Rohstoffe

Preisanstieg bei Gold und Silber wird exzessiv

Energie: Brent macht Verluste seit dem Start der Pandemie wett

Der Brentölpreis ist gestern auf ein 5-Monatshoch von 46 USD je Barrel gestiegen und hat damit sämtliche Verluste infolge der Corona-Krise und des Preiskriegs innerhalb der OPEC+ wettgemacht. Der Preis war zwar schon vor März wegen schwacher Konjunkturdaten unter Druck gewesen. Der Rückgang hatte sich jedoch beschleunigt, als Russland die von der OPEC vorgeschlagenen Produktionskürzungen nicht implementieren wollte. Saudi-Arabien hatte daraufhin seine Ölpreise gesenkt und die Nachzügler damit wieder auf Linie gebracht. Nun scheint sich die Geschichte zu wiederholen, weil sich die Ölexporteure nicht mehr so diszipliniert verhalten. Nicht umsonst vergleicht man die OPEC mit einem Teebeutel, der nur in heißem Wasser funktioniert. Offensichtlich haben die Ölpreise ein Niveau erreicht, dass viele Länder als zufriedenstellend erachten. Man strengt sich bei der Umsetzung der Vereinbarungen also weniger an, weil ohnehin ab August Erhöhungen beschlossen wurden, wobei eine geringe Überproduktion nicht massiv auffallen sollte. Aus heutiger Sicht scheint die Rücknahme der Kürzungen wegen der schwachen Nachfrage verfrüht. In erster Linie sorgt vor allem eine deutlich bessere Anlegerstimmung für Preisauftrieb. Der Markt ist also auf einem Ohr taub und nimmt fast nur noch preisstützende Nachrichten wahr. So war der gestrige Lagerbericht des DOE bestenfalls gemischt. Zwar sind die US-Rohölbestände per Ende Juli um 7,4 Mio. Barrel und damit stärker als erwartet gefallen. Doch bleiben die Rohöllager damit nicht nur 16% höher als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, auch andere Komponenten warnen eher zu Vorsicht: So nahmen die Benzinbestände sogar überraschend um 419 Tsd. Barrel zu. Die Benzinnachfrage ist also wieder gefallen und lag mit 8,6 Mio. Barrel täglich weiterhin rund 1 Mio. Barrel bzw. 10% niedriger als im Vorjahr. Die schwache Nachfrage dürfte mittelfristig schwerer wiegen als die positive Stimmung, weshalb wir mit einer baldigen Preiskorrektur rechnen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Preisanstieg bei Gold und Silber wird exzessiv

Die Preise für Gold, Silber und Co. kennen weiterhin kein Halten. Gold schickt sich an, das gestern bei 2.055 USD je Feinunze verzeichnete Allzeithoch in Angriff zu nehmen. Silber steigt heute um weitere knapp 4% und macht sich damit auf in Richtung 28 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis fällt daraufhin auf 74, das niedrigste Niveau seit mehr als drei Jahren. Seit Mitte Juli hat Gold um ca. 250 USD zugelegt, Silber im selben Zeitraum um 45%. Auch wenn es mit dem schwachen US-Dollar, negativen Realzinsen und der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken weiterhin gute Gründe für steigende Gold- und Silberpreise gibt, nimmt die Dynamik mittlerweile exzessive Ausmaße an. Dafür spricht auch der extrem hohe RSI bei Gold von 89. Der RSI bei Silber ist mit 85 nur unwesentlich niedriger. Eine Korrektur wird daher zunehmend wahrscheinlich. Während die Gold-ETFs weiterhin Zuflüsse verzeichnen – gestern waren es knapp 9 Tonnen, womit der Rekord von 29 Tagen mit ununterbrochenen Zuflüssen eingestellt wurde – gab es bei Silber zuletzt an vier Tagen in Folge Abflüsse. Dass der Silberpreis dennoch weiter steigt, könnte auf ein starkes spekulatives Interesse hindeuten. Auch dies würde für ein beträchtliches Korrekturpotenzial sprechen. Auch Platin und Palladium wollen da nicht zurückstecken. Platin verteuerte sich gestern um mehr als 3% und nähert sich heute der Marke von 1.000 USD je Feinunze. Palladium steigt auf 2.200 USD je Feinunze. Unterstützung erhalten die beiden Platinmetalle von einer Erholung der weltweiten Automärkte vom coronabedingten Einbruch im Frühjahr. In Deutschland lagen Automobilproduktion und Exporte im Juli bereits wieder bei 80% des Vorjahresdurchschnitts, die Neuzulassungen sogar weitgehend auf dem Durchschnittsniveau des Vorjahres. Für die kommenden Monate ist mit einer weiteren Aufwärtsbewegung bei der Automobilproduktion und damit auch einer steigenden Nachfrage nach Platin und Palladium zu rechnen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: 6
SB3T60LongSilver Future Faktor: 6
SB3T6JShortSilver Future Faktor: 6
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
SB3T5GLongPlatin FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatin FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Peruanische Kupfer- und Zinkminenproduktion stark erholt

Feste Aktienmärkte, die den Risikoappetit der Marktteilnehmer ausdrücken, und der weiter abwertende US-Dollar, EUR-USD handelte erneut bei 1,19, haben den Metallpreisen gestern weiteren Auftrieb gegeben. Der LME-Industriemetallindex ist daher auf den höchsten Stand seit April 2019 gestiegen. Kupfer handelte zeitweise über 6.500 USD je Tonne, Zink überwand erstmals seit Januar die Marke von 2.400 USD je Tonne. Heute Morgen notieren die meisten Metalle leicht niedriger. Am Kupfer- und Zinkmarkt sollten sich demnächst die Angebotssorgen zerstreuen. Denn in Peru, dem weltweit zweitgrößten Kupfer- und Zinkminenproduzenten, erholt sich die Produktion wieder. Peru ist stark vom Coronavirus getroffen und die Minen dort mussten von Mitte März bis Mitte Mai schließen. Seitdem dürfen sie aber wieder produzieren, was sich in der Statistik widerspiegelt: Angaben des Energie- und Bergbauministeriums zufolge ist die Kupferminenproduktion im Juni auf rund 181 Tsd. Tonnen gestiegen, ein Plus von gut 40% gegenüber Mai. Einen noch viel größeren Sprung hat die Zinkminenproduktion gemacht: Sie hat sich im Juni gegenüber Mai auf rund 120 Tsd. Tonnen mehr als vervierfacht. Laut Industriekreisen lag die Kapazitätsauslastung in den peruanischen Minen insgesamt Ende Juni bei 80%. Die volle Auslastung wird demnach im dritten Quartal angestrebt. Bei diesen positiven Nachrichten darf aber nicht vergessen werden, dass Peru im ersten Halbjahr wegen der Corona-Maßnahmen deutlich weniger Kupfer und Zink produziert hat als im Vorjahr (Kupfer -20%, Zink -24%). Die zuletzt stark erholte Produktion deutet unseres Erachtens auf einen wieder gut versorgten Kupfer- und einen anhaltend gut versorgten Zinkmarkt hin (am Zinkmarkt bestand ohnehin ein hoher Angebotsüberschuss). Die Angebotssorgen, die zum Preisanstieg der Metalle in den letzten Monaten beigetragen haben, sind also unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt. Wir erwarten eine Korrektur der Metallpreise.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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