Rohstoffe

Preisrally am Ölmarkt setzt sich fort

Energie: Ölpreise mit neuen 12-Monatshochs

Der Höhenflug der Ölpreise hält an. Der WTI-Ölpreis handelt erstmals seit über einem Jahr über 56 USD je Barrel, während sich der Brentölpreis der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD nähert. Neben den “weichen” Faktoren wie einer stärkeren Nachfrage seitens der Anleger angesichts des starken Preisauftriebs, steigender Aktienmärkte und des Konjunkturoptimismus sieht auch der physische Markt zunehmend eingeengt aus. So wird Saudi-Arabien trotz höherer Preise seinen asiatischen Kunden für März keine Rabatte einräumen und die Preisaufschläge entgegen den Erwartungen beibehalten. Dies ist ein Indiz für eine robuste Nachfrage insbesondere in Asien. Den Optimismus teilen auch die größten börsennotierten Ölproduzenten, die eine Normalisierung der Nachfrage bzw. deren Rückkehr zu den Rekordwerten von 2019 bereits im nächsten Jahr erwarten. Wir halten diese Prognosen für ambitioniert und rechnen in den kommenden Monaten mit einer Preiskorrektur.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold stürzt unter 1.800 USD

Der Goldpreis stürzte gestern um mehr als 2% ab und rutschte dabei erstmals seit Ende November unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze. Am Morgen kann der Preis diese Marke zwar wieder zurückerobern. Dennoch wirft die Preisentwicklung in dieser Woche Fragen auf. Seit Montag hat Gold bis zu 80 USD an Wert verloren. Dies allein mit dem festeren US-Dollar und gestiegenen US-Anleiherenditen erklären zu wollen, würde zu kurz greifen. Denn Gold in Euro erging es mit einem Rutsch unter 1.500 EUR je Feinunze nicht viel besser. Offensichtlich glaubt eine größere Anzahl von Marktteilnehmern, dass die Fed deutlich früher als erwartet ihre ultra-lockere Geldpolitik zurückfahren wird. Selbst zahlreiche Kommentare aus den Reihen der Fed, die genau dem widersprechen, konnten daran nichts ändern. Auch ein regionaler Fed-Präsident, der mit entsprechenden Kommentaren vor zwei Wochen die Debatte um eine vorzeitige Reduzierung der Anleihekäufe auslöste, äußerte sich nun gegenteilig und sieht dafür in diesem Jahr keinen Grund mehr. Warum fällt also Gold dennoch? Es dürften vor allem technische Gründe gewesen sein, da Gold im Laufe der Woche einige charttechnisch wichtige Marken wie die 200-Tage-Linie, das Tief von Mitte Januar und die psychologisch wichtige Marke von 1.800 USD nach unten durchbrochen hat. Bei Preisen unter 1.800 USD scheint aber Kaufinteresse aufzukommen. Zu erkennen ist dies unter anderem am gestrigen Zufluss in die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs von knapp 3 Tonnen, wovon der Großteil auf den SPDR Gold Trust in den USA entfiel. Auch das Kaufinteresse in Asien dürfte bei den niedrigeren Preisen anziehen. Wir erwarten daher zunächst eine Stabilisierung des Goldpreises. Am Bild deutlich höherer Preise im Jahresverlauf halten wir fest. Denn die Fed hat mehr als deutlich gemacht, dass sie trotz steigender Inflationsrisiken nicht an eine Abkehr von ihrer ultra-lockeren Geldpolitik denkt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold FutureFaktor: 6
SB3T6TShortGold FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Herausforderndes Umfeld für Edelstahlkonsumenten

Die Edelstahlproduzenten haben in den vergangenen beiden Monaten die Preise für ihre Produkte deutlich erhöht. Dies wird mit den stark gestiegenen Rohmaterialkosten und einer Knappheit von Edelstahlschrott begründet. Gleich mehrfach erhöht wurden im Dezember und Januar laut Angaben des auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierten Research-Instituts MEPS die Preise für warm- und kaltgewalzten Edelstahl der 300er- (enthält Chrom und Nickel) und 400er-Serien (hoher Chrom-Anteil). Wegen der starken Nachfrage können die höheren Produktionskosten offenbar relativ einfach an die Käufer überwälzt werden. Die Konsumenten mussten sich laut Aussagen von MEPS zudem auf längere Lieferzeiten einstellen, denn insbesondere die Automobilindustrie und Weißwarenindustrie haben ihre Produktion schneller wieder aufgenommen als erwartet. Sie fragen entsprechend viel Edelstahl nach. Dies hat laut MEPS über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu niedrigen Vorräten geführt – verschiedene Sorten und Größen sind demnach sogar knapp. Wegen protektionistischen Handelsmaßnahmen der EU können Käufer im Euroraum auch nicht so einfach Edelstahl aus Ländern außerhalb der EU importieren. Hinzu kommt eine Knappheit an Containern, die zu stark gestiegenen Frachtkosten geführt hat. Viele Edelstahlkonsumenten gehen laut MEPS davon aus, dass die Knappheit einiger Sorten und die hohen Frachtkosten das erste Halbjahr über bestehen bleiben. Es gibt unseres Erachtens bezüglich der Frachtkosten aber einen Lichtblick: Der von Drewry berechnete „Welt-Container-Index“ für 40 Fuß-Container ist seit Anfang Januar weitgehend stabil und hat den starken Anstieg der Vormonate nicht fortgesetzt. Offenbar deutet sich bei der Verfügbarkeit von Containern eine leichte Entspannung an.

Energie: “Die Hausse nährt die Hausse” am CO2-Markt

Ungeachtet einer schwachen Konjunktur eilen die CO2-Preise von einem Rekordhoch zum nächsten und haben im gestrigen Handel erstmals 38 EUR je Tonne überschritten, ein Anstieg von 20% zum Jahresbeginn. Neben den fundamentalen Faktoren wie den erfolgreichen ersten Auktionen der vierten Handelsperiode, die von 2021 bis 2030 dauern wird, einer teilweise kälteren Witterung, höheren Gas- und niedrigeren Kohlepreisen, haben auch Finanzmarktfaktoren zum Preisanstieg beigetragen. Zu nennen ist eine positive Stimmung an den Finanzmärkten, der Rückzug der Leerverkäufer, teilweise extrem optimistische Preisprognosen von Analysten und Hedge-Fonds und ein sehr starkes Preismomentum selbst nach dem Motto “die Hausse nährt die Hausse”. Trotz unserer grundsätzlich positiven Haltung in längerfristiger Perspektive wegen der starken politischen Unterstützung sind die CO2-Preise aus fundamentaler Sicht kurzfristig zu hoch.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!