Rohstoffe

Rohstoffe: US-Inflationsdaten lassen Gold abstürzen

Die Chancen für eine Verschnaufpause am Ölmarkt sind gut, wenn weder die Fed noch Chinas Regierung zu unerwartet harten Maßnahmen greifen. An den Metallmärkten geben die Marktbilanzdaten Aufschluss darüber, welche Folgen die Energiekosten auf der Produktionsseite haben. Eine stärker fallende Produktion dürfte vor allem den Zinkpreis stützen. Am Goldmarkt dürfte eine Zinsanhebung der Fed um 75 Basispunkte durchgewunken werden.

Wochenausblick: Harte Fakten für Metalle

Der Preis für ein Barrel Brentöl hat sich nach dem Rutsch unter 90 USD wieder auf 95 USD erholt. Geholfen haben die westlichen Regierungen, die sich bezüglich einer schnellen Wiederaufnahme des Atomabkommens mit dem Iran skeptisch zeigten. Zudem stuften die großen Energieagenturen ihre Nachfrageprognose kaum zurück. Kurzfristig dürfte der Preis bei 95 USD verharren, was die OPEC+ wohl von Produktionskürzungen abhalten würde. Niedriger Preise sind wohl nur zu erwarten, wenn die Fed die Zinsen noch stärker anhebt oder es zu neuerlichen Anti-Corona-Maßnahmen in China kommt, wodurch die Nachfrage in einem der beiden wichtigsten Verbrauchmärkte abgebremst würde.

An den Metallmärkten schaut man auf die neuen Marktdaten der International Study Groups und des World Bureau of Metal Statistics. Am Aluminium- und am Zinkmarkt ist von besonderem Interesse, wie stark die Produktionsausfälle zu Buche schlagen. Die IAI-Daten dürften zeigen, wie stark die Aluminium-Produktion in Europa wegen der hohen Energiekosten gefallen ist. Erste Zahlen aus China zeigten, dass die Aluminium-Produktion zumindest dort trotz hitzebedingter Stromrationierungen stark blieb (siehe unten). Auch am Zinkmarkt ist das Angebot laut ILZSG deutlich gefallen. Bisher hatte dies die ebenfalls geschrumpfte Zinknachfrage ausgeglichen, sodass der Markt bislang weiter überversorgt war. Nun droht die Versorgungslage sich jedoch zu verschlechtern, was den Zinkpreis stützt.

Am Goldmarkt richtet sich der Blick kommende Woche auf die FOMC-Sitzung. Die höher als erwarteten US-Inflationsdaten hatten den Goldpreis im Zuge der anziehenden Zinserhöhungsspekulationen unter die Marke von 1700 USD die Feinunze stürzen lassen. Erhöht die Fed ihre Zinsen um mehr als 75 Basispunkte, droht ein weiteres Abrutschen. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, wie schnell die Notenbank kurzfristig ihre Zinsen erhöht, sondern auch darauf, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie bei einem hohen Zinsniveau bleibt. Sollte der Markt im Zuge der Sitzung kurzfristig höhere Zinsen einpreisen, aber dafür Zinssenkungen aufgrund von Rezessionsängsten kommendes Jahr vorziehen, dürfte der Goldpreis weniger stark leiden. Mittelfristig sehen wir weiterhin Erholungspotenzial, da wir davon ausgehen, dass die Fed nächstes Jahr ihre Zinsen als Reaktion auf eine schrumpfende Wirtschaft wieder leicht senken wird.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent FutureFaktor: 5
SH310QShortOil Brent FutureFaktor: -5
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
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Energie

  • Am Ölmarkt hatten die meisten Nachrichten der Woche nur eine geringe Halbwertzeit: Spekulationen über ein baldiges Wiederauffüllen der Strategischen Reserven in den USA ab einem Preis von 80 USD wurde seitens der US-Energieministeriums schnell der Wind aus den Segeln genommen. Auch der drohende Bahnstreik im US-Güterverkehr, der auch am Ölmarkt für Unruhe gesorgt hatte, ist vorerst abgewendet. Es bleiben die neuen Prognosen von OPEC und IEA, die aber letztlich größtenteils eine Bestätigung der alten waren und damit auch keine Neueinschätzung am Markt erforderten. Die IEA erachtet den Ölmarkt in der zweiten Jahreshälfte als überversorgt an: Das Angebot soll die Nachfrage um knapp 1 Mio. Barrel pro Tag übersteigen. Hinzu kommen laut IEA im September und Oktober nochmal ca. 52 Mio. Barrel aus den Strategischen Reserven. Damit bleiben unseres Erachtens die Risiken für den Rohölpreis auf mittlere Sicht eher auf der unteren Seite.
  • Kräftig ins Rutschen geriet in dieser Woche der Gasölpreis: Er brach von 1.100 USD je Tonne auf zwischenzeitlich 911 USD ein. Nicht nur, dass die Nachfrage nach Mitteldestillaten in den USA in der letzten Berichtswoche deutlich gefallen war und infolgedessen die Destillate-Vorräte kräftig gestiegen sind. Gegen den Saisontrend haben sie um 4,2 Mio. Barrel zugelegt und damit den Abstand zur üblichen Vorratshaltung auf 20% verkürzt. Hinzu kommen Meldungen aus China, dass die Regierung die Exportquoten für Ölprodukte erhöhen könnte. Die Raffinerien haben sich um eine zusätzliche Exportquote für 15 Mio. Tonnen beworben und verweisen auf die geringe Auslastung der Kapazitäten. Würde dem stattgegeben, würden in den kommenden drei Monaten Ölprodukte in Höhe von mindestens 5 Mio. Tonnen monatlich exportiert werden können, verglichen mit knapp 2 Mio. Tonnen in den ersten sieben Monaten des Jahres. Die heute veröffentlichten Industrieproduktionszahlen bestätigen die bislang eher schwache Raffinerieverabeitung in China: Im August zog die Verarbeitung im Vormonatsvergleich zwar leicht von 53,2 im Juli auf 53,66 Mio Tonnen an. Sie blieb damit aber 6,5% hinter dem Vorjahr zurück; von Januar bis August lag sie 6,3% unter Vorjahr.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7VLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 5
SH3QBCShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -5
SH2SLDLongNatural Gas FutureFaktor: 5
SN5C7HShortNatural Gas FutureFaktor: -5
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Edelmetalle

  • Der Goldpreis stürzte unmittelbar nach den überraschenden US-Inflationsdaten um gut 2% ab und handelt mittlerweile deutlich unter der Marke von 1700 USD je Feinunze. Die US-Inflation fiel im August weniger stark als erwartet auf 8,3% von 8,5%. Darüber hinaus lag auch die Kernteuerungsrate 0,2 Prozentpunkte über den Erwartungen. Die hartnäckig hohe Teuerung hat Erwartungen aggressiverer Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank Fed geschürt. Für die Sitzung kommende Woche sieht der Markt mittlerweile sogar eine kleine Chance für einen Schritt von bis zu 100 Basispunkten. Ein Schritt von 75 Basispunkten ist derweil voll eingepreist.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SN4ZYVLongGold FutureFaktor: 10
SH2G4PShortGold FutureFaktor: -10
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Industriemetalle

  • Der LMEX-Index notiert seit Anfang der Woche etwas niedriger, was auf den Anstieg der kurzfristigen US-Zinserhöhungserwartungen, der wiederum US-Rezessionsängste hat aufleben lassen, zurückzuführen ist. Ermutigende Nachrichten aus China dürften jedoch einen stärkeren Einbruch verhindert haben. Die Stadt Chengdu hat Lockerungen der vor zwei Wochen eingeführten Lockdown-Regelungen angekündigt. Auch wenn die Regierung in Peking grundsätzlich an ihrer Null-Covid-Strategie festhält, gilt, sofern die Abriegelungen im Ausmaß geringer bleiben, als dies in Shanghai im Frühjahr der Fall war, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen und damit auch die Belastung für die Metallmärkte weit weniger stark ausfallen.
  • Ebenfalls positiv für die Metallmärkte waren die neusten Wirtschaftsdaten aus China. Sowohl die Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze als auch Anlageinvestitionen fielen im August stärker aus als erwartet, wobei das Wachstum in der Industrie insbesondere durch eine aufgrund der Hitzewelle erhöhte Stromproduktion getrieben wurde, die wohl kaum nachhaltig sein dürfte. Besonders überraschend war die starke Aluminiumproduktion, die auf ein neues Rekordhoch von 3,5 Millionen Tonnen kletterte und somit den Produktionsausfällen in einigen Regionen trotzte. Zum Vormonat stand ein Plus von 2% zu Buche. Vor diesem Hintergrund stehen die Chancen gut, dass der globale Aluminiummarkt trotz der Produktionsausfälle insbesondere in Europa weiterhin gut versorgt bleibt. Das aufgrund der Stromknappheit bedingte Runterfahren der Metallproduktion machte sich jedoch bei der Kupferproduktion bemerkbar, die gegenüber dem Vormonat um fast 7% rückläufig war. Der Kupferpreis dürfte daher besonders stark von den chinesischen Zahlen profitieren.
  • In Chile droht zudem weiterhin ein Streik in der weltgrößten Kupfermine Escondida, nachdem die dortige Arbeitsaufsichtsbehörde eine Anfrage, als Vermittler zu agieren, abgelehnt hat. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass sich der Konflikt um Rechtsverstöße drehen würde, die zunächst untersucht werden müssten. Das Minenunternehmen weist derweil weiterhin Vorwürfe der Gewerkschaft hinsichtlich Sicherheitsbedenken ab. Ein Streik der Gewerkschaft erscheint vor diesem Hintergrund zunehmend wahrscheinlich und könnte dem Kupferpreis zumindest kurzzeitig Auftrieb verleihen.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
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SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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