meisten anderen fundamentalen Daten jede Woche berichtet und erlauben damit kurzfristigere Einschätzungen der Angebots-Nachfrage-Situation. Laut den gestrigen API-Daten sind die US-Rohölvorräte letzte Woche um 3,5 Mio. Barrel und die Destillatebestände um rund 0,5 Mio. Barrel zurückgegangen, während die Vorräte für Benzin um 4,8 Mio. Barrel gestiegen sind. Der Bloomberg-Konsens rechnet für die heutigen offiziellen DOE-Zahlen mit einem geringeren Abbau der Rohölvorräte um lediglich rund 200 Tsd. Barrel. Allerdings erwartet der Konsens auch einen deutlich geringeren Aufbau bei Benzin und einen Rückgang der Destillatebestände um rund 1,5 Mio. Barrel.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin tritt aus dem Schatten von Gold

Gold steigt unterstützt durch einen schwächeren US-Dollar auf 1.845 USD je Feinunze. Große Überzeugung für weitere Gewinne scheint am Markt aber nicht zu bestehen. Nur so lässt sich erklären, dass die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs auch gestern Abflüsse von mehr als sechs Tonnen verzeichneten. In den letzten drei Handelstagen summieren sich die Abflüsse damit auf ca. 15 Tonnen. Somit sind alle Zuflüsse in diesem Jahr nicht nur aufgezehrt. Seit Jahresbeginn sind die ETF-Bestände per Saldo inzwischen sogar um acht Tonnen gefallen. Ohne eine Rückkehr der ETF-Anleger wird es Gold allerdings schwer fallen, nennenswert zu steigen. Deutlich in den Schatten gestellt wird Gold derzeit von Platin, das sich heute erstmals seit sechs Jahren auf mehr als 1.200 USD je Feinunze verteuert hat. Die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin hat sich im Zuge dessen auf 630 USD je Feinunze verringert. Anfang November kostete Gold noch über 1.000 USD mehr als Platin. Im Gegensatz zu Gold verzeichnet Platin ETF-Zuflüsse. In den letzten drei Handelstagen waren es 15 Tsd. Unzen, seit Jahresbeginn bereits 54 Tsd. Unzen. Deutlicher kann der Unterschied auch hier kaum sein.

Positive Aussichten für die Silbernachfrage

Das Silver Institute äußerte sich heute sehr optimistisch zur Silbernachfrage in diesem Jahr. Diese soll angeführt durch die Industrienachfrage und die physische Investmentnachfrage um 11% auf ein 8-Jahreshoch von 1.025 Mio. Unzen steigen. Die Industrienachfrage soll angetrieben durch elektrische und elektronische Anwendungen um 9% auf 510 Mio. Unzen steigen, die physische Investmentnachfrage ein 6-Jahreshoch von 257 Mio. Unzen erreichen. Die massiven Zuflüsse in die Silber-ETFs Anfang Februar sind darin nicht enthalten, da diese nicht zur physischen Investmentnachfrage zählen. Allerdings ist rund ein Drittel dieser Zuflüsse von knapp 3.500 Tonnen inzwischen bereits wieder abgeflossen. Die Silberminenproduktion soll die Corona-bedingten Verluste des Vorjahres wettmachen und auf ein 5-Jahreshoch von 866 Mio. Unzen steigen. Das Angebot aus Altsilber soll auch wegen der stärkeren Preise das fünfte Jahr in Folge zunehmen. Die höhere Nachfrage kann zwar nicht verhindern, dass der physische Silbermarkt (d.h. ohne ETFs) einen Angebotsüberschuss aufweist. Dieser soll aber der niedrigste seit dem letzten Defizit vor sechs Jahren sein.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilber FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilber FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Eisenerz nimmt an der Rally der Metallpreise teil

Gestern hat vor allem der schwache US-Dollar den Metallpreisen weiteren Auftrieb gegeben. Der LME-Industriemetallindex ist auf ein neues 8-Jahreshoch gestiegen. Der Aufwärtstrend setzt sich heute Morgen fort, nahezu alle Metalle legen teilweise deutlich zu. Dabei werden sie durch freundliche asiatische Aktienmärkte unterstützt. Kupfer springt auf 8.300 USD je Tonne und markiert damit ein Mehrjahreshoch. Nickel hat ein solches mit über 18.500 USD je Tonne ebenfalls erreicht. Aluminium steht kurz vor einem neuen Höchststand. Ein weiterer Industrierohstoff, der zuletzt ebenfalls wieder gestiegen ist, ist Eisenerz. Es handelt wieder bei 160 USD je Tonne. Gestern hat der Hafenbetreiber von Port Hedland in Australien, dem weltgrößten Verladehafen für Eisenerz, für Januar einen Rückgang der Exporte gegenüber Dezember um gut 9% gemeldet. Hierfür waren Arbeitsunterbrechungen wegen schlechten Wetters verantwortlich. Die berichteten 42,2 Mio. Tonnen lagen aber gut 4% über Vorjahr und stellen einen Rekordwert für den Monat Januar dar. Wie gewöhnlich wurde mehr als 80% der Menge nach China verschifft. Dies deutet auf eine anhaltend hohe Nachfrage der chinesischen Stahlproduzenten nach Eisenerz hin. Der Verband der chinesischen Eisen- und Stahlproduzenten (CISA) hat kürzlich für Januar von einer deutlich höheren Stahlproduktion Chinas als im Vorjahr berichtet, auch wenn die Dynamik gegen Monatsende nachgelassen habe. Hierbei haben laut CISA das bevorstehende Neujahrsfest, schwache Gewinnmargen, eine nachlassende Endabnehmernachfrage und gestiegene Lagerbestände eine Rolle gespielt. Das Nationale Statistikbüro veröffentlicht erst am 15. März wieder Daten zur chinesischen Stahlproduktion. Die chinesischen Handelsstatistiken für Januar und Februar werden von der Zollbehörde am 7. März veröffentlicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongKupfer FutureFaktor: 5
SB3T94ShortKupfer FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!