Rohstoffe

Rohstoffmärkte auf der Suche nach Orientierung

Energie: Ölpreise auf Richtungssuche

Die Ölpreise bleiben vorerst ein Spielball externer Faktoren wie dem US-Dollar und der Finanzmärkte. Die Rückkehr der Risikoaversion und der festere US-Dollar haben also die Ölpreise belastet. Von der fundamentalen Front gibt es dagegen keine klaren Signale. Während die meisten OPEC-Länder ihre Produktion weiterhin freiwillig reduzieren und der Irak sogar zusätzliche Kürzungen vornimmt, will der Iran seine Produktion massiv steigern. Nach Aussage des iranischen Ölministers sind die Exporte von Ölprodukten zuletzt sogar auf ein Rekordhoch gestiegen. Dies ist auch verständlich, denn die Ölexporte unterliegen US-Sanktionen, wohingegen die Rohölsorten von Raffinerien eindeutig identifiziert werden können. Die Ölprodukte dagegen können auch an kleinere Händler, Industrie- und Privatkunden verkauft werden, die nicht den Zorn der US-Justiz befürchten müssen. Laut den Sicherheitsberatern des neuen US-Präsidenten ist auch mit Joe Biden im Weißen Haus eine schnelle Einigung im Atomstreit mit dem Iran und eine darauf folgende Aufhebung der Sanktionen und die Rückkehr der offiziellen Exporte unwahrscheinlich. Diese dürften also zumindest kurz- bis mittelfristig die Ölpreise nicht weiter belasten.

Fundamentalfaktoren bremsen CO2-Preisrally aus

Der Anlauf der CO2-Preise auf die Marke von 35 EUR je Tonne ist wieder gescheitert. Die erneut gestiegenen Gaspreise und das kalte Wetter dürften dazu beigetragen haben. Gegenwind gab aber auch die gemeinsame Analyse von Agora Energiewende und der britischen Denkfabrik Ember, die gestern veröffentlicht wurde: Ihr zufolge überstieg im vergangenen Jahr der Anteil der erneuerbaren Energien am europäischen Strommix mit 38% erstmals den Anteil der fossilen Brennstoffe. Kohlestrom brach um 20% gegenüber Vorjahr ein. Das bremst den Bedarf an Emissionsrechten. Und der nächste Belastungstest für den EU-Emissionshandel steht bereits vor der Tür: Ende der Woche findet die erste Auktion für die vierte Handelsperiode statt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold vor Fed-Sitzung kaum bewegt

Gold, Silber & Co. kommen im Vorfeld der heute beginnenden zweitägigen Fed-Sitzung nicht vom Fleck. Sie werden dabei wohl vom US-Dollar in Schach gehalten, der leicht aufwertet. Der gestrige Rutsch der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen gibt hingegen keinen Auftrieb. Heute Morgen handelt Gold bei rund 1.850 USD je Feinunze, Silber kostet gut 25 USD je Feinunze. Gold und Silber halten sich beide noch über charttechnisch wichtigen Marken – bei Gold hält bislang die 200-Tage-Linie, bei Silber die 100-Tage-Linie. Ein nachhaltiger Rutsch darunter könnte allerdings zu technischen Anschlussverkäufen führen. Gold fehlt aktuell zudem die Unterstützung der Finanzinvestoren. Die ETF-Bestände verändern sich seit Tagen kaum, das heißt die Anleger stehen an der Seitenlinie und warten auf neue Impulse. Dies kann man aber auch positiv sehen: Trotz des Preisrückgangs von Gold in diesem Jahr halten sie Gold die Treue. Ob es diese Woche neue Impulse gibt, ist unseres Erachtens fraglich. Die Hongkonger Statistikbehörde veröffentlicht zwar heute ihre Handelsdaten für Dezember, die Schweiz folgt am Donnerstag. Die Daten dürften aber zeigen, dass China wohl weiter kaum Gold importiert hat. Dies wird die Anleger wohl nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Recht volatil geht es derzeit bei Platin zu. Das industrielle Edelmetall fällt heute Morgen um 1,5% und ist damit der größte Verlierer im Edelmetallbereich. Mit 1.080 USD je Feinunze ist es aber nicht weit von seinem letzte Woche erreichten 4½-Jahreshoch entfernt. Die Preisdifferenz zu Gold hat sich in den letzten Tagen wieder etwas auf 770 USD je Feinunze ausgeweitet. Das Anlegerinteresse an Platin ist weiterhin hoch, wie die ETF-Zuflüsse in diesem Jahr zeigen: Seit Jahresbeginn wurden die Bestände der Platin-ETFs um fast 60 Tsd. Unzen bzw. 1,5% aufgestockt. Ende letzter Woche hatten sie ein Rekordniveau erreicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Konsolidierung auf hohem Niveau

Die chinesische Zentralbank hat letzte Nacht etwas unerwartet dem Finanzsystem Geld entzogen. Damit reagiert sie auf zunehmende Risiken im Finanzsystem. Ein Berater sprach sogar von Blasen-Risiken wie zum Beispiel im Immobiliensektor. Die Aktion der Zentralbank führt zu einer höheren Risikoaversion unter den Marktteilnehmern, die sich in schwachen asiatischen Aktienmärkten widerspiegelt. Sie bremst auch die meisten Industriemetalle heute Morgen zunächst aus. Bis auf Zinn und Blei konsolidieren die Metalle auf hohem Niveau. Die beiden zuvor genannten Metalle legen dagegen weiter zu: Zinn steigt auf ein neues Mehrjahreshoch, Blei nähert sich wieder seinem Hoch von Ende November. Offenbar wird in dem beliebten „pair trade“ Zink/Blei aktuell Blei bevorzugt. Denn während Blei in den letzten Wochen gestiegen ist, ist Zink gefallen. Die Preisdifferenz zwischen diesen beiden Metallen ist auf 615 USD je Tonne geschrumpft, den niedrigsten Wert seit gut drei Monaten. Wie Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigen, die sich auf das Nationale Statistikbüro in China beruft, ist die chinesische Zinkproduktion im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch von 6,4 Mio. Tonnen gestiegen (+3% gegenüber Vorjahr). Wesentlich stärker wurde die Bleiproduktion ausgeweitet, und zwar um 11% auf ein Allzeithoch von ebenfalls 6,4 Mio. Tonnen. Den dritten Rekordwert im Bunde hat die Kupferproduktion markiert: Sie legte im Jahresvergleich um 2,5% auf 10 Mio. Tonnen zu. Die chinesischen Schmelzen haben gerade gegen Jahresende ihre Produktion ausgeweitet, wohl auch um noch Quoten zu erfüllen. Hinzu kamen neue Schmelzkapazitäten. Wegen des bevorstehenden chinesischen Neujahrsfestes dürften kurzfristig weniger Metalle produziert werden. Denn rund um Neujahr (12. Februar) ruhen die Wirtschaftsaktivitäten in China und die Schmelzen fahren für gewöhnlich im Vorfeld ihre Produktion herunter.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!