Rohstoffe

Rohstoffe: US-Inflationsdaten im Fokus von Gold

Energie: Ölpreise steigen weiter, OPEC optimistisch für Ölnachfrage

Die Ölpreise schlossen gestern auf den höchsten Niveaus seit sechs Wochen und legen am Morgen weiter zu. Brent übertrifft 74 USD je Barrel, WTI erreicht 71 USD je Barrel. Weiterhin sind die beträchtlichen Produktionsausfälle im Golf von Mexiko ein preistreibender Faktor. Zwei Wochen nach Hurrikan Ida waren gestern laut der zuständigen US-Behörde BSEE noch immer knapp 800 Tsd. Barrel pro Tag bzw. 44% der dortigen US-Ölproduktion außer Betrieb. Zudem ist heute Morgen ein weiterer Hurrikan an der Golfküste von Texas an Land gegangen. Zu den Auswirkungen dieses Hurrikans auf die Ölinfrastruktur gibt es bislang noch keine Angaben. Er scheint aber weitaus weniger dramatisch als Ida vor gut zwei Wochen zu sein. Ebenfalls für Preisunterstützung sorgte gestern die OPEC mit ihrem Monatsbericht. Denn entgegen anderslautender Meldungen vom Freitag revidierte sie ihre Nachfrageprognose für 2022 nicht nach unten, sondern bestätigte die optimistische Einschätzung des Gemeinsamen Technischen Komitees (JTC) der OPEC+ vor zwei Wochen, das einen Nachfrageanstieg um 4,2 Mio. Barrel pro Tag prognostizierte. Die OPEC sieht daraufhin einen deutlich höheren Bedarf an OPEC-Öl im Vergleich zur Prognose vor einem Monat. Dieser soll im nächsten Jahr auf 28,7 Mio. Barrel pro Tag steigen, was neben der höheren Nachfrage auch an einem etwas geringer als zuvor erwarteten Nicht-OPEC-Angebot liegt. Ausgehend von der aktuellen Produktionsmenge müsste die OPEC ihr Angebot somit um knapp 2 Mio. Barrel pro Tag erhöhen, damit der Ölmarkt im nächsten Jahr angemessen versorgt ist. Dies wird durch die geplante graduelle Erhöhung der Ölproduktion in den kommenden Monaten auch geschehen. Auch die US-Schieferölproduktion legt weiter zu. Die US-Energiebehörde rechnet für Oktober mit einem Anstieg um 66 Tsd. auf 8,1 Mio. Barrel pro Tag, das höchste Niveau seit 18 Monaten. Das Wachstum wird nach wie vor vom größten Schieferölvorkommen Permian Basin getrieben, wo die Produktion um 53 Tsd. Barrel pro Tag steigen und mit 4,8 Mio. Barrel pro Tag das höchste Niveau seit März 2020 erreichen soll.

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SB3T46LongOil Brent Future Faktor: 2
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SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: US-Inflationsdaten im Fokus von Gold, Palladium rutscht weiter ab

Gold macht kaum Boden gut und handelt bei rund 1.790 USD je Feinunze. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs haben gestern immerhin den höchsten Tageszufluss seit Ende Juli verzeichnet (2,8 Tonnen). Dies deutet doch auf ein gewisses Kaufinteresse bei Preisen unterhalb von 1.800 USD hin. Heute stehen am Goldmarkt wohl die US-Inflationsdaten im Fokus. Die Inflationsrate dürfte im August nur unwesentlich unter dem hohen Juli-Niveau gelegen haben. Dies sollte unseres Erachtens Gold zugute kommen, da die Realrendite somit klar negativ bleibt. Ob der Goldpreis davon heute profitieren kann, ist allerdings fraglich. Denn es kommt unserer Meinung nach auf die US-Notenbank Fed an, wie sie die Inflationszahlen interpretiert. Bislang ist sie der Ansicht – wie übrigens auch unsere Volkswirte –, dass die hohe Inflation nur temporär ist und im nächsten Jahr wieder deutlich niedriger sein wird. Die heutigen Daten dürften aber zumindest untermauern, dass die Fed noch in diesem Jahr eine Reduzierung ihrer Anleihekäufe (sog. Tapering) ankündigen wird. Auf der Sitzung nächste Woche (21./22. September) halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich.

Palladium steht weiter unter Druck und ist gestern um über 2% unter 2.100 USD je Feinunze gefallen. Seit Monatsbeginn ist der Preis mittlerweile um 15% abgesackt. Das Minus seit dem Rekordhoch Anfang Mai (3.019 USD) beträgt jetzt 30%. Offenbar macht sich im Palladiumpreis die Chip-Knappheit und die dadurch bedingt niedrigere Produktion in der Automobilindustrie bemerkbar. Denn diese sollte zu einer geringeren Nachfrage nach Palladium führen. Wir hatten gestern an dieser Stelle auf den vom Brancheninformationsdienst LMC Automotive geschätzten Produktionsverlust in diesem Jahr hingewiesen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33LongGold Future Faktor: 7
SD3YJPShortGold Future Faktor: -7
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Gewinnmitnahmen lasten auf Preisen, Zinn trotzt dem Trend

Die Stimmung an den Metallmärkten hat sich gestern im Tagesverlauf deutlich eingetrübt. Im Laufe des Nachmittags wurde der gesamte Sektor „rot“. Mit einem Minus von zeitweise 4% auf rund 19.600 USD je Tonne war Nickel der größte Verlierer unter den Industriemetallen. Selbst Aluminium ist von seinem Mehrjahreshoch am Morgen spürbar zurückgekommen und zwischenzeitlich um etwa 120 USD gefallen. Mit unter 2.900 USD je Tonne handelt es aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Wir führen die Korrektur gestern auf Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg in der letzten Woche zurück. Zwar war der US-Dollar zeitweise fester, sonst gab es aber keinen erkennbaren spezifischen Auslöser. Die Aktienmärkte zeigten sich freundlich, was den generell hohen Risikoappetit an den Finanzmärkten unterstreicht. Zinn hat gestern gegen den Trend leicht zugelegt. Mit rund 33.500 USD je Tonne handelt es wie alle anderen Metalle auf einem unseres Erachtens sehr hohen Niveau und nur etwa 2.500 USD unter seinem Rekordhoch von Mitte August. Die Terminkurve ist noch in ausgeprägter Backwardation – wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch vor wenigen Monaten – und der Spread zwischen dem Kassa-Preis und dem 3-Monats-Forward hat sich in den letzten Tagen wieder deutlich ausgeweitet (aktuell 750 USD). Dies deutet auf einen angespannten Markt hin. Allerdings hat Indonesien, der weltweit größte Zinnexporteur, auch im August viel Zinn ausgeführt. Gemäß Daten des Handelsministeriums wurde mit 7.500 Tonnen die größte Menge Zinn in einem Monat seit über zwei Jahren exportiert. Nach den ersten acht Monaten des Jahres liegen die Ausfuhren hochgerechnet über dem Zielwert für das Gesamtjahr. Zu den hohen Exporten dürfte der starke Preisanstieg von Zinn beigetragen haben.

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