Rohstoffe

Rohstoffe: Gegenwind durch den US-Dollar

Energie: Der Wind am Ölmarkt dreht

Der Brentölpreisfällt heute wieder um rund 2% auf 63,5 USD je Barrel, nachdem er getragen von den Nachrichten zum havarierten Containerschiff im Suezkanal am Freitag noch fast auf 65 USD je Barrel geklettert war. Laut der Verwaltung des Kanals soll die Blockade der wichtigen Transportarterie heute enden, nachdem das Schiff wieder flottgemacht wurde, wenngleich die Auflösung der Warteschlange noch knapp eine Woche dauern dürfte. Diese Woche steht jedoch vor allem im Zeichen des (vorgezogenen) Treffens der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) am Donnerstag. Es wird zwar mehrheitlich erwartet, dass die Produktionsquoten beibehalten werden. Doch dürften die Erwartungen einer steigenden Nachfrage, Rufe der Ölkunden nach höherer Produktion, kurzfristige Engpässe durch die Sperrung des Suezkanals und Erwartungen höherer Ölproduktion außerhalb der OPEC auch zu Diskussionen über Produktionsanhebungen führen. Außerdem dürfte die Einführung eines neuen Öl-Kontrakts in Abu Dhabi mit Interesse verfolgt werden. Bislang werden die Öllieferungen aus dem Nahen Osten von rund 20 Mio. Barrel täglich bzw. einem Fünftel der weltweiten Produktion mehrheitlich mit anderen überregionalen Ölbenchmarks gepreist. Die langfristigen politischen und wirtschaftlichen Implikationen für die Region sind schwer zu überschätzen, sollte es Abu Dhabi gelingen, Murban Futures, die physisch mit mindestens 1 Mio. Barrel Tagesproduktion besichert werden, als wichtige regionale Benchmark im Handel mit asiatischen Kunden zu etablieren.

Die Stimmung am Ölmarkt scheint aktuell zu drehen. So haben die Großanleger bei Brent an der ICE ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 23. März um über 50 Tsd. Kontrakte bzw. 15% reduziert. Die Anzahl der Leerverkäufe ist dabei mit fast 89 Tsd. Kontrakten auf den höchsten Stand seit Mitte November gestiegen. Deshalb haben wahrscheinlich sowohl die Nachrichten über die Sperrung des Suezkanals und aus Saudi-Arabien, wo Huthi-Rebellen weitere Angriffe gemeldet haben, nicht für steigende Preise sorgen können.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Kaum Kaufinteresse bei Gold und Silber

Der Goldpreis zeigt sich auch zu Wochenbeginn wenig bewegt bei rund 1.730 USD je Feinunze. Er wird weiterhin durch den festen US-Dollar und die hohen Anleiherenditen in Schach gehalten. Unsere Währungs- und Zinsstrategen gehen davon aus, dass der US-Dollar auch im zweiten Quartal Stärke zeigen wird und die Anleiherenditen hoch bleiben bzw. sogar weiter steigen könnten. Erst im zweiten Halbjahr rechnen wir mit einer Trendumkehr. Dies spiegelt sich in unserer Preisprognose für Gold wider: Bis Jahresmitte sehen wir kaum Spielraum für merklich höhere Preise, in der zweiten Jahreshälfte sollte Gold dann aber deutlich zulegen können. Aktuell fehlt Gold die Unterstützung der Finanzanleger, das Kaufinteresse ist nur gering. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten in der letzten Woche Abflüsse von 28 Tonnen. Die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzinvestoren sind laut der CFTC-Statistik in der Woche zum 23. März zwar um 6% gestiegen, sie bleiben aber mit 43,5 Tsd. Kontrakten auf einem niedrigen Niveau. Der Fokus der Marktteilnehmer wird sich diese Woche wohl auf die ADP-Arbeitsmarktdaten und den offiziellen Arbeitsmarktbericht in den USA richten. Der Bloomberg-Konsens erwartet, dass im März viele neue Stellen geschaffen wurden. Dies könnte den Goldpreis belasten, sollte der US-Dollar deswegen weiter aufwerten. Ähnlich wie bei Gold ist die Lage bei Silber: Der Preis fällt heute Morgen um 1% unter 25 USD je Feinunze. Er notiert unmittelbar an der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie. Sollte diese nicht standhalten, könnte es technisch bedingte Anschlussverkäufe geben, die den Preis abrutschen lassen könnten. Auch die Silber-ETFs verzeichneten zuletzt kräftige Abflüsse: In der vergangenen Woche wurden deren Bestände um über 300 Tonnen abgebaut. Und die Netto-Long-Positionen sind in der letzten CFTC-Berichtswoche um 11% auf 21,9 Tsd. Kontrakte gefallen, den niedrigsten Stand seit zehn Monaten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilber FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilber FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Verkehrte Welt am Aluminiummarkt

Die Metallpreise starten verhalten in die neue Handelswoche. Ein Belastungsfaktor ist dabei wohl der feste US-Dollar, der auf handelsgewichteter Basis weiter aufwertet. Ein anderer ist möglicherweise das baldige Ende der Blockade des Suezkanals, da das havarierte Containerschiff wieder schwimmt und der Kanal in absehbarer Zeit wohl wieder durchfahrbar ist. Damit würden auch die Lieferketten wieder funktionieren. Darüber hinaus werden geopolitische Spannungen zwischen China auf der einen und den USA, Kanada, Großbritannien und der EU auf der anderen Seite genannt, die den Risikoappetit der Marktteilnehmer bremsen. Kupfer fällt um knapp 1% unter 8.900 USD je Tonne. Aluminium hat zum Handelsstart um gut 1% auf 2.270 USD je Tonne nachgegeben. Am Freitag übersprang es erstmals seit Juni 2018 kurzzeitig die Marke von 2.300 USD. Wurden letzte Woche noch Angebotssorgen angeführt, die den Aluminiumpreis nach oben getrieben haben, ist heute genau das Gegenteil der Fall: Nun „sorgt“ man sich vor einer Angebotsausweitung in China, da die Gewinnmargen der chinesischen Schmelzen gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf den chinesischen Datenanbieter SMM beruft, auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren gestiegen sind (über 4.000 CNY bzw. 612 USD je Tonne). SMM erwartet, dass deshalb 500 Tsd. Tonnen p.a. aktuell stillgelegter Produktionskapazitäten wieder an den Markt kommen könnten. Auch steht noch im Raum, dass aus chinesischen Staatsreserven 500 Tsd. Tonnen Aluminium freigegeben werden könnten. Gleichzeitig steht allerdings in China auch die saisonal nachfragestärkste Zeit bevor – die Bausaison beginnt. Ein Teil des zusätzlichen Angebots dürfte also absorbiert werden. Preisbewegend bzw. in diesem Fall preisunterstützend könnten ab Mitte der Woche die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in China und den USA sein. Der Bloomberg-Konsens erwartet für beide Länder eine anhaltend positive Stimmung in der Industrie.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongKupfer FutureFaktor: 5
SB3T94ShortKupfer FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.