Rohstoffe

Rohstoffe: Auf der Jagd nach neuen Rekorden

Energie: Schwankungsfreudige Ölpreise

Der Brentölpreis war gestern erneut schwankungsanfällig und hat sich zunächst um 2% auf unter 65 USD je Barrel verbilligt, bevor er zum Handelsschluss fast alle Verluste aufgeholt hat. Eine allmähliche Erholung am Aktienmarkt dürfte ebenso dazu beigetragen haben wie die optimistischere Einschätzung des Gemeinsamen Technischen Komitees der OPEC+ (JTC). Dieses hat gestern die Nachfrageschätzung erhöht und rechnet wie auch der letzte OPEC-Bericht mit einem Anstieg der Nachfrage um 6 Mio. Barrel täglich. Vor einem Monat hatte das JTC noch einen Anstieg um “lediglich” 5,6 Mio. Barrel erwartet. Außerdem soll der größte Teil der während der Anfangsphase der Pandemie angehäuften überschüssigen Ölvorräte bereits im 2. Quartal abgebaut werden. Dennoch bleibt das Risiko, dass die starke Ausbreitung des Coronavirus in Indien, Brasilien, Japan und der Türkei das globale Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen könnte, wobei auch die Erholung der Ölnachfrage “entgleisen” könnte. Die OPEC+ hat außerdem die Sitzung des sog. Gemeinsamen Ministeriellen Beobachtungskomitees (JMMC) auf heute verlegt, bevor die Ölminister morgen eine vollständige Sitzung abhalten sollen. Es ist davon auszugehen, dass die Entscheidungen des letzten großen Treffens vor vier Wochen trotz der aktuellen Gefahren bestätigt werden. Damals hatte die OPEC+ beschlossen, die Produktion in den nächsten drei Monaten um 2,1 Mio. Barrel täglich zu erhöhen. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Anstieg nicht verfrüht kommt, denn die Lage in den großen ölimportierenden Ländern wie Indien, Japan oder der Türkei spitzt sich gerade zu. Außerdem dürfte sich die Ölproduktion in Libyen, die zuletzt um bis zu 300 Tsd. Barrel täglich zurückging, schnell wieder erholen, nachdem die finanziellen Streitigkeiten gelöst wurden. Andererseits scheint eine schnelle Einigung zwischen den USA und dem Iran unwahrscheinlich, nachdem der Iran Verhandlungen auf Ministerebene im Atomstreit vorerst ausgeschlossen hat. Damit rückt die Rückkehr der iranischen Ölexporte von zusätzlich bis zu 1,5 Mio. Barrel täglich auch angesichts der bevorstehenden Präsidenschaftswahlen im Iran in weite Ferne.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T65LongOil Brent FutureFaktor: 7
SD3V9KShortOil Brent FutureFaktor: -7
SD0UPCLongOil WTI Light FutureFaktor: 7
SD3ZX7ShortOil WTI Light FutureFaktor: -7
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold vor Fed-Sitzung in Wartestellung, Palladium mit neuem Rekord

Der Goldpreis handelt im Vorfeld der heute beginnenden 2-tägigen geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed kaum verändert bei 1.780 USD je Feinunze. Überraschungen sind morgen bei der Verkündung der Ergebnisse durch Fed-Chef Powell zwar nicht zu erwarten. Die ultra-expansive Ausrichtung der Geldpolitik dürfte unverändert bleiben. Spannend könnte es allerdings werden, wie sich Powell zur weiteren Entwicklung der Inflation und zum Zeitpunkt äußert, ab dem die Anleihekäufe von derzeit 120 Mrd. USD pro Monat zurückgeführt werden. Laut einer aktuellen Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen könnte das schon im vierten Quartal dieses Jahrs passieren und damit etwas früher als in der Umfrage vor einem Monat erwartet wurde. Unsere Volkswirte rechnen damit weiterhin erst Mitte nächsten Jahres. Daher ist es nachvollziehbar, dass sich die Marktteilnehmer mit neuen Engagements zurückhalten. Dabei dürfte sicherlich auch eine Rolle spielen, dass sich die Marke von 1.800 USD zumindest vorerst als nur schwer zu überwindendes Hindernis herausgestellt hat. In Zurückhaltung üben sich derzeit auch die ETF-Anleger, was im Vergleich zu den vorherigen Monaten als positiv zu werten ist. Denn nach massiven Verkäufen im Februar und März sind diese inzwischen zum Erliegen gekommen. In den letzten sechs Handelstagen gab es in der Summe keine Abflüsse aus den von Bloomberg erfassten ETFs mehr. Damit ist ein starker Belastungsfaktor für den Goldpreis weggefallen. Wie stark dieser auf der Goldnachfrage im 1. Quartal gelastet hat, dürften die Daten des World Gold Council übermorgen zeigen. Gänzlich ohne Zutun der ETF-Nachfrage steigt der Palladiumpreis weiter von Rekord zu Rekord. Aktuell liegt dieser bei 2.944 USD je Feinunze. Die Dynamik des Preisanstiegs macht einen Test der Marke von 3.000 USD in den kommenden Tagen wahrscheinlich. Auftrieb geben die angespannte Versorgungslage am Palladiummarkt sowie ein positives allgemeines Marktumfeld, das sich in steigenden Aktienmärkten und Industriemetallpreisen – Kupfer nimmt Kurs auf die Marke von 10.000 USD – widerspiegelt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold FutureFaktor: 6
SD3YJSShortGold FutureFaktor: -6
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Aluminiumpreise weiter im Aufwind

Der LME-Aluminiumpreis ist erstmals seit drei Jahren über die Marke von 2.400 USD je Tonne gestiegen. An der SHFE in Shanghai ist der meistgehandelte Futures-Kontrakt auf 18.600 CNY je Tonne (umgerechnet rund 2.870 USD) geklettert. Dies ist der höchste Wert seit August 2011. Neben der augenscheinlich guten Nachfrage treiben wiederholt geäußerte Angebotssorgen den Preis in die Höhe. Dabei ist China bislang einen Beweis schuldig geblieben, dass die Produktion in zwei Provinzen des Landes auch tatsächlich gedrosselt wurde, worüber zuletzt oft spekuliert wurde. Im Gegenteil, das Nationale Statistikbüro hatte für März einen Anstieg der chinesischen Aluminiumproduktion um 8,5% auf ein neues Rekordhoch gemeldet. Der vom International Aluminium Institute berichtete Anstieg war mit 8% nur unwesentlich geringer. Auf Tagesbasis blieb die chinesische Aluminiumproduktion demnach nur marginal hinter dem Rekordhoch des Vormonats zurück. Und wegen der hohen Gewinnmargen der chinesischen Schmelzen – sie lagen laut dem Datenanbieter SMM zuletzt bei umgerechnet rund 680 USD je Tonne – werden diese ihre Produktion wohl nicht freiwillig drosseln. Die hohen Margen geben eher noch Anreiz zur weiteren Produktionsausweitung. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hatte letzte Woche klargestellt, dass es zwar die Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten verstärkt kontrollieren, aber nicht grundsätzlich untersagen wird. Nach wie vor dürfen veraltete und stillgelegte Schmelzen durch neue Anlagen ersetzt werden. Zudem dürfen unter bestimmten Bedingungen auch zusätzliche Kapazitäten noch in Betrieb genommen werden. Laut Einschätzung des staatlichen Research-Instituts Antaike werden in diesem Jahr rund 1,7 Mio. Tonnen jährliche Produktionskapazitäten neu in Betrieb gehen, die meisten davon im zweiten Quartal. Wir halten die Angebotssorgen für überzogen und den Aluminiumpreis für zu hoch.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.