Rohstoffe

Rohstoffe: Hoher Risikoappetit

Energie: Ölpreise mit kräftiger Gegenbewegung

Was sich gestern früh bereits angedeutet hatte, bestätigte sich im weiteren Handelsverlauf: Die Ölpreise legten nach den starken Verlusten der Vorwoche unterstützt durch einen schwächeren US-Dollar und einer allgemein positiven Marktstimmung eine kräftige Gegenbewegung hin. Brent und WTI stiegen um jeweils 5,5%. Brent kletterte am Morgen auf 69,5 USD je Barrel und hat sich damit vom Tief zur Eröffnung gestern fast 5 USD entfernt. Ähnliches gilt für WTI, das in der Nacht bis auf 66,3 USD stieg. Wie es scheint, haben die in der letzten Woche noch vorherrschenden Nachfragesorgen zumindest vorerst ihren größten Schrecken verloren. Wesentlich dazu beigetragen hat der offensichtliche Erfolg der chinesischen Behörden bei der Bekämpfung der Ausbreitung der Delta-Variante. Dort gab es seit dem Wochenende keine neuen Fälle mehr. Im Zuge dessen hat sich auch das Verkehrsaufkommen in den großen chinesischen Städten spürbar erholt. In der Hauptstadt Peking war es heute bis Mitte des Vormittags laut Realtime-Daten von Baidu 11,8% höher als vor einer Woche. In Shanghai betrug das Plus 2,8%, in Zhengzhou 6,8% und in Nanking 3,4%. Damit scheinen sich die Befürchtungen mancher Marktteilnehmer eines Einbruchs der Ölnachfrage wie Anfang 2020 nicht zu bestätigen. Wir fühlen uns in der Sicht bestätigt, dass der negative Einfluss der Delta-Variante auf die globale Ölnachfrage begrenzt sein sollte. Er dürfte zwar etwas größer sein als bei den Infektionswellen im letzten Herbst oder in diesem Frühjahr, aber bei weitem nicht an das Ausmaß zu Beginn der Pandemie heranreichen. Zudem würde die OPEC+ bei einer stärkeren Abweichung der Nachfrage von den Erwartungen aller Voraussicht nach ihre Pläne einer kontinuierlichen Ausweitung der Ölproduktion überdenken. Schon zu Jahresbeginn setzte die OPEC+ die eigentlich geplante Produktionserhöhung für mehrere Monate aus und erst ab Mai um. Ob dies schon bei der Sitzung der Ölminister der OPEC+ in der kommenden Woche diskutiert wird, hängt stark von der weiteren Infektionsentwicklung ab. Momentan sehen wir dafür noch keinen Anlass.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD13PBLongOil Brent FutureFaktor: 5
SD2TANShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD1XJGLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold erobert 1.800 USD-Marke zurück, Palladium springt nach oben

Gold hat gestern einen ordentlichen Schluck aus der Pulle genommen und ist um 1,4% auf etwas über 1.800 USD je Feinunze gestiegen. Auch heute Morgen hält es sich noch über dieser Marke. Es hat zwei Wochen gedauert, bis Gold alle Verluste im Zuge des US-Arbeitsmarktberichtes aufgeholt hat. Unterstützung hat es durch den schwachen US-Dollar erhalten. In den USA wurden gestern die von Markit erhobenen Einkaufsmanagerindizes für August veröffentlicht. Diese sind stärker gefallen als erwartet – vor allem im Dienstleistungssektor –, was auf eine Abschwächung der Wachstumsdynamik der Wirtschaft hindeutet. Daraufhin sind im Markt Spekulationen aufgekommen, dass die US-Notenbank Fed diese Woche auf ihrer Zentralbankkonferenz noch keinen konkreten Fahrplan zur Rückführung der Anleihekäufe bekannt gibt – eine Meinung, die wir schon länger vertreten. Gold hat von diesen Spekulationen profitiert und einen Satz nach oben gemacht. Unbeeindruckt zeigte sich Gold vom stärksten Tagesabfluss aus den ETFs seit 2½ Monaten. Die Bestände wurden um sechs Tonnen reduziert und liegen auf dem tiefsten Stand seit Mitte Mai. Noch wesentlich stärker als Gold sind gestern die industriellen Edelmetalle Silber, Platin und Palladium gestiegen. Sie wurden nicht nur von Gold mit nach oben gezogen, sondern haben zusätzlichen Schub durch die festen Industriemetalle erhalten. Palladium ist mit +5,4% sogar fast viermal so stark gestiegen wie Gold. Heute Morgen erobert es die Marke von 2.400 USD je Feinunze zurück, unter die es letzten Donnerstag gefallen war. Die Sorgen über eine geringere Palladiumnachfrage aus der Automobilindustrie im Zuge der Produktionskürzungen wegen des anhaltenden Chip-Mangels, die letzte Woche noch präsent waren, haben gestern offenbar keine Rolle mehr gespielt. Allerdings verzeichnen auch die Palladium-ETFs schon seit vielen Wochen keine Zuflüsse mehr und die spekulativen Finanzinvestoren stehen ebenfalls an der Seitenlinie. Die Investmentnachfrage spielt bei Palladium aber schon seit einigen Jahren keine wichtige Rolle mehr.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SD49EBLongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SD34P8ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Kupferpreis hat Verluste aufgeholt, Kupfermarkt bleibt überversorgt

Der Kupferpreis ist gestern um 2,6% auf 9.270 USD je Tonne gestiegen und hat damit alle Verluste seit letztem Donnerstag wieder aufgeholt. Rückblickend hat die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie nicht nur standgehalten, sondern wohl auch wieder Auftrieb gegeben. Gestern Morgen erhielt der Preis einen zusätzlichen Schub, nachdem die LME einen massiven Anstieg der sog. gekündigten Lagerscheine auf 57 Tsd. Tonnen berichtet hatte. Sie liegen damit auf dem höchsten Niveau seit Anfang Mai. Der Anstieg war ausschließlich in asiatischen LME-Lagerhäusern zu beobachten, was auf eine gute Nachfrage in China hindeutet. Dafür spricht auch, dass die SHFE-Bestände in der letzten Woche auf den tiefsten Stand seit Februar gefallen sind. Die LME-Vorräte sind dagegen so hoch wie im Juni letzten Jahres. Am Freitag hatte die International Copper Study Group (ICSG) Daten zu Angebot und Nachfrage am globalen Kupfermarkt veröffentlicht. Demnach wies der Markt in den ersten fünf Monaten des Jahres einen Angebotsüberschuss von 80 Tsd. Tonnen auf, nach 121 Tsd. Tonnen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die augenscheinliche Nachfrage ist angeführt von China um 4,5% gegenüber Vorjahr gestiegen. Außerhalb Chinas ist sie zwar um 3,8% gestiegen, lag damit aber noch deutlich unter dem vergleichbaren Vorkrisenniveau. Die Kupferraffinadeproduktion wurde den ICSG-Daten zufolge um rund 4% ausgeweitet, wozu ein starker Anstieg der Minenproduktion um fast 5% beigetragen hat. Auch auf dieser Seite der Gleichung war China der Treiber. Der Preisanstieg von Kupfer auf das Rekordhoch von fast 10.750 USD je Tonne im Mai lässt sich anhand dieser Daten unseres Erachtens nur schwer nachvollziehen. Zwar ist der Preis seitdem um rund 1.500 USD gefallen, aus fundamentaler Sicht müsste er unserer Meinung nach aber noch niedriger notieren.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Smart denken – clever handeln: Haben Sie das Zeug zum “Trader 2021”?

Am 6. September startet das große Börsenspiel Trader. Beweisen Sie Ihr Können an der Börse: Sie starten mit zwei fiktiven Depots, die jeweils mit 100.000 Euro Spielgeld ausgestattet sind. Ziel ist es, durch den Handel von Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten den höchsten Depotwert von allen Teilnehmern zu erreichen. Hauptpreis ist ein Jaguar I-PACE!

Melden Sie sich schon jetzt an! Unter allen Anmeldungen vor Spielstart am 6. September verlosen wir ein iPhone 12.