Marktüberblick

ProSiebenSat.1 gesucht

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zur Wochenmitte die negativen Vorzeichen. Belastet wurde die Stimmung laut Händlern von der Sorge um die am Freitag ablaufende Schuldenermächtigung für die US-Regierung sowie von einer wieder etwas steigenden Skepsis im Hinblick auf die US-Steuerreform. Der DAX schloss 0,38 Prozent tiefer bei 12.999 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 2,22 beziehungsweise 0,63 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 36 Gewinner (33%) und 72 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 88 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 87,2 Millionen Aktien (Vortag: 83,9) im Wert von 3,74 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,71). Stärkste Sektoren waren Medien (+0,65%), Telekommunikation (+0,52%) und Immobilien (+0,36%). Am deutlichsten verloren Konsumwerte (-4,86%), Transportwerte (-1,70%) und Banken (-1,62%). An der DAX-Spitze verbesserte sich ProSiebenSat.1 Media um 2,93 Prozent. Das Unternehmen hatte auf dem Kapitalmarkttag seine neue Strategie sowie die neue Konzernstruktur vorgestellt. Im MDAX stand die Aktie von Steinhoff International im Fokus. Sie brach um 63 Prozent ein, nachdem am Vorabend der Rücktritt von Vorstandschef Markus Jooste angesichts von Bilanzunregelmäßigkeiten bekanntgegeben worden war und die Zahlenvorlage für das abgelaufene Geschäftsjahr verschoben wurde.

An der Wall Street endete der Dow Jones Index 0,16 Prozent tiefer bei 24.141 Punkten. Der Nasdaq 100 verbesserte sich hingegen um 0,44 Prozent auf 6.293 Zähler. 56 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 65 Prozent. 59 neuen 52-Wochen-Hochs standen 46 neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance lagen Technologiewerte und Consumer Staples vorne. Am deutlichsten gaben Energiewerte und Consumer Discretionary nach.

Am Devisenmarkt war der US-Dollar gesucht. Der Dollar-Index kletterte um 0,30 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 93,59 Punkten. Lediglich der Yen präsentierte sich unter den Hauptwährungen fester. EUR/USD fiel um 0,28 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 1,1792 USD. Der kanadische Dollar verzeichnete gegenüber allen anderen Hauptwährungen deutliche Verluste. Die Bank of Canada hatte wie allgemein erwartet den Leitzins konstant gelassen. Allerdings signalisierte sie eine vorsichtige Vorgehensweise mit Blick auf künftige Anhebungen, was am Markt als taubenhaft interpretiert wurde.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 1,86 Prozent auf 414,86 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich nach den US-Lagerbestandsdaten um 2,53 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 61,27 USD. Die EIA berichtete von einem überraschenden Anstieg der Vorräte für Benzin und Destillate, was Nachfragesorgen schürte. Zudem stieg die US-Rohölproduktion auf ein Rekordhoch auf Wochenbasis bei 9,7 Millionen Barrel pro Tag. US-Erdgas notierte 0,27 Prozent tiefer bei 2,91 USD. Comex-Kupfer erholte sich um 0,61 Prozent auf 2,96 USD. Gold handelte 0,13 Prozent fester bei 1.267 USD (1.072 EUR). Palladium legte um 1,04 Prozent auf 987,35 USD zu. Silber und Platin gaben um 0,49 beziehungsweise 1,77 Prozent nach.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf ein 3-Monats-Tief bei 0,14 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte unverändert bei 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,05 Prozent höher bei 163,67 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 2,33 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,52 Prozent auf 168,17 Punkte und beendete damit eine acht Handelstage andauernde Negativserie. Besonders kräftig zog der Nikkei 225 (+1,48%) an. Schwächer präsentierten sich hingegen der Shanghai Composite (-0,51%) und der Kospi (-0,41%). Der Bitcoin haussierte erstmals über 14.000 USD, keine 24 Stunden nachdem erstmals die 12.000-USD-Marke geknackt wurde. Zum Jahresbeginn hatte die Kryptowährung noch bei 967 USD notiert.

Heute richtet sich der Blick auf die Daten zur deutschen Industrieproduktion im Oktober. Unternehmensseitig steht Uniper mit der Vorlage des Strategie-Updates für 2018 im Fokus.

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