Rohstoffe

Rohstoffe: Energiepreise steigen auf breiter Front

Energie: IEA sieht Ölmarkt kurzfristig deutlich unterversorgt

Der Brentölpreis steigt am Morgen auf 74,4 USD je Barrel, das höchste Niveau seit sechs Wochen. Auftrieb geben die Angebotsausfälle im Golf von Mexiko, die zu einer kurzfristigen Markteinengung führen. Die IEA kalkuliert für September mit einem Rückgang der dortigen Ölproduktion um 650 Tsd. Barrel pro Tag und einem kumulierten Produktionsverlust von 30 Mio. Barrel, was damit auch den Anstieg der Ölproduktion der OPEC+ in diesem Monat übertrifft. Für das dritte Quartal implizieren Schätzungen der IEA ein Angebotsdefizit von 800 Tsd. Barrel pro Tag, für das vierte Quartal 450 Tsd. Barrel pro Tag. Die Prognosen für die weltweite Ölnachfrage wurden von der IEA dagegen nur marginal revidiert. Für dieses Jahr rechnet sie mit einem Anstieg um 5,2 Mio. und im nächsten Jahr um 3,3 Mio. Barrel pro Tag. Damit bleibt die IEA auch deutlich vorsichtiger als die OPEC, die für nächstes Jahr einen um fast 1 Mio. Barrel pro Tag stärkeren Anstieg erwartet. Entsprechend niedriger fällt auch der von der IEA geschätzte Bedarf an OPEC-Öl im nächsten Jahr aus. Er soll genau wie dieses Jahr bei 27,2 Mio. Barrel pro Tag liegen (OPEC: 28,7 Mio.). Verglichen mit der aktuellen OPEC-Produktion von knapp 27 Mio. Barrel pro Tag bedeutet das für die OPEC+ nur wenig Spielraum für eine Produktionsausweitung. Bei der vollständigen Umsetzung der gegenwärtigen Produktionspläne der OPEC+ droht demnach am Ölmarkt im nächsten Jahr ein Überangebot von durchschnittlich mehr als 2 Mio. Barrel pro Tag. Es fällt damit mehr als doppelt so hoch aus wie der von der OPEC für 2022 erwartete Überschuss. Dabei ist unterstellt, dass die OPEC+ ihr Angebot wie geplant solange ausweitet, bis sämtliche Produktionskürzungen vom Mai 2020 zurückgenommen sind. Da einige OPEC-Länder ihre Produktion wegen begrenzter Kapazitäten nicht mehr ausweiten können, könnte der implizite Überschuss auch niedriger ausfallen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent Future Faktor: 5
SD3353ShortOil Brent Future Faktor: -5
SD265DLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Energie: Gas-, Kohle- und dt. Börsenstrompreis auf neuen Hochs

Auch an den übrigen Energiemärkten klettern die Preise immer höher: Aus Sorge, dass Tropensturm Nicholas weitere Produktionsausfälle verursacht haben könnte, stieg der nächstfällige Future für US-Gas der Sorte Henry Hub gestern auf ein 7½-Jahreshoch von 5,4 USD je mmBtu. Schließlich ist nach Hurrikan Ida noch immer knapp die Hälfte der US-Gasproduktion im Golf von Mexiko stillgelegt. Auch aufgrund der Schließung des Freeport LNG-Export-Terminals bleibt dies nicht folgenlos für den angespannten europäischen Markt: Der nächstfällige Terminkontrakt für TTF erreicht mit 70 EUR je MWh ein neues Rekordhoch. Gleichzeitig schieben sich die Preise am Kohlemarkt immer höher. Hier spielt eine wesentliche Rolle, dass Chinas Kohleförderung mit der starken heimischen Nachfrage nicht Schritt hält. Immerhin: Für August meldet Reuters einen Anstieg der Kohleförderung vom 26-Monatstief im Vormonat. Der Höhenflug am Kohle- und Gasmarkt mündet – trotz zuletzt leicht rückläufiger CO2-Preise – in neue Hochs für deutschen Börsenstrom. Der Future für Grundlast im nächsten Kalenderjahr klettert erstmals über 100 EUR je MWh.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5YLongNatural Gas FutureFaktor: 4
SF2DF9ShortNatural Gas FutureFaktor: -4
SB3T6CLongHeating Oil FutureFaktor: 5
SD3354ShortHeating Oil FutureFaktor: -5
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Edelmetalle: Gold nach US-Inflationsdaten fester, Palladium dagegen massiv unter Druck

Der Edelmetallsektor stand gestern phasenweise deutlich unter Druck. Gold ist im Vorfeld der US-Inflationsdaten auf gut 1.780 USD je Feinunze abgerutscht, hat nach deren Veröffentlichung aber alle Verluste aufgeholt und ist leicht über die Marke von 1.800 USD gestiegen. Fallende Anleiherenditen haben Gold dabei unterstützt. Denn die Inflationsdaten fielen teilweise niedriger aus als erwartet. Im August ermäßigte sich die Gesamtteuerungsrate leicht auf 5,3% ggü. Vj., was den Erwartungen entsprach. Die Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel) ging dafür überraschend deutlich auf 4,0% ggü. Vj. zurück. Im Monatsvergleich lag der Verbraucherpreisindex ohne Energie und Lebensmittel im August nur 0,1% über dem Juli-Wert, was dem geringsten Monatsanstieg seit Februar entspricht. Die Corona-bedingten Sondereffekte scheinen allmählich an Einfluss zu verlieren. Dies könnte die US-Notenbank Fed in ihrer Ansicht bestätigen, dass die hohe Inflationsrate nur vorübergehend ist. Sie hat daher mit der Rückführung der Anleihekäufe unseres Erachtens keine übermäßige Eile. Unsere Volkswirte gehen weiter davon aus, dass die Fed das sogenannte Tapering noch dieses Jahr beschließt. Eine erste Zinserhöhung dürfte 2023 folgen.

Unterdessen hat sich der Abverkauf bei Palladium nicht nur fortgesetzt, sondern sogar beschleunigt: Das industrielle Edelmetall verlor gestern zwischenzeitlich 7,5% bzw. rund 160 USD und notierte nur noch bei 1.935 USD je Feinunze. Dies ist das niedrigste Niveau seit Juli 2020. Am Handelsende stand ein Minus von 5,5% zu Buche. Damit ist Palladium an sieben aufeinanderfolgenden Handelstagen gefallen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T54LongGold FutureFaktor: 4
SB42W8Short Gold FutureFaktor: -4
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Schwache chinesische Konjunkturdaten, geringere Stahl- und Aluminiumproduktion

Die Korrektur an den Industriemetallmärkten hat sich gestern fortgesetzt. Heute Morgen zeigen sich die Metallpreise aber wieder etwas fester. Stärkere Preisanstiege werden wohl durch die schwachen chinesischen Konjunkturdaten verhindert. Wie das Nationale Statistikbüro (NBS) berichtet, waren vor allem die Einzelhandelsumsätze im August schwach, was auf regionale Schließungen wegen zuletzt vermehrter Corona-Infektionen zurückzuführen ist und auf eine schwache Inlandsnachfrage hindeutet. Aber auch die Industrieproduktion lag mit +5,3% gegenüber Vorjahr im August klar unter den Erwartungen. Die Dynamik hat bereits den fünften Monat in Folge nachgelassen. Ähnlich sieht es bei den Anlageinvestitionen aus, wobei diese zumindest im Rahmen der Erwartungen lagen. Das verarbeitende Gewerbe hat also deutlich an Schwung verloren. Die schwache Inlandsnachfrage und die hohen Input-Preise (z.B. Rohstoffe) haben die Produktion vieler Industrieunternehmen wohl beeinträchtigt. Zur insgesamt betrachtet geringeren Dynamik hat unter anderem die Stahlproduktion beigetragen, die gemäß NBS-Daten im August gegenüber Vorjahr um gut 13% auf 83,2 Mio. Tonnen gefallen ist. Auf Tagesbasis wurden „nur“ noch 2,69 Mio. Tonnen Stahl hergestellt. Die Stahlproduktion war damit bereits den vierten Monat in Folge rückläufig. Sie ist auf das niedrigste Niveau seit März 2020 zurückgefallen, d.h. kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie. Beim neuerlichen Produktionsrückgang haben unseres Erachtens die angeordneten Kürzungen die Hauptrolle gespielt. Da auch nach acht Monaten noch mehr Stahl hergestellt wurde als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, dürfte die Produktion in den kommenden Monaten weiter gedrosselt werden. Die chinesische Aluminiumproduktion lag den NBS-Daten zufolge mit 3,16 Mio. Tonnen zwar noch marginal über Vorjahr, sie ist jetzt aber auch schon den vierten Monat in Folge gefallen. Hierzu haben wohl Stromversorgungsengpässe und die strengere Klimapolitik der Regierung beigetragen.

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