Rohstoffe

Rohstoffe: OPEC+ fährt formal weiter nach Plan

Energie: OPEC+ fährt formal weiter nach Plan

Das erweiterte Produktionskartell OPEC+ hat gestern wie erwartet kurz und knapp bestätigt, an seinem Plan festzuhalten und die Ölförderung im Februar um weitere 400 Tausend Barrel pro Tag zu erhöhen. Die Meldung quittierte der Ölmarkt zwar mit einem kurzzeitigen Rücksetzer, doch die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf schnell und heute Morgen notiert der Brentölpreis erneut über 80 USD je Barrel. Offensichtlich konzentriert sich der Markt auf die preisstützenden Nachrichten: Die weitere Anhebung der Ölproduktion wurde eher als Zeichen interpretiert, dass die OPEC+ die Omikron-Risiken für die Ölnachfrage als gering einschätzt. Hinzu kommt, dass einige Länder ihre Quote nicht erfüllen (können) und damit die tatsächliche Produktion hinter dem Plan zurückbleibt. Auch in den am Abend von American Petroleum Institute berichteten Lagerdaten fokussierten sich die Marktteilnehmer auf den preisunterstützenden Teil: So wurde auf den deutlichen Rückgang der Rohölvorräte verwiesen, während die stark gestiegenen Produktvorräte bei Benzin und Destillaten ignoriert wurden. Unseres Erachtens lässt sich die gute Stimmung eher dem allgemeinen Umfeld zuschreiben als der Fundamentalsituation am Ölmarkt im ersten Quartal selbst. Ob der Optimismus ausreicht, den drohenden Angebotsüberschuss längerfristig zu ignorieren, wird wohl wesentlich von der Omikron-Welle abhängen. Am 2. Februar trifft sich die OPEC+ jedenfalls das nächste Mal, um sich über die weiteren Produktionspläne abzustimmen.

Energie: Europäische Gaspreise springen wieder nach oben

Am europäischen Gasmarkt nimmt die Nervosität wieder zu: Nachdem die Gaspreise am Kassamarkt in der zweiten Dezemberhälfte auch dank hoher LNG-Lieferungen und milderer Temperaturen massiv nachgegeben hatten, sind sie im neuen Jahr wieder nach oben angesprungen: Der nächstfällige Monatskontrakt für Gas am niederländischen Handelspunkt TTF notiert fast wieder bei 100 EUR je MWh, verglichen mit nur 65 EUR zum Jahreswechsel. Maßgeblich sind stockende Pipeline-Lieferungen des wichtigsten europäischen Lieferanten Russland via der Ukraine. Auch angesichts der politischen Spannungen bleibt die Lage am europäischen Gasmarkt angespannt, zumal eine wieder stärkere Nachfrage nach LNG aus Asien befürchtet wird

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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SF4744ShortNatural Gas FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Starkes Kaufinteresse an Gold- und Silbermünzen im letzten Jahr

Wir hatten gestern hier berichtet, dass die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs im letzten Jahr mit 287 Tonnen die größten Abflüsse seit acht Jahren hinnehmen mussten und dadurch den Goldpreis wohl unter Druck gesetzt haben. Von den Abflüssen entfielen zwei Drittel auf den SPDR Gold Trust in den USA, den weltgrößten Gold-ETF. Der SPDR Gold Trust wird häufig als Anlagevehikel von institutionellen Investoren genutzt. Anders sah es bei der Nachfrage nach Goldmünzen aus: Die US-Münzanstalt berichtete für 2021 Goldmünzenverkäufe von umgerechnet 39 Tonnen. Dies war die größte Menge seit zwölf Jahren. Kleinanleger haben die zwischenzeitlich niedrigen Goldpreise offenbar zu vermehrten Münzkäufen genutzt. Dies hat aber bei weitem nicht ausgereicht, die ETF-Abflüsse aufzufangen. Die Nachfrage nach Silbermünzen war im letzten Jahr ebenfalls groß: Mit rund 879 Tonnen lag sie nur 6% unter dem Vorjahresniveau, das wiederum ein 4-Jahreshoch war.

Heute Abend wird das Protokoll der letzten Fed-Sitzung vom 14./15. Dezember veröffentlicht. Die Fed hatte damals beschlossen, die Rückführung der Anleihekäufe zu beschleunigen. Darüber hinausgehende Erkenntnisse erwarten wir von dem Sitzungsprotokoll nicht. Interessanter für den Goldpreis sind die ADP-Arbeitsmarktdaten heute Nachmittag. Sie dürften die gute Lage am US-Arbeitsmarkt bestätigen und einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag geben. Sofern der US-Dollar und/oder die Anleiherenditen auf die Daten reagieren, wird auch der Goldpreis in Bewegung kommen. Heute Morgen zeigt sich Gold weitgehend unverändert bei 1.815 USD je Feinunze, nachdem es sich gestern von seinem Rutsch tags zuvor erholt hatte. Es wurde dabei unterstützt von einem regen ETF-Kaufinteresse in den ersten beiden Handelstagen des Jahres sind den ETFs 6,5 Tonnen zugeflossen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
SF5DDRLongSilver FutureFaktor: 2
SF5DDKShortSilver FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Angebotsengpässe vs. Nachfragesorgen

Nach dem verhaltenen Handelsstart gestern Morgen haben fast alle Industriemetallpreise im Tagesverlauf ins Plus gedreht. Unterstützt wurden sie dabei von freundlichen Aktienmärkten: Sowohl der S&P 500 als auch der Dow Jones Industrial Average haben neue Rekordhochs markiert. Am Nachmittag hat der stärker als erwartet gefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA den Preisanstieg kurzzeitig gebremst. Zink ist um 2% auf ein 2½-Monatshoch von rund 3.600 USD je Tonne gestiegen. Aluminium hat sich um gut 1% auf 2.840 USD je Tonne verteuert. In den letzten Wochen und Monaten hatten mehrere Aluminium- und Zinkproduzenten Produktionskürzungen vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise in Europa angekündigt und teilweise bereits umgesetzt. Bei vielen Marktteilnehmern wächst offenbar die Sorge, dass an diesen beiden Märkten nicht genügend Angebot vorhanden ist. So werden sowohl die LME-Zinkvorräte als auch die -Aluminiumbestände nach deren zwischenzeitlichem Anstieg Mitte Dezember mittlerweile wieder abgebaut. In beiden Fällen sind in den letzten Wochen die sogenannten cancelled warrants spürbar gestiegen, das heißt es wird vermehrt Material aus den Lagerhäusern abgerufen. Im Falle von Aluminium sind zuletzt zudem die physischen Prämien stark gestiegen, was auf eine Knappheit hindeutet. Heute Morgen geben die Metallpreise wieder etwas nach. Ähnlich wie gestern Morgen lasten wieder Nachfragesorgen auf den Preisen. Denn das Coronavirus breitet sich aktuell weltweit anscheinend stärker aus denn je – die USA und Großbritannien zum Beispiel melden rekordhohe Neuinfektionen –, was zu Befürchtungen über Lockdowns führt.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!