Rohstoffe

Rohstoffe: Gold setzt Höhenflug fort

Energie: Keine schnelle Rückkehr der US-Schieferölindustrie erwartet

Die WTI-Ölpreis ist nach einer vorübergehenden Erholung im Laufe des Tages gestern Abend nach dem Lagerbericht des API doch noch leicht gefallen und handelt heute um 40 USD je Barrel. Laut API sind die US-Lagerbestände von Rohöl letzte Woche um gut 2 Mio. Barrel gestiegen, die für Benzin und Destillate um 1,8 Mio. bzw. 850 Tsd. Barrel gefallen. Der Bloomberg-Konsens rechnet bei der heutigen DOE-Veröffentlichung dagegen mit einem Lagerabbau bei Rohöl um 3,25 Mio. Barrel und einem kleineren Aufbau bei Benzin und Destillaten. Die US-Energiebehörde EIA erwartet in ihrem jüngsten Monatsbericht eine schnellere Erholung der Benzinnachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Sie soll in diesem Jahr “nur” um 2,1 Mio. statt wie zuvor erwartet um 2,4 Mio. auf 18,34 Mio. Barrel täglich fallen. Bei der US-Ölproduktion sieht die EIA Anzeichen einer Stabilisierung. Sie soll 2020 zwar auf durchschnittlich 11,6 Mio. Barrel täglich und im nächsten Jahr auf 11 Mio. Barrel täglich fallen. Damit fällt der Rückgang aber etwas geringer aus als bislang erwartet. Die EIA verweist außerdem darauf, dass die gerichtliche Entscheidung zur Dakota Access-Pipeline vom Montag noch nicht in den Schätzungen berücksichtigt wurde. Die jüngsten negativen Entscheidungen zu den Pipelines dürften die Aussichten zumindest für die Ölproduktion in Nord-Dakota verschlechtern. Die Ölproduktion in der Bakken-Schieferölformation wird ihr Maximum von 1,5 Mio. Barrel täglich vom Oktober-November letzten Jahres womöglich nie wieder erreichen, auch wenn sich die Preiserholung nun fortsetzen sollte. Die OPEC scheint also die Kontrolle am Ölmarkt wieder zu übernehmen und kann daher mit der schrittweisen Rücknahme der Produktionskürzungen ab August beginnen. Nach dem Irak scheint nun auch Angola dem Willen Saudi-Arabiens Rechnung zu tragen und seine Produktion ab jetzt sogar noch stärker zu reduzieren als vereinbart, um die “Überpoduktion” aus den Vormonaten zu kompensieren. Nur von Nigeria fehlt diesbezüglich noch ein klares Bekenntnis.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6RCallOil Brent FutureHebel: 7,3
CL450TPutOil Brent FutureHebel: 7,9
SB9B6KCallOil WTI Light FutureHebel: 7,4
CL9FZRPutOil WTI Light FutureHebel: 7,4
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: CO2-Preis nahe seinem Rekordhoch

Die US-Energiebehörde prognostiziert, dass die energiebedingten CO2-Emissionen in den USA nach einem Rückgang um 2,8% im Jahr 2019 dieses Jahr um 12,2% zurückgehen und im nächsten Jahr nur um 6,0% steigen sollen. In der EU dürfte der BIP-Rückgang in diesem Jahr mit 8,3% noch stärker ausfallen als zuvor erwartet und als in den USA. Damit dürften auch die CO2-Emissionen stark zurückgehen. Nichtsdestotrotz ist der CO2-Preis gestern auf fast 30 EUR je Tonne gestiegen und liegt damit unweit seines Rekordhochs von 31 EUR aus dem Jahr 2006. Der Preis hat sich damit in vier Monaten nahezu verdoppelt. Die politische Nachrichtenfront bleibt klar unterstützend. So will die EU-Kommission im Rahmen des Green Deal die Anzahl frei zugeteilter CO2-Emissionszertifikate für die Luftfahrt weiter reduzieren und stattdessen die meisten schon bald versteigern. Auch will sie den Schiffssektor in den Emissionshandel einbeziehen. Wir erachten die jüngste Preisrally jedoch vor allem als technisch getrieben und rechnen mit einer Korrektur in der zweiten Jahreshälfte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3F6NLongICE ECX EUA FutureFaktor: 2
CJ3F6RShortICE ECX EUA FutureFaktor: -2
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Edelmetalle: Gold erreicht 1.800 USD, Interesse an Gold-ETFs ungebrochen hoch

Gold steigt am Morgen auf 1.800 USD je Feinunze und markiert damit das höchste Niveau seit November 2011. Der Gold-Future in New York erreichte bei 1.810 USD den höchsten Stand seit September 2011. Das ist der Monat, in dem Gold sein derzeit noch geltendes Rekordhoch verzeichnete. Der zwischenzeitliche Preisrückgang gestern auf 1.775 USD erwies sich abermals nur als kurzlebig, da dieser als Kaufgelegenheit erachtet wurde. Auftrieb erhält Gold durch einen Anstieg der Risikoaversion wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen. In den USA wurde gestern die Schallmauer von 3 Mio. Infizierten überschritten. Doch nicht nur in den USA legen die Neuinfektionen zu. So befindet sich auch die australische Millionenmetropole Melbourne wegen steigender Infektionszahlen in einem erneuten Lockdown. Mit dem brasilianischen Präsidenten Bolsonaro hat sich zudem der Staatschef eines stark von der Pandemie betroffenen Landes ebenfalls mit dem Virus infiziert. Die steigende Risikoaversion hat auch die Rally an den Aktienmärkten vorerst ausgebremst. Die Gold-ETFs verzeichnen dagegen weiterhin kräftige Zuflüsse. Gestern waren es laut Bloomberg 12,5 Tonnen. Davon entfielen allein 8 Tonnen auf den SPDR Gold Trust. Seit Anfang Juli summieren sich die Zuflüsse bereits wieder auf 33 Tonnen. Der World Gold Council hat gestern seine Statistik zu den ETF-Zuflüssen im Juni veröffentlicht. Diese beliefen sich auf 104 Tonnen. Im ersten Halbjahr waren es 734 Tonnen, womit die Rekordzuflüsse des gesamten Jahres 2009 bereits deutlich übertroffen sind. Die Gold-ETFs haben innerhalb von sechs Monaten auch mehr Gold gekauft als die Zentralbanken in den Jahren 2018 und 2019, die jeweils Rekordkäufe darstellten. Der WGC weist außerdem darauf hin, dass die Gold-ETFs im ersten Halbjahr fast die Hälfte der weltweiten Goldproduktion in diesem Zeitraum absorbiert hätten. Dies zeigt, welch herausragende Rolle diese Anlageform am Goldmarkt derzeit spielt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Bleinachfrage profitiert von Erholung der Autoindustrie

Getrieben von Angebotssorgen und der guten Stimmung der Marktteilnehmer, die sich zuletzt in stark steigenden Aktienmärkten bemerkbar machte, ist der Kupferpreis auf über 6.200 USD je Tonne gestiegen. Er hat damit sämtliche Verluste seit Jahresbeginn wettgemacht. Dabei werden die weltweit immer weiter steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus ignoriert. Diese könnten die wirtschaftliche Erholung abwürgen. Die anderen Metalle haben zuletzt ebenfalls Boden gut gemacht, so auch Zinn. Mit über 17.000 USD je Tonne handelte es gestern in unmittelbarer Nähe seines Jahreseinstandsniveaus. Blei wiederum hat gestern die Marke von 1.800 USD je Tonne überwunden und ist auf ein 4-Monatshoch gestiegen. Die Bleinachfrage könnte kurzfristig Unterstützung von der Erholung der Autoindustrie erhalten, nachdem diese zuvor eingebrochen war. Autobatterien stehen für rund 55% der gesamten Bleinachfrage. Mittlerweile wurden viele Produktionsstätten wieder angefahren bzw. deren Auslastung erhöht. Dennoch dürfte die Bleinachfrage aus der Autoindustrie in diesem Jahr stark fallen. Das Analysehaus Wood Mackenzie schätzt den Rückgang auf 6,5%. Insgesamt könnte die globale Bleinachfrage demnach um 5,9% zurückgehen. Etwas unterstützt wird sie durch eine vermehrte Batterienachfrage aus anderen Industriesektoren wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder der Nahrungsmittelindustrie und Technologiebranche. Der globale Bleimarkt wird in diesem Jahr zwar vermutlich einen höheren Angebotsüberschuss aufweisen als im letzten Jahr. Dieser könnte sich aber noch in Grenzen halten, da das Angebot derzeit eingeschränkt ist. Daten der International Lead and Zinc Study Group zufolge ist die Raffinadeproduktion in den ersten vier Monaten des Jahres um 6,8% gegenüber Vorjahr gefallen. Denn wegen der Lockdown-Maßnahmen stand weniger recyceltes Blei zur Verfügung. Altbatterien machen gut die Hälfte der Bleiraffinadeproduktion aus.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7GLongCopper FutureFaktor: 3
CU54EWShortCopper FutureFaktor: -3
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