Rohstoffe

Rohstoffe: OPEC bleibt für die globale Ölnachfrage langfristig optimistisch

Energie

  • Die OPEC ist im Gegensatz zu ihrem Counterpart in den großen Nachfrageländer, der Internationalen Energieagentur IEA, weiterhin sehr optimistisch für die globale Ölnachfrage. Sie hat im World Oil Outlook ihre langfristige Nachfrageprognose im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht angehoben und erwartet nun, dass die tägliche Weltölnachfrage ihren Hochpunkt 2035 bei rund 110 Mio Barrel erreicht und auf diesem Plateau verharrt (Zur Erinnerung: die IEA hatte in der letzten Woche in Aussicht gestellt, dass die weltweite Ölnachfrage in dieser Dekade um weniger als 1% pro Jahr wächst: Im „optimistischen“ Szenario, basierend auf den aktuellen politischen Weichenstellungen (STEPS), soll die Nachfrage Mitte der 2030er Jahre bei nur rund 103 Mio. Barrel pro Tag ihr Hoch erreichen und danach leicht zurückgehen.)Laut OPEC (über-)kompensiert der steigende Bedarf der Länder außerhalb der OECD den fallenden Bedarf in den Industrieländern. In dieser vermeintlich komfortableren Situation für die OPEC muss sie sich weniger Sorgen über zu hohe Preise machen, welche die Energieeffizienzmaßnahmen vorantreiben würden.
  • Erste Schätzungen der Branchendienstleisters Kpler für die OPEC-Produktion zeigen, dass sich Saudi-Arabien bereits im Oktober strikt an die angekündigte kleine Kürzung gehalten und seine Produktion entsprechend gedrosselt hat. Die OPEC-Produktion insgesamt lag leicht unter dem Vormonatsniveau. Derweil berichtet die russische Zeitung Kommersant, dass Russlands Produktion mit 10,78 Mio. Barrel pro Tag im Oktober auf Vormonatsniveau verharrte. Eine Kürzung aufgrund des Abkommens war nicht notwendig, weil die Förderung ohnehin schon unter dem vorgeschriebenen Produktionsziel lag. Da die EU aufgrund des Ölembargos ab Dezember als wichtiger Abnehmer nach und nach wegfällt, ist in Russland in den nächsten Monaten mit stärkeren Produktionsdrosselungen zu rechnen. Wir erachten auch deshalb die Ölpreise als gut unterstützt. Angesichts des hohen Preisniveaus drohte US-Präsident Biden gestern den Ölunternehmen mit einer Übergewinnsteuer, sofern diese nicht ausreichend in die Ölindustrie im eigenen Land investieren oder die Preise an den Tankstellen senken würden. Ob so eine Steuer die nur zögerlich anziehende US-Produktion aber anschieben könnte, ist fraglich.
  • Der CO2-Preis im EU-Emissionshandel hat seit Mitte Oktober deutlich zugelegt: Mit rund 80 EUR notiert er nun wieder rund 17% über der Preisspanne in den anderthalb Monaten zuvor, als er primär zwischen 65 und 70 EUR je Tonne schwankte. Der Anstieg ging einher mit dem Preisrückgang von Gas am europäischen Spotmarkt. Das ist eigentlich kontraintuitiv, denn mit fallenden Gaspreisen verbessert sich der sogenannte Clean Spark Spread, also die Marge von Gaskraft. M.a.W. die emissionsärmere Gaskraft wird attraktiver als die Kohlekraft, was theoretisch den Bedarf an Emissionsrechten bremsen sollte. Aber zum einen ist der verstärkte Einsatz von Kohlekraft mit dem entsprechenden Mehrbedarf an Emissionsrechten vorprogrammiert. Zum anderen bedeuten die niedrigeren Gas- und Strompreise kurzfristig Entspannung bei den Besicherungspflichten im Energiehandel, für die zusätzlich nach Vorschlägen der EU-Kommission von politischer Seite Erleichterung geschaffen wird. Entsprechend könnten sich weniger Unternehmen gezwungen sehen, Emissionsrechte zur Schaffung von Liquidität zu verkaufen. Grundsätzlich erachten wir das Aufwärtspotenzial angesichts der Konjunkturschwäche in der EU und des vermutlich zusätzlichen Angebots an Emissionsrechten zur Finanzierung der REPowerEU-Plans als begrenzt.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD1XJELongOil Brent FutureFaktor: 5
SH310QShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 5
SH3QBCShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -5
SH3P8QLongICE EUA FutureFaktor: 5
SH7A0MShortICE EUA FutureFaktor: -5
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Edelmetalle

  • Der WGC hat heute morgen eine überraschend über Vorjahr liegende Goldnachfrage im dritten Quartal ausgewiesen. Maßgeblich waren die rekordhohen Käufe der Zentralbanken und anderer Institutionen: Sie lagen mit knapp 400 Tonnen über 300 Tonnen höher als im Vorjahr. Aber auch die Schmucknachfrage sowie die Nachfrage nach Barren und Münzen waren deutlich höher als im Vorjahr. Damit wurden die hohen Abflüsse aus den ETFs – der WGC beziffert diese im dritten Quartal auf 227 Tonnen, verglichen mit 26 Tonnen in Q3 2021 – überkompensiert. Dennoch bleibt letzteres ein hohes Belastungsmoment am Goldmarkt: Im Oktober setzte sich der Abfluss fort. Der Goldpreis notiert aktuell bei 1650 USD je Feinunze, nicht weit entfernt vom Jahrestief. Die Erwartungen über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik und der dadurch bedingten Entwicklung des US-Dollar bleiben wohl kurzfristig die richtungsweisenden Faktoren.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold FutureFaktor: 5
SH3N6LShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle

  • Im Auf und Ab der Meldungen aus China: Ansteigende Covid-Infektionen belasteten gestern ebenso wie der offizielle PMI, der die von Regierungsmaßnahmen profitierenden größeren Unternehmen erfasst. Er rutschte unter die Marke von 50 die Expansion markiert. Der heute Morgen veröffentlichte Caixin-Index für die kleineren Unternehmen hob die Stimmung an den Metallmärkten wieder. Kupfer notiert mit 7.600 USD je Tonne schon wieder höher als gestern Morgen. Hier helfen auch die mittelfristig guten Nachfrageaussichten. Laut einem FT-Artikel zeigen sich die großen Kupferproduzenten für die Nachfrage sehr optimistisch, vor allem weil der Ausbau der Elektromobilität bzw. der Infrastruktur den Bedarf so stark steigen lassen dürfte: So liegt beispielsweise bei einem E-Auto der Kupferbedarf dreimal so hoch wie bei einem Verbrenner. Auch die IEA hatte in ihrem World Energy Outlook einen stark steigenden Kupferbedarf für den Ausbau eines emissionsarmen Energiesektors konstatiert: Der heutige Bedarf von 5 Mio. Tonnen, was derzeit rund einem Fünftel der Kupfernachfrage entspricht, soll sich im extremen Fall bis 2030 mehr als verdoppeln. Den jetzigen Projektplanungen für die Produktionskapazitäten zufolge sei dieser zusätzliche Bedarf nicht abgedeckt.
  • Der Zinkpreis, der gestern auf ein 1½-Jahrestief gerutscht war, kann dagegen vom Stimmungsumschwung kaum profitieren. Belastend ist hier die anhaltend schlechte Stimmung in der chinesischen Stahlindustrie: Der entsprechende Index liegt nur noch bei gut 44 Punkten, auch weil die schlechte Auftragslage belastet. Zink wird stark zur Galvanisierung von Stahl eingesetzt. Die Enttäuschung dürfte auch deshalb so groß sein, weil die International Study Group ILZSG noch letzte Woche für den Zinkmarkt für 2022 und 2023 ein Angebotsdefizit in Aussicht gestellt hat.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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