Rohstoffe

Risiken für den Ölpreis auf beiden Seiten

Energie: Risiken für den Ölpreis auf beiden Seiten

Die US-Energiebehörde hat in ihrem gestrigen Drilling Productivity Report zwar eine weitere Effizienzsteigerung bei den Schieferölbohrungen vorausgesagt. Gleichzeitig aber dürfte der Produktionsanstieg im Februar mit lediglich 22 Tsd. Barrel pro Tag der schwächste seit einem Jahr sein. Eine stetige Verbesserung der Produktivität ist auch die Erklärung dafür, dass die US-Ölproduktion trotz der fallenden Zahl aktiver Bohrungen immer weiter steigt. So dürfte die tägliche Produktion im wichtigsten Schieferölvorkommen Permian Basin im Februar auf durchschnittlich 810 Barrel pro Bohrung steigen. Ende 2018 lag sie noch bei knapp 660 Barrel täglich. Insgesamt dürfte die Ölproduktion in Permian Basin auf 4,8 Mio. und die gesamte US-Schieferölproduktion auf 9,2 Mio. Barrel täglich steigen. Zum Vergleich lagen diese vor drei Jahren bei 2,1 Mio. bzw. 5,3 Mio. Barrel täglich. Die massiven Erfolge der US-Schieferölindustrie sind auch der wichtigste Grund für das aktuelle Überangebot am Ölmarkt, das der IEA-Chef Birol in der ersten Jahreshälfte auf rund 1 Mio. Barrel täglich beziffert. Doch auch andere Nicht-OPEC-Produzenten drängen in den Markt. So hat Guyana seine erste Öllieferung über 1 Mio. Barrel verschickt. Die Produktion in diesem südamerikanischen Land dürfte 100 Tsd. Barrel täglich zum Weltangebot beisteuern, wobei das Nicht-OPEC-Angebot laut IEA insgesamt um über 2,1 Mio. Barrel täglich steigen dürfte. Das macht den Spagat für die OPEC-Länder extrem schwer. Dieser besteht zwischen den Marktanteilen, die sie an Nicht-OPEC-Länder verlieren, wenn sie ihre Produktion freiwillig kürzen, und dem Ölpreis, der fallen dürfte, wenn sie ihre Produktion nicht kürzen. Daher dürfte die Volatilität am Ölmarkt weiterhin hoch bleiben. Für den Ölpreis sehen wir aktuell auch noch andere Risiken sowohl nach oben, wenn die Lage im Mittleren Osten eskaliert, als auch nach unten, wenn sich z.B. aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus die Reisetätigkeit in China massiv verlangsamt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold mit richtungslosem Handel

Gold konnte sich gestern nicht so recht entscheiden: Auf einen anfänglichen Preisanstieg folgte eine Korrektur und auf die wiederum eine Erholung, sodass Gold den Handel unter dem Strich fast unverändert beendete. Heute Morgen gibt es leicht auf gut 1.550 USD je Feinunze nach. An den Finanzmärkten scheint das Coronavirus in China nicht mehr ganz so gravierend angesehen zu werden, wie man unter anderem an den festeren Aktienmärkten in Asien sehen kann. Die chinesischen Behörden haben heute Maßnahmen bekannt gegeben, mit denen sie die weitere Ausbreitung des Virus bekämpfen wollen. Dies hat die Märkte offenbar etwas beruhigt. Nächste Woche wird der World Gold Council im Rahmen seiner „Gold Demand Trends“ unter anderem darüber berichten, wie stark die Goldnachfrage in Asien im letzten Jahr rückläufig war. Aus indischen Regierungskreisen war bereits Anfang des Monats zu hören, dass die Goldimporte auf ein 3-Jahrestief gefallen seien. Der Verband der indischen Schmuckhersteller geht davon aus, dass Indien in diesem Jahr wieder deutlich mehr Gold importieren wird. Die Konsumenten hätten sich an die hohen Preise gewöhnt. Wir halten diese Einschätzung für gewagt, denn die Inder haben sich in den letzten Jahren sehr preissensitiv gezeigt. Hinzu kommt, dass sich die indische Wirtschaft wohl weiter abkühlen wird. Und die Goldimportsteuer hält auch einige Konsumenten ab. Der Verband versucht daher zu erreichen, dass für das bevorstehende neue Haushaltsjahr zumindest die im letzten Jahr erfolgte Erhöhung der Importsteuer wieder zurückgenommen wird.

Palladium mit größtem Tagesverlust seit Anfang August

Bei Palladium gab es gestern die lange ersehnte Korrektur: Es hat zeitweise über 6% bzw. gut 160 USD verloren und ist unter 2.400 USD je Feinunze gefallen. Am Handelsschluss stand ein Minus von 5,6% zu Buche, was der stärkste Tagesverlust seit Anfang August war. Wir führen dies auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem der Preis vorgestern ein Rekordhoch erreicht hatte. Wir würden aber nicht zu viel in den gestrigen Preisrutsch hinein interpretieren, denn eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Eine Trendumkehr ist noch nicht in Sicht, heute Morgen legt der Preis bereits wieder zu.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Kupfer- und Nickelmarkt noch unterversorgt

Die Metallpreise haben sich stabilisiert, nachdem sie gestern wegen Sorgen, das Coronavirus könne die chinesische Wirtschaft lähmen, deutlich unter Druck standen. Kupfer verzeichnete dabei mit einem Minus von 1,6% den stärksten Tagesverlust seit Oktober. Eine Tonne kostet heute Morgen 6.150 USD. Noch größere Verluste gab es bei Nickel, das um 2,5% nachgab und zeitweise unter 13.700 USD je Tonne handelte. Gemäß Daten der International Nickel Study Group (INSG) war der globale Nickelmarkt im letzten Jahr von Januar bis November zwar im Angebotsdefizit, mit 53,4 Tsd. Tonnen ist dieses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber deutlich um fast zwei Drittel geschrumpft. Nach den bisherigen Schätzungen der INSG soll das Defizit in diesem Jahr weiter zurückgehen, da in Erwartung einer langfristig starken Nickelnachfrage zur Produktion von Batterien deutlich mehr Nickel produziert werden soll. Die International Copper Study Group (ICSG) hatte schon vorgestern ihre neuen Monatsdaten zur Angebots-Nachfrage-Lage veröffentlicht. Demnach war der globale Kupfermarkt in den ersten zehn Monaten des letzten Jahres stark unterversorgt (Defizit von 438 Tsd. Tonnen). Bei Kupfer soll sich die Situation in diesem Jahr grundlegend ändern: Die ICSG erwartet den ersten Angebotsüberschuss seit elf Jahren, der mit rund 280 Tsd. Tonnen zudem relativ hoch ausfallen soll. Neben der Rückkehr von „verlorener“ Produktion – im letzten Jahr gab es in den Minen und bei Schmelzen zahlreiche Probleme – spielt China hierbei eine Rolle. Dort wurden und werden die Schmelzkapazitäten stark ausgeweitet. Schon im Dezember und im gesamten letzten Jahr hat China Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge eine rekordhohe Menge Kupfer produziert.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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