Rohstoffe

Rohstoffe: Freundlicher Wochenauftakt

Energie: Ölpreise erholen sich nach kräftigem Wochenverlust

Die Ölpreise starten mit deutlichen Gewinnen in die neue Handelswoche. Brent steigt um 2% auf 66,5 USD je Barrel, WTI auf 63,5 USD je Barrel. Gasöl verteuert sich auf 550 USD je Tonne. Allerdings folgt dies einer rabenschwarzen Woche, in der Brent knapp 8% und WTI 9% verloren, was jeweils dem stärksten Wochenrückgang seit fast 10 Monaten entsprach. Brent rutschte im Zuge dessen am Freitag erstmals seit drei Monaten kurzzeitig unter 65 USD und der Relative-Stärke-Index fiel unter 30 in den überverkauften Bereich. Wir erachten diese Preisschwäche als übertrieben. Sie hat mehr mit der Psychologie der Marktteilnehmer als mit einer Eintrübung der Fundamentaldaten zu tun. Ob die verhängten Reiseeinschränkungen in China und in anderen Ländern der Region Asien-Pazifik die Kraftstoffnachfrage tatsächlich so stark treffen werden wie das die Preisbewegung der letzten Woche suggeriert, werden die kommenden Wochen zeigen. Das Beispiel Indien machte zudem deutlich, dass sich die Nachfrage schnell wieder erholt, wenn die Beschränkungen aufgehoben werden. Von daher ist es auch von großer Bedeutung, wie lange die Einschränkungen aufrechterhalten werden. Hoffnung macht in dieser Hinsicht, dass es in China über das Wochenende keine neuen Infektionsfälle gegeben haben soll. Die am Freitag veröffentlichten Daten zur Marktpositionierung geben bereits teilweise Aufschluss darüber, welche Rolle die spekulativen Finanzanleger beim jüngsten Preisrückgang gespielt haben. Die Netto-Long-Positionen bei Brent fielen in der Woche zum 17. August um 22,5 Tsd. auf 245,1 Tsd. Kontrakte, das niedrigste Niveau seit November 2020. Dagegen stiegen sie bei WTI sogar leicht, nachdem sie in der Vorwoche mit 247,5 Tsd. Kontrakten ein 16-Monatstief erreicht hatten. Da der Großteil des Preisrückgangs erst nach dem Stichtag erfolgte, dürften die Netto-Long-Positionen seither (nochmals) deutlich reduziert worden sein. Gleiches gilt auch für Gasöl, wo die Netto-Long-Positionen per 17. August auf 93,1 Tsd. Kontrakte fielen und damit ein 5½-Monatstief markierten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD13PBLongOil Brent FutureFaktor: 5
SD2TANShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD1XJGLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold in Erwartung der Jackson Hole-Konferenz, Silber nicht gefragt

Am Goldmarkt schauen die Marktteilnehmer diese Woche auf das von der US-Notenbank Fed ausgerichtete Zentralbanktreffen, welches am Donnerstag beginnt und jetzt doch rein virtuell stattfindet. Sie erhoffen sich von diesem Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Fed. Wir erwarten nicht, dass der Fed-Vorsitzende Powell sich diesbezüglich äußert oder gar die Rückführung der Anleihekäufe ankündigt. Dafür halten wir die nächste Fed-Sitzung Ende September für geeigneter. Gold dürfte im Vorfeld des Zentralbanktreffens keine großen Sprünge machen. Zum Wochenauftakt zeigt es sich leicht fester bei 1.785 USD je Feinunze. Es wird unterstützt durch den etwas schwächeren US-Dollar. Nach der Flucht aus Gold sind einige spekulative Finanzinvestoren in der Woche zum 17. August laut CFTC-Statistik wieder in den Goldmarkt zurückgekommen: Sie haben ihre Netto-Long-Positionen um 67% auf 59,1 Tsd. Kontrakte ausgeweitet und somit wohl zur Preiserholung von Gold beigetragen. Der vorherige Abbau ist aber längst noch nicht wieder aufgeholt, d.h. es besteht hier zum einen noch Luft nach oben und zum anderen könnte der Goldpreis durch eine weitere Rückkehr der spekulativen Finanzinvestoren nochmals Auftrieb erhalten. Überwiegend Skepsis herrscht bei den ETF-Anlegern vor: Sie haben letzte Woche aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs 6 Tonnen abgezogen, allein am Freitag 4,5 Tonnen. Die Silber-ETFs verzeichneten in den letzten beiden Handelstagen Abflüsse von 120 Tonnen. Im Gegensatz zu Gold befinden sich bei Silber die spekulativen Finanzinvestoren noch auf dem Rückzug. Mit 9,8 Tsd. Kontrakten liegen deren Netto-Long-Positionen laut CFTC-Statistik mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2019. Dies erklärt unseres Erachtens zum Teil die Underperformance von Silber gegenüber Gold in den letzten Wochen. Das Gold/Silber-Verhältnis ist auf 77 und damit den höchsten Stand seit Ende November gestiegen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SD49EBLongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Angespannterer Aluminiummarkt trotz höherer Produktion

Die Metallpreise holen zu Wochenbeginn ihre Verluste von vergangenem Donnerstag weiter auf. Sie werden dabei unterstützt durch feste asiatische Aktienmärkte, die einen höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer widerspiegeln, und einen etwas schwächeren US-Dollar. Bis auf Zinn legen alle Metalle zu. Mit einem Plus von 2,5% ist Nickel heute Morgen der größte Gewinner – es handelt wieder bei 19.000 USD je Tonne. Aluminium verteuert sich um 1,5% auf 2.585 USD je Tonne. Wie das International Aluminium Institute (IAI) am Freitag berichtete, ist die globale Aluminiumproduktion im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 5,2% auf 5,75 Mio. Tonnen bzw. 185,4 Tsd. Tonnen pro Tag gestiegen. Treiber dabei war einmal mehr China (+7,1%), dessen Daten vom Nationalen Statistikbüro (NBS) bereits vor einer Woche veröffentlicht wurden. Auch außerhalb Chinas wurde die Produktion ausgeweitet (+2,6%). Das IAI setzt die chinesische Aluminiumproduktion etwas höher an als das NBS, so dass auf Tagesbasis dort wie auch weltweit im Vergleich zum Vormonat kein Rückgang zu erkennen ist. Den IAI-Daten zufolge lag die tägliche Aluminiumproduktion im Juli nur marginal unter dem Rekordhoch von Mai. Im August und möglicherweise auch in den darauffolgenden Monaten dürfte die Produktion aber unter anderem wegen Stromversorgungsengpässen in China und streikbedingt in Kanada niedriger ausfallen. Sofern die Aluminiumnachfrage weiter so kräftig anzieht wie in den letzten Monaten (wobei hier bislang noch die Erholung nach dem Corona-bedingten Einbruch im letzten Jahr eine Rolle spielt), dürfte der globale Aluminiummarkt ins Defizit drehen. Laut Aussagen des größten russischen Aluminiumproduzenten war der Markt im ersten Halbjahr nur noch ausgeglichen, d.h. der hohe Überschuss des Vorjahres wurde komplett abgebaut. Das World Bureau of Metal Statistics hatte letzte Woche sogar bereits von einem Defizit von gut 1 Mio. Tonnen im ersten Halbjahr gesprochen. Dieses führt es auf eine starke Nachfrage zurück, die um über 10% gestiegen sein soll.

Smart denken – clever handeln: Haben Sie das Zeug zum “Trader 2021”?

Am 6. September startet das große Börsenspiel Trader. Beweisen Sie Ihr Können an der Börse: Sie starten mit zwei fiktiven Depots, die jeweils mit 100.000 Euro Spielgeld ausgestattet sind. Ziel ist es, durch den Handel von Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten den höchsten Depotwert von allen Teilnehmern zu erreichen. Hauptpreis ist ein Jaguar I-PACE!

Melden Sie sich schon jetzt an! Unter allen Anmeldungen vor Spielstart am 6. September verlosen wir ein iPhone 12.