Rohstoffe

Rohstoffe: Das war 2021

Energie: (Hoffentlich) ein Ausnahmejahr

Die massive Anspannung an den Energiemärkten mit dem entsprechend starken Anstieg der Preise war wohl 2021 die einschneidendste Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Dabei mutet die Verteuerung des Schwergewichts Öl noch vergleichsweise moderat an: In der Spitze kostete zwar auch ein Barrel Brentöl mit fast 87 USD so viel wie zuletzt vor drei Jahren. Aber Stand jetzt ist der Preisanstieg mit rund 45% seit Jahresbeginn der geringste unter den Energieträgern. Schließlich schaffte es das erweiterte Produktionskartell OPEC+, seine Förderung der Nachfrageerholung weitgehend anzupassen. Dagegen gerieten die Märkte der Substitute Gas und Kohle massiv in Schieflage, wobei sich die Epizentren teils witterungsbedingt im Jahreslauf verschoben haben: Zu Jahresbeginn war es vor allem Asiens starke Gasnachfrage, die zu einer massiven Knappheit am LNG-Markt führte, auch weil es gleichzeitig größere Produktionsausfälle bei den Anbietern gab. Im weiteren Jahresverlauf verschob sich die Anspannung immer weiter auf den europäischen Markt. Zusätzlich verstärkt durch die (politischen) Spannungen mit dem wichtigsten Gasanbieter Europas, Russland, sind die europäischen Gaspreise am Kassamarkt aktuell wieder auf dem Weg zum (Intraday-)Rekordhoch von Anfang Oktober, siebenmal so hoch wie zu Jahresbeginn. Der Kohlemarkt wurde in Mitleidenschaft gezogen, weil sich die Nachfrage von Gas zu Kohle verschoben hat. Aber es war wie so oft vor allem eine starke Unwucht im mit Abstand größten Verbrauchs- und Produzentenland China, welche die Preise nach oben trieb. Als die Situation dort in einer Energiekrise eskalierte, schaffte es die Regierung durch staatliche Eingriffe die Produktion im eigenen Land wieder anzuschieben. Und nicht zuletzt setzten die Preise im EU-Emissionshandel ihren Aufwärtstrend fort, anfangs stark getrieben durch die Konjunktur und den Brennstoffwechsel von Gas zurück zu Kohle, am Ende dank sehr viel Eigendynamik. Bis vor kurzem wurden noch neue Rekordhochs erreicht, ebenso wie es bei den deutschen börsennotierten Strompreisen (nächster Kalendermonat und nächstfälliges Kalenderjahr) aufgrund der wieder gestiegenen europäischen Gaspreise aktuell der Fall ist.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T50LongOil Brent Future Faktor: 4
SD3V9LShortOil Brent Future Faktor: -4
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
SB3T44LongNatural Gas FutureFaktor: 2
SB3T7TShortNatural Gas FutureFaktor: -2
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Edelmetalle: Die Underperformer im Rohstoff-Bereich

Die Edelmetalle waren in diesem Jahr im Rohstoff-Bereich die klaren Underperformer. Dies lag zum einen an der lange Zeit guten Stimmung und dem damit einhergehend hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer. Dieser spiegelte sich unter anderem in einer Rekordjagd an den Aktienmärkten wider. Es waren riskantere Asset-Klassen gefragt, zum Nachteil von Gold. Gegenwind erhielten vor allem Gold, aber auch die anderen Edelmetalle, von den Erwartungen der Marktteilnehmer, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik strafft. Zunächst waren es „Tapering“-Erwartungen, später kamen Zinserhöhungserwartungen im Zuge der immer weiter gestiegenen Inflation hinzu. Dies hat Gold lange Zeit in Schach gehalten. Der Beginn der Rückführung der Anleihekäufe im November und das Signal zu Zinserhöhungen im nächsten Jahr haben dem Goldpreis dann nicht mehr zugesetzt. Die Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik haben auch dazu geführt, dass der US-Dollar aufgewertet hat: Auf handelsgewichteter Basis hat er in diesem Jahr bislang um knapp 7% zugelegt. Darüber hinaus sind die Anleiherenditen kräftig gestiegen. Zwar bleiben unter Berücksichtigung der Inflationserwartungen die Realzinsen klar negativ, dennoch hat auch dies Gold belastet; denn Gold wirft keine Zinsen ab. Mit einem aktuellen Minus von rund 5% seit Jahresbeginn droht Gold aller Voraussicht nach der erste Jahresverlust seit drei Jahren. Deutlich größere Verluste stehen bei den anderen Edelmetallen zu Buche. Silber hat in diesem Jahr erneut kein Eigenleben geführt und sich im Fahrwasser von Gold bewegt. Unter dem Strich hat es überproportional stark verloren gegenüber Gold. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daher von gut 70 zu Jahresbeginn auf aktuell über 80 gestiegen. Platin hat im Jahresverlauf unter der Aussicht auf einen satten Angebotsüberschuss gelitten. Der größte Verlierer unter den Edelmetallen ist Palladium mit einem Minus von derzeit knapp 30%. Es wurde ebenfalls durch die Aussicht auf einen besser versorgten Markt belastet. Maßgeblich war die gedrosselte Produktion in der Automobilindustrie im Zuge der Chip-Knappheit.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ELongGold Future Faktor: 2
SD3AL2ShortGold Future Faktor: -2
SF5DDRLongSilver FutureFaktor: 2
SF5DDKShortSilver FutureFaktor: -2
SB3T5GLong Platinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum Future Faktor: -3
CJ7RMQLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Rally mit zeitweise neuen Allzeithochs

An den Industriemetallmärkten ging es in diesem Jahr turbulent zu: Die Metallpreise setzten ihre Erholungsrally aus dem Vorjahr lange Zeit fort. Kupfer, Zinn und Eisenerz markierten im Zuge dessen Allzeithochs, während die anderen Metallpreise mehrjährige Höchststände verzeichneten. Die mit Abstand beste Preisentwicklung weist Zinn auf, das sich zwischenzeitlich sogar verdoppelte. Auftrieb erhielten die Preise lange Zeit von einer starken Nachfrage, die sich vom Corona-Einbruch schneller und stärker erholt hat als erwartet. Am globalen Nickelmarkt wurden bis einschließlich Oktober sogar zweistellige Wachstumsraten registriert. Daneben trugen Angebotsengpässe zur Preisrally bei, die nicht zuletzt durch die hohen Energiepreise in vielen Ländern ausgelöst wurden. Viele Metallmärkte waren in diesem Jahr wesentlich angespannter als zunächst prognostiziert. Im Oktober haben zwei führende Zinkproduzenten angekündigt, die Produktion in ihren europäischen Werken wegen der hohen Strompreise drastisch zu drosseln. China hatte wegen der Energiekrise im Land über mehrere Wochen den energieintensiven Industrien den Strom rationiert beziehungsweise Produktionskürzungen angeordnet. Davon betroffen waren unter anderem Aluminium und Stahl. Die niedrigere Stahlproduktion führte zu einem geringeren Eisenerzbedarf, was den Eisenerzpreis seit Jahresmitte hat einbrechen lassen. Die Industriemetallpreise sind seit Ende Oktober weitgehend in eine Seitwärtsbewegung eingemündet. Gegenwind kam durch Konjunktur- beziehungsweise Nachfragesorgen im Zuge der neuen Virusvariante auf. Ebenso belastete der weiter aufwertende US-Dollar. Nachdem die chinesische Regierung angekündigt hat, der Wirtschaft im nächsten Jahr unter die Arme zu greifen, keimt unter den Marktteilnehmern wieder etwas Hoffnung auf.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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Nachhaltigkeit als Megatrend

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Einer der Treiber dieses Themas ist die Klimakrise. Auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität ist die Dekarbonisierung der Wirtschaft die tragende Säule. Das hat Auswirkungen auf viele Rohstoffe. Wer hierbei als Gewinner und Verlierer hervorgehen könnte, haben wir für Sie analysiert. Jetzt lesen!