Rohstoffe

Rohstoffe: Ölpreise im Höhenflug

Energie: Brentölpreis nimmt Kurs auf 2021-Hoch

Die Ölpreise legten gestern kräftig zu. Zeitweise betrug das Plus mehr als 3%. Brent erreichte in der Spitze 76 USD je Barrel und war damit so teuer wie zuletzt Ende Juli. WTI markierte mit 73 USD das höchste Niveau seit Anfang August. Bis zum 2021-Hoch von Anfang Juli, gleichzeitig höchstes Niveau seit Oktober 2018, fehlen Brent damit noch rund 2 USD. Es ist durchaus vorstellbar, dass dieses schon in Kürze erreicht wird. Denn die Zeichen für weitere Preisanstiege stehen gut. So kommt die Normalisierung der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko auch zweieinhalb Wochen nach dem Landgang von Hurrikan Ida nur sehr schleppend voran. Gestern waren laut der zuständigen Behörde BSEE noch immer 537 Tsd. Barrel bzw. knapp 30% der täglichen Produktion geschlossen. Seit Beginn der Ausfälle vor knapp drei Wochen summieren sich diese inzwischen auf 24,4 Mio. Barrel. Die IEA sprach in ihrem Monatsbericht davon, dass sie sich am Ende auf bis zu 30 Mio. Barrel belaufen könnten. Die Ölnachfrage soll dagegen in den kommenden Monaten spürbar steigen. Für Oktober rechnet die IEA mit einem für die Jahreszeit überdurchschnittlichen Anstieg um 1,6 Mio. Barrel pro Tag und bis zum Jahresende mit einem weiteren Wachstum. Das heißt, selbst wenn sich die Ölproduktion im Golf von Mexiko wieder normalisiert, bleibt der Markt angespannt, da die Nachfrage stärker steigen dürfte als das Ölangebot der OPEC+. Dieses wird planmäßig jeden Monat um 400 Tsd. Barrel pro Tag erhöht, wobei der tatsächliche Anstieg wegen der begrenzten Möglichkeiten zur Ausweitung der Produktion in Angola und Nigeria voraussichtlich geringer ausfallen dürfte. Die US-Lagerdaten gaben den Ölpreisen gestern zusätzlichen Rückenwind, auch wenn der Preisanstieg größtenteils schon vorher erfolgte. Denn die Rohölbestände fielen unerwartet deutlich um 6,4 Mio. Barrel. Der Lagerabbau bei Ölprodukten war dagegen geringer als erwartet. Die Daten waren dabei erneut stark von den Auswirkungen des Hurrikans geprägt. Sowohl Rohölproduktion als auch -verarbeitung verharrten auf dem niedrigen Niveau der Vorwoche.

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SB3T46LongOil Brent Future Faktor: 2
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Edelmetalle: Gold erneut unter Druck, Palladium von schwachen EU-Autodaten nicht weiter belastet

Gold steht erneut unter Druck und ist auf 1.785 USD je Feinunze zurückgefallen. Gestern war der Risikoappetit der Marktteilnehmer groß, was sich in stark gestiegenen Energie- und Industriemetallpreisen widergespiegelt hat. Die Aktienmärkte waren ebenfalls fest. Zudem hellte sich die Stimmung der Industrieunternehmen im Distrikt der New York Fed im September unerwartet deutlich auf. In diesem Marktumfeld war Gold nicht gefragt, was sich auch in moderaten ETF-Abflüssen bemerkbar gemacht hat. Der Preisrückgang heute Morgen wird auf einen Bericht der Vereinten Nationen zurückgeführt. Demnach soll sich die Weltwirtschaft dieses Jahr von ihrem letztjährigen Einbruch um 5,3% erholen. Dies sei das stärkste Wachstum seit fast fünf Jahrzehnten. Für das nächste Jahr wird ein BIP-Wachstum von 3,6% unterstellt. In den USA werden heute die Einzelhandelsumsätze für August veröffentlicht. Sollten sie schwach ausfallen, könnte dies den Goldpreis unterstützen. Denn neben der etwas geringeren Inflationsdynamik wäre dies wohl ein weiterer Aspekt für die US-Notenbank Fed, dass ein unmittelbares „Tapering“ nicht notwendig ist. Unseres Erachtens wird die Fed die Rückführung der Anleihekäufe auf ihrer Sitzung nächste Woche noch nicht ankündigen.

Gemäß Daten des Verbands der europäischen Automobilproduzenten (ACEA) waren die Autoneuzulassungen in der EU im Juli und August schwach. Sie lagen 23% bzw. 19% unter Vorjahr. Die Chip-Knappheit dürfte hierbei eine wesentliche Rolle gespielt haben. In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Autoneuzulassungen zwar noch 11% über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, aber 24% unter dem Vorkrisenniveau. In den letzten Wochen wurden bereits schwache Autoverkäufe aus China und den USA gemeldet. Wir sehen dies negativ für Platin und vor allem Palladium. Heute Morgen steigt Palladium allerdings leicht über 2.000 USD je Feinunze. Der Preis war aber auch in den letzten Wochen abgestürzt.

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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ELongGold Future Faktor: 2
SB3T70ShortGold Future Faktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Aluminium wieder in der Spur, Eisenerz bricht weiter ein

Der Aluminiumpreis hat nach einer kurzen Verschnaufpause seinen Aufwärtstrend wieder aufgenommen und ist gestern zeitweise deutlich um über 3% auf 2.920 USD je Tonne gestiegen. Damit hatte er sich bis auf 80 USD seinem 13-Jahreshoch von Anfang der Woche genähert. Ausschlaggebend für den Preisanstieg gestern waren wohl die Daten zur chinesischen Aluminiumproduktion. Den Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge ist sie im August auf den tiefsten Stand seit Juli letzten Jahres gefallen. In den ersten acht Monaten des Jahres lag sie mit gut 26 Mio. Tonnen zwar noch 8,3% über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, der Vorsprung schmilzt aber. Einige Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass China wegen der niedrigeren heimischen Produktion mehr Aluminium importieren könnte. Gemäß Daten der Zollbehörde haben die Einfuhren von unverarbeitetem Aluminium und Aluminiumprodukten in den letzten Monaten schon angezogen und lagen im Juli zum zweiten Mal in diesem Jahr über 300 Tsd. Tonnen. Noch ist China allerdings ein Netto-Exporteur von Aluminium. Im Sommer letzten Jahres war China im Zuge des zwischenzeitlichen Preisverfalls zwei Monate hintereinander Netto-Importeur – erstmals seit elf Jahren. Unterdessen hat der Rückgang der chinesischen Stahlproduktion zu einem weiteren Abrutschen des Eisenerzpreises geführt. An der SGX in Singapur ist der Preis unter 110 USD je Tonne gefallen, den niedrigsten Wert seit Juli letzten Jahres. Allein in diesem Monat beträgt der Preisrückgang mittlerweile 28%, seit Beginn der Korrekturphase Mitte Juli hat sich der Preis fast halbiert. Die chinesische Stahlproduktion dürfte auch in den kommenden Monaten weiter gedrosselt werden, da das Ziel der Regierung noch nicht erreicht ist. Deswegen sollte auch die Eisenerznachfrage weiter negativ beeinflusst sein.

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