Rohstoffe

Rohstoffe: Sorgen vor zweiter Welle nehmen zu

Energie: Kurz- und langfristige Risiken für den Ölpreis

Brent handelt weiter über 43 USD je Barrel, WTI bei knapp 41 USD. Die OPEC und ihre Verbündeten (OPEC+) haben sich in diesem Jahr unerwartet diszipliniert verhalten und eindrucksvoll demonstriert, dass sie noch immer in der Lage sind, den Markt und den Preis zumindest für einige Monate zu kontrollieren. Den Kampf gegen die Konkurrenz insbesondere aus den USA hat die OPEC+ also zumindest vorerst gewonnen. Doch nachdem sie am Mittwoch den langsamen Ausstieg aus den Produktionskürzungen eingeleitet hat, gibt die Allianz die Zügel teilweise aus der Hand und verlässt sich wieder mehr auf externe Faktoren. Auf der Nachfrageseite bestehen weiterhin Risiken, sowohl wegen möglicher erneuter Lockdowns als auch durch einen langsamer als erwarteten Nachfrageanstieg infolge der Rezession und verändertem Konsumverhalten. Die OPEC äußerte sich gestern explizit besorgt darüber, dass eine zweite Corona-Welle ihre Bemühungen zunichtemachen könnte, den Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie rechnet in diesem Fall mit einem Nachfragerückgang um 11 Mio. Barrel täglich in diesem Jahr und einem weiteren Anstieg der Lagerbestände, also fortgesetzten Angebotsüberschüssen in der zweiten Jahreshälfte. IEA, EIA und OPEC haben in ihren jüngsten Monatsberichten die Nachfrageschätzungen für das 3. Quartal bereits nach unten revidiert und erwarten im Durchschnitt eine um 7,5 Mio. Barrel täglich niedrigere Nachfrage als im Vorjahr. Außerdem dürfen die langfristigen politischen Pläne für nachhaltige Energie dies- und jenseits des Atlantiks nicht außer Acht gelassen werden. Am Dienstag hat der in den Umfragen deutlich führende US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, angekündigt, im Falle seiner Wahl in seiner vierjährigen Amtszeit zwei Billionen USD für die Klimapolitik und nachhaltige Energie (wohl zu Lasten der fossilen Energieträger) ausgeben zu wollen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL98SCCallOil Brent FutureHebel: 7,1
CL98R3PutOil Brent FutureHebel: 7,1
SB9B6HCallOil WTI Light FutureHebel: 7,0
CL9FZSPutOil WTI Light FutureHebel: 7,0
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: Scharfe (technische) Preiskorrektur bei CO2

Der CO2-Preis ist gestern um fast 8% auf 26,6 EUR je Tonne gefallen (Dezember 2020-Future). Noch am Mittwoch hatte der Preis einen erneuten Anlauf auf das Allzeithoch von 31 EUR je Tonne aus dem Jahr 2006 unternommen, der allerdings wie schon am Montag gescheitert war. Der vorherige Anstieg war aus unserer Sicht fundamental nicht zu erklären und rein technisch getrieben, weshalb wir mit der scharfen Preiskorrektur gerechnet haben. Zwar ist der kurzfristige Ausblick wegen der Rezession eingetrübt, langfristig erwarten wir jedoch steigende CO2-Preise.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3F6NLongICE ECX EUA FutureFaktor: 2
CJ3F6RShortICE ECX EUA FutureFaktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold handelt weiter um 1.800 USD-Marke

Gold geriet gestern Abend unter Druck und fiel kurzzeitig unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze. Auslöser war ein plötzlich steigender USD, der damit seine vorherigen Verluste vom Tage wettmachte. Der Preisrückgang löste jedoch abermals Kaufinteresse aus. Am Morgen handelt Gold wieder bei 1.800 USD. Die gestrige EZB-Sitzung brachte keinerlei Überraschungen und erwies sich somit als “Non-Event”. Auch die besser als erwarteten US-Einzelhandelsumsätze ließen Gold weitgehend kalt. Heute richtet sich das Interesse nach Brüssel, wo sich die Staats- und Regierungschefs der EU erstmals seit fünf Monaten wieder persönlich treffen, um über den EU-Wiederaufbaufonds zu beraten. Der Widerstand insbesondere der Niederlande gegen Zuschüsse ohne jegliche Gegenleistung lässt langwierige Verhandlungen erwarten. Ob es schon morgen zu einer Einigung kommt, ist eher fraglich. Dies könnte den Euro belasten und Gold in Euro steigen lassen. Zuletzt hatte sich der Goldpreis wegen der Aufwertung des Euro wieder etwas von der 1.600 EUR-Marke entfernt. Aktuelle Daten des Institute of International Finance (IIF) machen eindrucksvoll deutlich, warum Gold in diesem Jahr bereits um 19% gestiegen ist und langfristig weiter steigen dürfte. Demnach ist die weltweite Verschuldung im 1. Quartal auf 258 Bio. USD gestiegen, was 331% der weltweiten Wirtschaftsleistung entspricht. Allein im 1. Quartal stieg die Verschuldungsquote um 10 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Der Wert des bislang geförderten Goldes beläuft sich bei aktuellen Preisen auf rund 11 Bio. USD.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: China produziert rekordhohe Mengen Stahl und Aluminium

Mit den Daten zur Industrieproduktion hat das Nationale Statistikbüro (NBS) in China gestern auch Produktionsdaten zu Stahl und Aluminium veröffentlicht. In beiden Fällen wurden für Juni Rekordwerte berichtet. Demnach ist die Stahlproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% auf 91,58 Mio. Tonnen gestiegen. Auf Tagesbasis wurde erstmals die Marke von 3 Mio. Tonnen überschritten. Die Auslastungsrate der Stahlhütten hat sich auf 92% erhöht. Im ersten Halbjahr hat China 499 Mio. Tonnen Stahl hergestellt. Sollte die aktuelle Produktionsrate beibehalten werden, wird China 2020 erstmals mehr als 1 Mrd. Tonnen Stahl in einem Jahr produzieren. Mit der höheren Produktion haben die Stahlhersteller auf die verstärkte Nachfrage reagiert. Diese resultiert aus einer robusten Bauaktivität und der Erholung des verarbeitenden Gewerbes allgemein. Die chinesische Aluminiumproduktion ist den NBS-Daten zufolge gegenüber Vorjahr um 0,8% auf 3,02 Mio. Tonnen gestiegen. Auf Tagesbasis wurde eine rekordhohe Produktionsrate von 100.667 Tonnen erreicht. Im ersten Halbjahr hat China 17,89 Mio. Tonnen Aluminium hergestellt, 1,7% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Seit April deutlich gestiegene Aluminiumpreise haben die Produktion attraktiver gemacht. Der nächstfällige Aluminium-Kontrakt an der SHFE hat mittlerweile wieder die Marke von 14.000 CNY je Tonne überschritten, die als durchschnittliche Gewinnschwelle für die chinesischen Schmelzen angesehen wird. Darüber hinaus haben neue Schmelzen ihren Betrieb aufgenommen. Laut Angaben des staatlichen Research-Instituts Antaike wurden im ersten Halbjahr neue Produktionskapazitäten im Umfang von rund 680 Tsd. Tonnen p.a. an den Markt gebracht, davon knapp 300 Tsd. Tonnen p.a. im Juni. Unseres Erachtens produziert China viel zu viel Aluminium, so dass der chinesische Markt überversorgt ist. Dies schlägt sich auch auf den Weltmarkt durch. Der Aluminiumpreis ist daher unserer Meinung nach zu hoch.