Rohstoffe

Preisrally von Platin setzt sich fort

Energie: Der Brentölpreis festigt sich oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD je Barrel, trotz des starken Gegenwinds durch den festen US-Dollar. Ein fester Dollar geht normalerweise mit einer Schwäche bei Rohstoffpreisen einher. Doch der Rückenwind, den der Ölmarkt aktuell von den optimistischen Finanzmarktteilnehmern bekommt, scheint stärker. Im verfahrenen Handelskrieg zwischen den USA und China wurden auf beiden Seiten wieder sanftere Töne angeschlagen und es wurden bessere US-Daten zum privaten Konsum im zweiten Quartal veröffentlicht. Wir haben in den letzten Tagen auf einen vorsichtigen Optimismus in Bezug auf die Weltölnachfrage hingewiesen. Bereits ein zu erwartendes moderates Nachfragewachstum dürfte angesichts der starken Förderdisziplin der OPEC in eine anhaltende Angebotseinengung münden und einen Preisanstieg unterstützen. Man sollte außerdem nicht die Produktionsunterbrechungen außer Acht lassen, allen voran in Venezuela. Die fehlenden Exporte Venezuelas, das meist schwefelhaltige schwerere Rohölprodukte auf den Weltmarkt lieferte, hat zu deren Engpässen geführt. Deshalb handelte die damit vergleichbare “saure” US-Ölsorte Mars Blend in diesem Jahr auch teilweise mit einem Aufschlag zur leichten Sorte Light Louisiana Sweet (LLS), die in der Vergangenheit stets mit einem Aufschlag von 4-6 USD je Barrel ggü. Mars gehandelt hat. Doch die IMO 2020, die den Ausstoß von Schwefeloxiden bei allen Schiffen zum 1. Januar 2020 reduziert und damit die Nachfrage nach leichten schwefelarmen Destillaten erhöht, fällt aktuell noch stärker ins Gewicht. Deshalb ist der LLS-Preis ggü. Mars zuletzt wieder deutlich gestiegen und aus einem Abschlag von knapp 1 USD je Barrel wurde nun wieder ein Aufschlag von rund 2,5 USD je Barrel. Wir sind allerdings überzeugt, dass noch weiteres Potenzial insbesondere bei den leichteren Ölsorten besteht, weil einige Reeder immer noch nicht für den Tax X gewappnet sind.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Im Edelmetallsektor ist derzeit Musik drin: Die Rally von Platin hat sich gestern fortgesetzt und der Preis ist kurzzeitig auf 935 USD je Feinunze gestiegen. Dies ist der höchste Stand seit April 2018. Platin hat sich damit seit Wochenbeginn um 9% bzw. fast 80 USD verteuert. Nach wie vor können wir keine fundamentalen Gründe hinter dem Preisanstieg erkennen. Dafür war das Handelsvolumen am Futures-Markt gestern sogar noch etwas höher als am Vortag. Dies spricht unseres Erachtens dafür, dass die Preisrally stark spekulativ getrieben ist und auf wackeligen Beinen steht, zumal die von Bloomberg erfassten Platin-ETFs in dieser Woche keine Zuflüsse verzeichneten. Durch den starken Preisanstieg hat Platin in den letzten Tagen gegenüber Gold deutlich aufgeholt: Die Preisdifferenz beträgt aktuell noch gut 600 USD je Feinunze. Historisch betrachtet ist Platin im Vergleich zu Gold aber immer noch günstig. Auch gegenüber Palladium hat Platin zuletzt etwas Boden gut gemacht.

Gold hat gestern in seinem Aufwärtstrend eine Verschnaufpause eingelegt und ist unter 1.530 USD je Feinunze gefallen. Versöhnlichere Töne im Handelsstreit zwischen den USA und China haben zu etwas mehr Risikoappetit bei den Marktteilnehmern geführt, so dass Gold weniger gefragt war. Laut dem gestern veröffentlichten Jahresbericht hat die indische Zentralbank im letzten Geschäftsjahr, das im Juni endete, knapp 52 Tonnen Gold gekauft. Dies waren die größten Goldkäufe in einem Jahr seitdem die Zentralbank 2009/10 vom Internationalen Währungsfonds 200 Tonnen Gold erworben hat. Mit 618,2 Tonnen besitzt Indien gemäß Daten des World Gold Council damit die neuntgrößten Goldreserven weltweit. Die Zentralbanken insgesamt dürften in diesem Jahr eine wesentliche Stütze des Goldpreises sein, nachdem sie schon im ersten Halbjahr 374 Tonnen Gold gekauft haben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
CJ7RMS Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat es gestern versöhnlichere Töne gegeben. Laut US-Präsident Trump ist geplant, dass beide Seiten heute miteinander telefonieren. China meldete, dass es nicht an einer Eskalation des Handelsstreits interessiert sei. Dennoch werden wohl wie geplant am Wochenende weitere Importzölle auf Güter des jeweils anderen eingeführt werden. Während die Aktienmärkte in Europa und den USA dies gestern positiv quittierten und die meisten asiatischen Aktienmärkte heute nachziehen, schwappt die positivere Stimmung nicht auf die Metallmärkte über. Die Metalle zeigen sich zum Wochenausklang entweder unverändert oder geben leicht nach. Die Ausnahme bleibt Nickel, das wegen Angebotssorgen an der LME in London auf fast 16.700 USD je Tonne steigt. Nach oben gezogen wird es durch den anhaltend starken Preisanstieg an der SHFE in Shanghai, wo Nickel heute sogar ein Allzeithoch markiert.

Eisenerz hat seinen Absturz offenbar gebremst. An der SGX in Singapur steigt der meistgehandelte Futures-Kontrakt heute um über 5% auf knapp 85 USD je Tonne. Die 80 USD-Marke, die seit einigen Tagen hält, scheint eine gewisse Unterstützung darzustellen. Dennoch wird Eisenerz den zweitgrößten Monatsverlust seit Beginn des Futures-Handels im Jahr 2013 verzeichnen (rund 27%).