Rohstoffe

Rohstoffe: Ampel schiebt den CO2-Preis auf ein neues Rekordhoch

Energie: OPEC+ in der Zwickmühle

Der Brentölpreis hat sich nach den starken Ausschlägen zu Wochenbeginn bei 82 USD je Barrel eingependelt. Nach der Bekanntgabe der Freigabe von Rohöl aus den strategischen Reserven seitens der USA und anderer großer Verbrauchsländer richtet sich nun der Fokus auf die mögliche Reaktion der OPEC+. Diese trifft sich am kommenden Donnerstag, um über die weitere Ölproduktion zu entscheiden. Bislang ist vorgesehen, die Ölproduktion jeden Monat um 400 Tausend Barrel pro Tag zu erhöhen. Allerdings hatte die OPEC+ bei ihrem Beschluss Mitte Juli eine Bestandsaufnahme im Dezember mit Blick auf das nächste Jahr angekündigt. Und im nächsten Jahr deutet sich auf Basis der aktuellen Produktionspläne eine Überversorgung an. Besonders groß soll der Angebotsüberschuss im ersten Quartal sein, wo die Nachfrage saisonal schwächer ist. Nun kommen perspektivisch noch rund 60 Millionen Barrel Rohölangebot aus den großen Verbrauchsländern hinzu. Laut einem Beratungsgremium der OPEC könnte der Überschuss im Januar und Februar um jeweils 1,1 Millionen auf 2,3 Millionen beziehungsweise 3,7 Millionen Barrel pro Tag anschwellen, wenn die strategischen Ölreserven in diesen beiden Monaten freigegeben werden. Die OPEC+ könnte daher in Erwägung ziehen, die für Januar geplante Produktionserhöhung auszusetzen oder zumindest zu reduzieren. Das Wall Street Journal berichtete gestern unter Berufung auf informierte Personen, dass Saudi-Arabien und Russland eine Aussetzung ihrer geplanten Produktionserhöhung erwägen würden. Drei OPEC+ Quellen sagten dagegen der Nachrichtenagentur Reuters, dass dies bislang nicht zur Diskussion stehen würde. Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben heute bekannt, ohne eine feste Position in die Sitzung in der kommenden Woche gehen zu wollen.

Energie: Die Ampel schiebt den CO2-Preis auf ein neues Rekordhoch

Der CO2-Preis machte gestern einen deutlichen Satz nach oben und markierte einen neuen Rekord von über 73 EUR je Tonne. Auftrieb gab der Koalitionsvertrag der sogenannte (deutschen) Ampel aus SPD, Grünen und FDP, welcher der CO2-Bepreisung im Klimaschutz eine zentrale Rolle einräumt. Die Koalition will sich in der EU für einen Mindestpreis stark machen. Sollte sich die EU nicht einigen, sollen nationale Maßnahmen (wie beispielsweise Zertifikatelöschung oder Mindestpreis) einen CO2-Preis von 60 EUR absichern. In dieser Höhe scheinen die Preise damit gut unterstützt. Wir sind aber skeptisch, dass sich der CO2-Preis schon dauerhaft auf dem aktuellen Niveau etablieren kann. Vielmehr gehen wir davon aus, dass mit einer Entspannung am europäischen Gasmarkt im Frühjahr auch die Preise im EU-Emissionshandel nochmals Richtung 65 EUR fallen werden.

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Edelmetalle: Gold bleibt angeschlagen

Gold stand gestern erneut lange Zeit unter Druck und ist im Tief unter 1.780 USD je Feinunze gefallen. Hauptbelastungsfaktor war unserer Ansicht nach der anhaltend feste US-Dollar: Der EUR-USD Wechselkurs ist erstmals seit Mitte letzten Jahres zeitweise unter die Marke von 1,12 gerutscht. Erst im späten Handel hat Gold seine Verluste wieder aufgeholt, so dass es heute Morgen bei gut 1.790 USD handelt. Gold in Euro gerechnet notiert wieder bei rund 1.600 EUR je Feinunze. Zur leichten Erholung hat wohl der moderate Rückgang der Anleiherenditen beigetragen. Die ETF-Investoren haben den Preisrückgang der letzten Tage interessanterweise genutzt und Bestände aufgebaut: Seit letztem Freitag sind den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs 16 Tonnen Gold zugeflossen (auch wenn es gestern einen marginalen Abfluss gab). Der Großteil der Zuflüsse erfolgte dabei in den SPDR Gold Trust. Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung vom 2./3. November brachte wie erwartet keine neuen Erkenntnisse. Schließlich hatte Fed-Präsident Powell auf der begleitenden Pressekonferenz das sogenannte Tapering schon angekündigt. Aus dem Protokoll ging lediglich hervor, dass die FOMC-Mitglieder gewillt sind, angesichts der hohen Inflation die Geldpolitik schneller zu normalisieren. Dies hatten verschiedene Fed-Vertreter in Reden und Interviews in den letzten Tagen selbst nochmals betont.

Edelmetalle: Platinmarkt wegen schwachem dritten Quartal deutlich überversorgt

Der World Platinum Investment Council (WPIC) führt den hohen Angebotsüberschuss am globalen Platinmarkt in diesem Jahr vor allem auf das dritte Quartal zurück, das laut WPIC gänzlich anders verlaufen ist als zuvor erwartet. So gab es ETF-Abflüsse von fast 200 Tausend Unzen und einen Rückgang der Börsenlagerbestände von 175 Tausend Unzen, was die Investmentnachfrage ins Minus drückte. Für 2022 erwartet der WPIC einen nur geringfügig niedrigeren Überschuss. Dieser erklärt sich in erster Linie mit dem beträchtlichen Überschuss in diesem Jahr, der auf die deutlich schwächere Investmentnachfrage und eine höhere Minenproduktion in Südafrika zurückzuführen ist. Diese Effekte dürften auch 2022 noch nachwirken. An seiner Erwartung von Angebotsdefiziten in den darauffolgenden Jahren hält der WPIC fest. Eine große Rolle soll dabei das Thema Substitution spielen. Diese könnte in den kommenden Jahren bis zu 1,5 Millionen Unzen zusätzliche Platinnachfrage generieren.

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SF5DDULongGold Future Faktor: 5
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SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
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Industriemetalle: Indonesien will den Export vieler Rohmaterialien einschränken

Die Metallpreise haben gestern teilweise deutlich zugelegt. Nickel ist vorübergehend um 4% auf über 21.000 USD je Tonne gestiegen, womit es sich dem 7½-Jahreshoch von Ende Oktober genähert hat. Zinn hat sich zeitweise um 3,5% verteuert und ist erstmals über die Marke von 40.000 USD je Tonne geklettert. Auftrieb erhielten die Metallpreise unter anderem von einer Meldung aus Indonesien: Dort hatte Präsident Widodo auf dem Jahrestreffen der Zentralbank verkündet, in den nächsten Jahren den Export von immer mehr Rohmaterialien zu beschränken. So wird angeblich geprüft, das Verbot von Bauxit-Exporten um ein Jahr auf 2022 vorzuziehen. Bauxit ist der Ausgangsstoff für die Aluminiumproduktion. Indonesien war gemäß Daten des World Bureau of Metal Statistics im letzten Jahr der weltweit fünftgrößte Bauxit-Produzent (7% Anteil) und hat den Großteil seiner Produktion exportiert. Die Ausfuhren von Kupferkonzentrat sollen 2023 verboten werden. Das Land beheimatet mit „Grasberg“ die weltweit zweitgrößte Kupfermine. Widodo sprach auch davon, 2024 die Exporte von Zinn zu stoppen, wobei nicht ganz klar war, auf was er sich dabei bezogen Denn schon seit 2018 dürfen die Produzenten im Land Zinn nur noch in Raffinadeform ausführen. Mit Beginn des letzten Jahres hatte die indonesische Regierung bereits den Export von unverarbeitetem Nickelerz verboten und dadurch viele Investitionen in die verarbeitende Nickelindustrie (zwangsweise) angelockt. Dies will Widodo auch mit den zukünftigen Exportverboten der anderen Rohmaterialien erreichen. Mit der Herstellung (und dem Export) höherwertiger Produkte soll auch die Leistungsbilanz Indonesiens positiv werden. Um Investitionen in ihrem Land schmackhaft zu machen, stellt die indonesische Regierung über 400 GW erneuerbarer Energien und mehrere Tausend Hektar Land zur Verfügung.

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SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
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Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!