Rohstoffe

Rohstoffe: Metallpreise zünden erneut die Raketen

Energie: China gibt Rohöl aus staatlichen Reserven frei

Die Ölpreise fahren seit gestern Achterbahn. Einem Preisanstieg bei Brent auf gut 73 USD je Barrel folgte am Nachmittag ein Rückgang auf 71,5 USD. Nachdem der Preis kurz darauf wieder auf 73 USD gestiegen war, fiel er am Abend auf 71 USD. Heute notiert er wieder bei 72 USD. Wie es scheint, können sich die Marktteilnehmer nicht so recht entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Auf der einen Seite gibt es weiterhin beträchtliche Angebotsausfälle im Golf von Mexiko und in Libyen, auf der anderen Seite kommen immer wieder Nachfragesorgen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante zum Vorschein. Gestern sorgte zusätzlich die Meldung für Abgabedruck, wonach China die Freigabe von Rohöl aus seinen staatlichen Reserven beabsichtigt. Dies soll über öffentliche Auktionen in mehreren Tranchen erfolgen. Ziel dieser Maßnahme soll offenbar sein, das aus Sicht der Behörden zu hohe Preisniveau zu dämpfen und damit den Raffinerien helfend unter die Arme zu greifen. Ausgenommen davon sind voraussichtlich die unabhängigen Raffinerien (teapot refineries). Dabei ist allerdings zu bedenken, dass die chinesischen Behörden durch eine übermäßige Kürzung der Importquoten in den Sommermonaten zur Verknappung des Angebots maßgeblich beigetragen hatten. Zwischen Mai und Juli lag die Rohölverarbeitung in China rund 4,5 Mio. Barrel pro Tag über den Importen, was durch die heimische Ölproduktion (ca. 4 Mio. Barrel pro Tag) bei weiten nicht ausgeglichen werden konnte. In der Folge kam es also zu einem Lagerabbau von rund 50 Mio. Barrel. Über die Menge der freizugebenden Reserven gab es gestern keine Angaben. Die US-Lagerdaten waren wie erwartet stark durch die Auswirkungen von Hurrikan Ida beeinflusst. Die Rohölproduktion fiel in der letzten Woche um 1,5 Mio. Barrel pro Tag. Dem stand ein Rückgang der Rohölverarbeitung von 1,6 Mio. Barrel pro Tag gegenüber, so dass sich der Lagerabbau bei Rohöl mit 1,5 Mio. Barrel in Grenzen hielt. Die US-Benzinvorräte fielen dagegen unerwartet deutlich um 7,2 Mio. Barrel, da die Benzinnachfrage auf dem hohen Niveau der Vorwoche bei 9,6 Mio. Barrel pro Tag verharrte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent Future Faktor: 5
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SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD265JShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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EZB-Sitzung Non-Event für Gold

Die EZB-Sitzung hat sich gestern als Non-Event entpuppt. Die EZB hat zwar wie erwartet beschlossen, das PEPP-Anleihekaufprogramm im vierten Quartal etwas zu reduzieren. Wie es mit dem PEPP-Programm, das im März ausläuft, weitergeht, soll aber erst auf der Dezember-Sitzung entschieden werden. Unsere Volkswirte erwarten, dass die EZB das Programm bis Herbst 2022 verlängern und das Gesamtvolumen um 250 Mrd. EUR erhöhen wird. Auf den Goldpreis hatte die EZB-Sitzung gestern kaum Auswirkungen. Heute Morgen erobert er zumindest vorübergehend die Marke von 1.800 USD je Feinunze zurück. Der Preis profitiert offenbar von den gestern gefallenen Anleiherenditen in den USA im Zuge einer gut verlaufenen Anleihe-Auktion, die auf eine rege Nachfrage getroffen ist.

Edelmetalle: Robuste Platinnachfrage aus der Autoindustrie

Wie bereits gestern berichtet, erwartet der World Platinum Investment Council (WPIC) in diesem Jahr nun einen Angebotsüberschuss von 190 Tsd. Unzen am globalen Platinmarkt. Angesichts eines Anstiegs der Minenproduktion und eines Rückgangs der Investmentnachfrage um jeweils mehr als 1 Mio. Unzen ist dies ein vergleichsweise geringer Überschuss. Dass das Überangebot nicht deutlich größer ausfällt, liegt vor allem an zwei anderen Nachfragekomponenten: Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll laut WPIC im Vorjahresvergleich um 529 Tsd. Unzen steigen und die Nachfrage aus der übrigen Industrie um 493 Tsd. Unzen. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie profitiert vor allem von einem höheren Bedarf aus der Produktion von LKW, aber auch durch steigende Verkäufe von Diesel-PKW und Diesel-Hybrid-Fahrzeugen mit einem höheren Platinanteil in den Katalysatoren. Einen weiteren positiven Beitrag leistet die Substitution von Palladium zugunsten von Platin. Die Chip-Knappheit spielt dagegen in den für Platin wichtigen Bereichen keine so große Rolle. Die Schwäche der ETF-Nachfrage in diesem Jahr führt der WPIC auf Umschichtungen in Südafrika aus Platin-ETFs in Minenaktien zurück, wogegen außerhalb Südafrikas weiterhin ETF-Zuflüsse zu erwarten sind. Der WPIC sieht in den kommenden Jahren wieder Angebotsdefizite. Denn während die Nachfrage weiter steigt, dürfte das Angebot nach der Normalisierung in diesem Jahr nicht mehr nennenswert ausgeweitet werden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T54LongGold Future Faktor: 4
SB42W8ShortGold Future Faktor: -4
SB3T56LongPlatinum Future Faktor: 5
SD34P8ShortPlatinum Future Faktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Rally hat wieder Fahrt aufgenommen

Die Metallpreise haben in den letzten Tagen erneut die Raketen gezündet: Gestern ist der LME-Industriemetallindex um 1,7% gestiegen, heute Morgen setzt sich die Rally fort. Sie wird unterstützt durch freundliche Aktienmärkte in Asien, die einen höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer ausdrücken. Eines der Metalle, das am stärksten steigt, ist abermals Aluminium: Es notiert bei knapp 2.900 USD je Tonne und erreicht damit den höchsten Stand seit August 2008. Allein in den letzten drei Wochen ist der Preis damit um gut 13% bzw. fast 350 USD gestiegen. Zuletzt gab es zwar mehrere Hiobsbotschaften für die Angebotsseite, wir fragen uns allerdings, wie oft diese noch eingepreist werden. Unseres Erachtens hat der jüngste Preisanstieg übertriebene Züge angenommen. Ein anderes Metall, das hervorsticht, ist Nickel. Es ist gestern erstmals seit Februar über die Marke von 20.000 USD je Tonne gestiegen und legt am Morgen weiter zu auf bis auf 20.700 USD, den höchsten Wert seit Mai 2014. Angeblich ist auch Nickel von dem Vorhaben der chinesischen Regierung betroffen, den Emissionsausstoß in energieintensiven Industrien zu verringern. Daneben ist Nickel ein Profiteur der Dekarbonisierung der Wirtschaft, da es stark in Batterien für Elektroautos eingesetzt wird. Die hohen bzw. steigenden Rohstoffpreise haben allerdings dazu beigetragen, dass die Produzentenpreisinflation in China im August gegenüber Vorjahr um 9,5% gestiegen ist, den höchsten Wert seit 13 Jahren. Die Verbraucherpreisinflation hat jedoch nur um 0,8% angezogen. Dies zeigt unseres Erachtens, dass die Produzenten die hohen Rohmaterialkosten (noch) nicht an die Konsumenten weitergeben können und deutet zugleich auf eine nur verhaltene Inlandsnachfrage in China hin. Die chinesischen Behörden könnten daher ihre Bemühungen verstärken, die Rally der Rohstoffpreise abzukühlen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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