Rohstoffe

Rohstoffe: Neue Unsicherheit

Energie

  • Die Chefin der russischen Zentralbank, Nabiullina, hat angedeutet, dass Russland kein Öl an Länder liefern würde, die eine Preisobergrenze für russisches Öl einführen. Das Öl soll stattdessen an Länder umgeleitet werden, die mit Russland kooperieren würden. In dieser Woche ist der stellvertretende US-Finanzminister zu Gesprächen bei der EU-Kommission in Brüssel, in denen es u.a. um die Ausgestaltung und die Umsetzung eines möglichen Preisdeckels für russisches Öl gehen soll. Die EU hatte sich Anfang Juni darauf verständigt, die Einfuhr von Öl aus Russland bis zum Jahresende weitgehend einzustellen. Ausnahmen soll es lediglich für Ungarn, die Slowakei und Tschechien geben, die über die Druschba-Pipeline weiterhin Öl aus Russland beziehen dürfen. Diese Länder wären somit von einem russischen Exportstopp in die EU im Falle einer Preisobergrenze betroffen.
  • Ab morgen sollen die Gasflüsse über Nord Stream 1 wegen der Wartung einer weiteren Turbine auf nur noch 20% der Pipelinekapazität fallen, wie der russische Gasmonopolist Gazprom gestern mitteilte. Zuletzt war die Pipeline zu rund 40% ausgelastet. Damit bestätigt sich eine Aussage des russischen Präsidenten Putin von letzter Woche. Der TTF-Erdgaspreis stieg daraufhin gestern um knapp 9% auf 177 EUR je MWh. Russland ist laut Aussage von Regierungssprecher Peskow nicht an einer vollständigen Unterbrechung der Erdgaslieferungen nach Europa interessiert. Die Gasflüsse über Nord Stream 1 würden nach dem erfolgten Einbau der reparierten Gasturbine auf dem technisch möglichen Niveau erfolgen. Die Auslieferung der Turbine an Gazprom hat sich bis zuletzt wegen angeblich fehlender Dokumente verzögert.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SH310NShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD1XJFLongOil WTI Light Crude Future Faktor: 5
SH3QBCShortOil WTI Light Crude Future Faktor: -5
SH2SLDLongNatural Gas Future Faktor: 5
SN0WY8ShortNatural Gas Future Faktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Edelmetalle

  • China hat im Juni laut gestern veröffentlichter Daten der Statistikbehörde von Hongkong wieder deutlich mehr Gold aus Hongkong importiert. Die Netto-Importe beliefen sich demnach auf gut 40 Tonnen, was fast fünfmal so viel war wie im Vormonat und der höchsten Menge seit November 2021 entsprach. Die deutlich gestiegenen Importe dürften auf die Lockerung der Coronamaßnahmen zurückzuführen sein. Die Schweizer Zollbehörde hatte bereits in der letzten Woche für Juni einen deutlichen Anstieg der Goldlieferungen nach China berichtet. Diese stiegen im Vergleich zu Mai um mehr als das Dreifache auf 32,5 Tonnen. Dem stand allerdings ein Einbruch der Goldexporte nach Indien um knapp 80% auf 7,7 Tonnen gegenüber. Die Goldnachfrage in Asien bleibt somit gedämpft.
  • Ein großer Produzent von Platinmetallen rechnet damit, dass sich die Substitution von Palladium zu Platin beschleunigt und in den nächsten vier bis fünf Jahren von den Automobilherstellern bis zu 1 Mio. Unzen Palladium durch Platin ersetzt werden könnten. Hintergrund sind Maßnahmen zur Senkung der Kosten. Platin ist weniger als halb so teuer wie Palladium. Hinzu kommen Sorgen vor einem eingeschränkten Palladiumangebot aus Russland. Viele potenzielle Käufer von Platinmetallen würden daher nach Alternativen Ausschau halten, wie die Chefin des Platin- und Palladiumproduzenten sagte.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD3APGLongGold FutureFaktor: 5
SF5DDDShortGold FutureFaktor: -5
SF4YAPLongPalladium Future Faktor: 5
SD5NLUShortPalladium Future Faktor: -5
SH8E59LongPlatinum FutureFaktor: 5
SH3VFHShortPlatinum FutureFaktor: -5
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Industriemetalle

  • Der Chef eines großen Kupferminenproduzenten hat sich über den schnellen Stimmungsumschwung am Kupfermarkt und den unerwartet kräftigen Preisrückgang bei Kupfer im zweiten Quartal überrascht gezeigt, obwohl die Nachfrage von ihm weiterhin als resilient und der Markt als angespannt beschrieben wurde. Das Unternehmen erachtet das gegenwärtige Preisniveau als nicht ausreichend, um neue Minen zu erschließen. Das passt zu Marktschätzungen, die den sogenannten Incentive-Preis bei 7.000 bis 7.500 USD je Tonne sehen. Kupfer handelte zuletzt in dieser Spanne. Ein großes Bergbauunternehmen hat damit gedroht, seine Investitionspläne in Chile zu überdenken, falls die Regierung an den beabsichtigten höheren Bergbau-Steuern festhält. Das Unternehmen betreibt in Chile die weltgrößte KupfermineEscondida. Der chilenische Finanzminister hat daraufhin versichert, dass man trotz der Steuerreform am Fortbestand einer wettbewerbsfähigen Minenindustrie interessiert sei. Ein geringeres Kupferangebot könnte die Prognosen der International Copper Study Group eines überversorgten Kupfermarktes in diesem und im nächsten Jahr ins Wanken bringen. Denn dieses beruht größtenteils auf der Annahme einer deutlichen Ausweitung des Angebots.
  • Der Kupfermarkt wies im Mai einen Angebotsüberschuss von 5 Tsd. Tonnen auf, wie die International Copper Study Group mitteilte. Für April meldet die ICSG jetzt ein Angebotsdefizit von 23 Tsd. Tonnen, anstelle eines Überschusses von 3 Tsd. Tonnen. Nach fünf Monaten summiert sich der Angebotsüberschuss auf 43 Tsd. Tonnen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum bestand dagegen noch ein Defizit von 23 Tsd. Tonnen. Das Angebot ist dabei laut ICSG stärker gestiegen als die Nachfrage.
  • Die LME beabsichtigt gut informierten Quellen zufolge nicht, das vom größten russischen Nickelproduzenten stammende Nickel von ihrem Handelssystem zu verbannen, da das besagte Unternehmen im Gegensatz zum Unternehmenschef nicht auf der britischen Sanktionsliste steht. Es besteht offenbar die Sorge, dass eine Verbannung des von diesem Unternehmen stammenden Nickels zu einer neuerlichen Destabilisierung des LME-Nickelmarktes führen könnte. Am 8. März war es zu heftigen Verwerfungen gekommen, die zu einer mehr als einwöchigen Unterbrechung des Nickelhandels und einer Annullierung aller an dem Tag getätigten Handelsaktivitäten seitens der LME geführt haben. Davon hat sich der Nickelmarkt bis heute nicht erholt, wie das deutlich gesunkene Handelsvolumen zeigt.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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Technologie-Sektor: Kurzfristig anfällig, längerfristig aussichtsreich?
Die derzeitige Situation an den Aktienmärkten belastet insbesondere die IT-Branche mit den höchsten Wachstumsperspektiven und damit auch den höchsten Bewertungen. Vor allem die zuletzt geradezu angesprungenen Bond-Renditen sorgen für Kursdruck. Doch bieten die derzeitigen Kurse auch Perspektiven für einen günstigen Einstieg? Jetzt lesen!