Rohstoffe

Preisjagd vieler Rohstoffe

Energie: Ölpreise nach freiwilliger Produktionskürzung Saudi-Arabiens auf 10-Monatshoch

Die OPEC+ hat sich gestern darauf verständigt, die Produktionsmenge im Februar weitgehend beizubehalten. Damit konnte sich Russland nicht durchsetzen, das für eine weitere Anhebung um 500 Tsd. Barrel pro Tag plädiert hatte. In den letzten Monaten hatte Russland sein Produktionsziel auch so wiederholt, wenn auch nur leicht, überschritten. Dadurch summiert sich die Überproduktion Russlands auf Basis der Daten der IEA bereits auf mehr als 700 Tsd. Barrel pro Tag, was somit mehr ist als die nun aufgeschobene Produktionsanhebung. Von daher ist es umso erstaunlicher, dass Saudi-Arabien seine Ölproduktion im Februar und März freiwillig um 1 Mio. Barrel pro Tag reduzieren will, um Russland und Kasachstan in den kommenden beiden Monaten eine leichte Produktionsanhebung zu ermöglichen. Alle anderen Länder sollen ihre Produktion dagegen konstant halten. Das Ölangebot der OPEC+ sinkt in der Folge also deutlich. Fürs Erste scheint das zusätzliche Opfer der Saudis aufzugehen. Denn der Brentölpreis stieg in Reaktion auf die Nachrichten auf ein 10-Monatshoch von gut 54 USD je Barrel. Der WTI-Preis erreichte erstmals seit Ende Februar die Marke von 50 USD. Gerade dies könnte sich für die OPEC+ allerdings zum Bumerang entwickeln. Denn dadurch wird das Bohren nach Schieferöl in den USA wieder attraktiv. Die zusätzliche Produktionskürzung der Saudis dürfte ein Überangebot am Ölmarkt verhindern, das ansonsten wegen der verschärften Mobilitätsbeschränkungen und der dadurch ausgelösten Bremswirkung auf die Ölnachfrage in den westlichen Verbrauchsländern gedroht hätte. Die Hoffnung ist, dass die Nachfrage spürbar anzieht, wenn die Saudis die Produktionskürzung Anfang April wieder zurücknehmen, zumal dann auch noch die verschobene Produktionsanhebung ansteht. Falls dies nicht der Fall ist, droht dann ein Überangebot.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Anziehende Goldnachfrage in Indien, starke Münzabsätze andernorts

In der Stichwahl zum US-Senat im Bundesstaat Georgia gibt es bislang noch kein klares Ergebnis. US-Medienberichten zufolge wurde einer der beiden Bezirke vom demokratischen Kandidaten gewonnen, im anderen soll das Rennen noch völlig offen sein. Nach den Erfahrungen der Präsidentschaftswahl im November sagen vorläufige Auszählungsergebnisse aber noch nicht viel aus. Bis Klarheit herrscht, könnte es noch etwas dauern. Die Demokraten müssten beide Sitze gewinnen, um auch die Mehrheit im Senat zu stellen (dann würde ein Gleichstand zwischen Demokraten und Republikanern herrschen, die Stimme der designierten Vize-Präsidentin Harris wäre ausschlaggebend). Gold handelt heute Morgen weitgehend unverändert quasi in Wartestellung bei rund 1.950 USD je Feinunze nahe seines 2-Monatshochs. Während die Marktteilnehmer wohl weiter in die USA blicken, wird aus Indien eine anziehende Goldnachfrage berichtet. Vorläufigen Daten des Finanzministeriums zufolge sind die Goldimporte im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 18% auf 55,4 Tonnen gestiegen. Im Gesamtjahr 2020 hat Indien demnach aber nur 275,5 Tonnen Gold importiert, 57% weniger als im Vorjahr. Dies ist der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen im Land geschuldet. Aus anderen Teilen der Welt wird eine starke Münznachfrage gemeldet. Gemäß Daten der US-Münzanstalt sind die Verkäufe von Goldmünzen in den USA im letzten Jahr auf 844 Tsd. Unzen nach oben geschossen. Dies ist mehr als fünfmal so viel wie im Vorjahr und zugleich die größte Menge seit vier Jahren. Die Münzanstalt in Australien berichtet von einer Verdopplung der Münzabsätze auf rund 780 Tsd. Unzen im letzten Jahr. Auch hierzulande war die Münznachfrage wohl stark, konkrete Daten liegen uns aber noch nicht vor.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Kupferpreis auf 8-Jahreshoch, starker Anstieg auch des Zinnpreises

Kupfer hat gestern erstmals seit 2013 über der Marke von 8.000 USD je Tonne geschlossen. Heute Morgen steigt es weiter bis auf 8.100 USD, der höchste Stand seit fast acht Jahren. Auftrieb erhält es vom schwachen US-Dollar, einem überraschend guten ISM-Index in den USA – dieser ist entgegen den Erwartungen auf den höchsten Wert seit August 2018 gestiegen – und von Erwartungen für mehr Stimulus-Maßnahmen. Hinzu kommen Angebotssorgen, da in Peru die Zufahrtswege zur zweitgrößten Kupfermine des Landes blockiert sind. Laut Angaben des Minenbetreibers sind die Auswirkungen auf den Transport des Kupfers von der Mine zum Hafen noch begrenzt.

An der LME in London ist der Zinnpreis erstmals seit April 2019 über die Marke von 21.000 USD je Tonne gestiegen. Er wird dabei vom Zinnpreis an der SHFE in Shanghai nach oben gezogen, der mit 160.000 CNY je Tonne (umgerechnet rund 24.700 USD) sogar ein Rekordhoch markiert hat. Industriekreisen zufolge herrscht in China gerade ein Boom nach Elektronik-Artikeln. So sei zum Beispiel die Nachfrage nach Computer, Fernseher und Mobiltelefonen außerordentlich hoch. Dabei produziert China auch für den Exportmarkt. Die chinesischen Konsumgüterhersteller sind in die Lücke gesprungen, die andernorts durch die Lockdowns entstanden sind. Zinn wird in erster Linie als Lötmittel in Elektronikprodukten verwendet. Die hohe Zinnnachfrage in China hat sich allerdings noch nicht in den SHFE-Lagerbeständen bemerkbar gemacht. Diese sind auf den höchsten Stand seit gut neun Monaten gestiegen. An der LME sind die Zinnvorräte dagegen in den letzten Monaten deutlich gefallen. Der Abbau erfolgte dabei überwiegend in den asiatischen LME-Lagerhäusern. Weiteres Material ist zur Auslieferung angefordert. Dies deutet zum einen auf eine Umschichtung in die SHFE-Lagerhäuser hin und belegt zum anderen die hohe Nachfrage in China. Die stark gestiegenen Preise dürften unseres Erachtens aber auch die Produktion attraktiv machen, vor allem in Indonesien. Die Produzenten dort hatten letztes Jahr wegen der niedrigen Preise zeitweise die Produktion gedrosselt und Exporte zurückgehalten. Jetzt werden sie wohl wieder deutlich mehr Zinn produzieren und exportieren, sofern es das Wetter zulässt. Dies sollte eine weitere Anspannung des laut Einschätzung der International Tin Association unterversorgten globalen Zinnmarktes abfedern. Er soll in diesem Jahr aber im Defizit bleiben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!