Rohstoffe

Rohstoffe: Licht und Schatten in Chinas Handelsstatistik

Energie: Weiterhin hohe Produktionsausfälle im Golf von Mexiko, China importiert wieder mehr Rohöl

Die Ölpreise haben ihre anfänglichen Verluste im gestrigen Handelsverlauf größtenteils wieder wettgemacht. Brent notiert am Morgen bei 72,8 USD je Barrel, WTI bei 69,5 USD. Mit dazu beigetragen haben dürfte die weiterhin nur sehr schleppende Erholung der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko. Am Freitag, also fünf Tage nach dem Landgang von Hurrikan Ida waren noch immer mehr als 90% der Produktion geschlossen. Damit fehlten dem Markt weiterhin rund 1,7 Mio. Barrel Rohöl pro Tag. Diesen Ausfall versucht die US-Regierung durch die Freigabe von 1,8 Mio. Barrel aus den Strategischen Reserven auszugleichen, was allerdings nur den Ausfall einer Tagesproduktion entspricht. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Daten der zuständigen US-Behörde berichtet, ist Ida schon jetzt der Hurrikan mit der größten unmittelbaren Auswirkung auf die US-Ölproduktion im Golf von Mexiko aller Zeiten. Der Produktionsausfall seit der Evakuierung der ersten Ölplattformen im Vorfeld des Landgangs vor über einer Woche summiert sich bereits auf 16,8 Mio. Barrel. Das sind 32% mehr als bei Hurrikan Katrina 2005 und 42% mehr als bei den Hurrikans Gustav und Ike 2008 im vergleichbaren Zeitraum. Nach Katrina, der vor 16 Jahren am selben Tag an Land ging wie diesmal Ida, dauerte es bis weit in das folgende Jahr hinein, bis die Ölproduktion wieder ihr Normalniveau erreichte. Allerdings folgte damals mit Rita kurz darauf noch ein weiterer verheerender Hurrikan. Am Ende belief sich der kumulierte Produktionsausfall auf mehr als 160 Mio. Barrel. Von dieser Zahl sind wir also noch weit entfernt. Laut chinesischer Zollbehörde hat China im August 44,5 Mio. Tonnen Rohöl importiert. Das entspricht einer Tagesmenge von 10,5 Mio. Barrel und übertraf das Vormonatsniveau um 8%. Damit lagen die Rohölimporte erstmals seit fünf Monaten wieder über der Marke von 10 Mio. Barrel pro Tag. Grund hierfür waren etwas großzügigere Importquoten, nachdem diese im Juli stark eingeschränkt wurden. Die August-Einfuhren blieben allerdings 6% unter dem Vorjahresniveau. In den ersten acht Monaten zusammen importierte China ebenfalls 5,7% weniger Rohöl als im Vorjahr.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T46LongOil Brent Future Nov 2021Faktor: 2
SB3T7VShortOil Brent Future Nov 2021Faktor: -2
SD265DLongOil WTI Light Future Oct 21Faktor: 4
SD265JShortOil WTI Light Future Oct 21Faktor: -4
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Edelmetalle: Gold geht die Luft aus, Platin und Palladium von Chip-Knappheit kaum beeinflusst

Bei Gold scheint die Luft nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht letzten Freitag schon wieder raus zu sein: Der Preis fällt heute Morgen unter 1.820 USD je Feinunze und hat damit seine Gewinne nach den Daten größtenteils wieder abgegeben. Gegenwind erhält Gold wohl von weiter steigenden Anleiherenditen. Dass die Gold-ETFs am Freitag und Montag moderate Zuflüsse verzeichneten, spielt hingegen keine Rolle.

Anlässlich der aktuell stattfinden IAA Mobility in München haben sich gestern einige Automobilproduzenten und -zulieferer zu ihrer Lage und den Perspektiven geäußert. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Chip-Knappheit. Laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters gehen die Unternehmen unisono davon aus, dass die Chip-Knappheit noch einige Zeit anhalten werde. Die Lage dürfte demnach nicht nur kurzfristig angespannt bleiben, sondern sich der Engpass auch im nächsten Jahr nur etwas abmildern. Ein großer Produzent rechnet sogar erst 2023 mit einer Entspannung, da die Nachfrage in mehreren Bereichen stark steige und die Produktion nicht nachkomme. Mehrere Hersteller hatten bereits angekündigt, deswegen in diesem Jahr weniger Autos produzieren zu können als ursprünglich geplant. Dies sollte unseres Erachtens auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Platin und Palladium haben, die in Katalysatoren eingesetzt werden. Der World Platinum Investment Council (WPIC) war bislang allerdings der Ansicht, dass sich die Auswirkungen für Platin wegen der steigenden Produktion von LKWs sowie strengerer LKW-Abgasvorschriften in China und des damit verbundenen höheren Platinbedarfs in Grenzen halten werden. Der WPIC veröffentlicht übermorgen seinen Bericht zum Platinmarkt im zweiten Quartal und äußert sich dabei eventuell auch zur Chip-Problematik. Direkten Einfluss auf die Preise von Platin und Palladium hatte das Thema zuletzt aber nicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SD34P8ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Chinesische Kupferimporte weiter gefallen, dagegen höhere Eisenerzeinfuhren

China hat heute Morgen Handelsdaten für August veröffentlicht. Insgesamt betrachtet sind sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorjahr noch stärker gestiegen als ohnehin schon erwartet. Dies deutet darauf hin, dass der Welthandel auch in Pandemie-Zeiten durchaus widerstandsfähig ist. Zugleich sprechen die Zahlen zum einen für eine robuste Nachfrage nach chinesischen Gütern im Ausland und zum anderen für eine solide Inlandsnachfrage. In den Einfuhren von Rohstoffen macht sich dies aber nicht überall bemerkbar: Gemäß Daten der Zollbehörde hat China im August nur noch 394 Tsd. Tonnen unverarbeitetes Kupfer importiert. Dies waren 41% weniger als im Vorjahr und der fünfte Monatsrückgang in Folge. Damit lagen die Importe erstmals seit Juni 2019 unter 400 Tsd. Tonnen. In den ersten acht Monaten des Jahres hat China gut 15% weniger Kupfer eingeführt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wir führen den Rückgang zum einen auf die hohe Vergleichsbasis zurück, da China im letzten Jahr in den Sommermonaten opportunistisch rekordhohe Mengen Kupfer importiert hat, wohl auch über Bedarf. Daneben dürften die hohen Preise eine zentrale Rolle spielen, die offenbar nach wie vor chinesische Händler abschrecken. Die Einfuhren von Kupferkonzentrat verharrten mit 1,9 Mio. Tonnen dagegen auf ihrem Vormonatsniveau und waren 19% höher als im Vorjahr. Dies deutet auf eine bessere Verfügbarkeit von Kupferkonzentrat in den Produzentenländern hin, was durch steigende Schmelz- und Verarbeitungslöhne bestätigt wird. Die Eisenerzimporte wiederum sind im August deutlich gegenüber dem Vormonat auf 97,5 Mio. Tonnen gestiegen, die größte Menge seit April. Der Eisenerzpreis ist seit Mitte Juli stark gefallen, so dass hier die chinesischen Händler die niedrigeren Preise opportunistisch genutzt haben dürften. Seit Jahresbeginn liegen die Eisenerzeinfuhren jedoch leicht unter Vorjahr, was wir auf die im ersten Halbjahr sehr hohen Preise zurückführen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD3S40CallCopper Future Dec 21Hebel: 7,4
SF0L1TPutCopper Future Dec 21Hebel: 8,4
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