Rohstoffe

Positive Stimmung an den Rohstoffmärkten

Energie: Ausgelassene Stimmung am Ölmarkt

Der allgemeine Anlegeroptimismus und ein schwächerer US-Dollar beflügeln zum Wochenbeginn die Ölpreise, wobei WTI- und Brent heute Morgen um jeweils 2,5% auf über 41 USD bzw. über 43 USD je Barrel steigen. Neben eines günstigen Finanzmarktumfeldes tragen Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage – die chinesische Rohölverarbeitung erreichte im Oktober laut Statistikbehörde NBS ein Rekordniveau von 14,1 Mio. Barrel pro Tag – auf der einen und die disziplinierte Umsetzung der Kürzungen seitens der OPEC+ auf der anderen Seite zum Preisanstieg bei. Heute trifft sich das Gemeinsame Technische Komitee (JTC) und bereitet die morgige Sitzung des Gemeinsamen Ministeriellen Monitoring Komitees (JMMC) der OPEC+ vor, das die Umsetzung der vereinbarten Produktionsquoten überwacht. Man kann nach den Meldungen der letzten Tage damit rechnen, dass das Bekenntnis der OPEC+ zu den vereinbarten Kürzungen bekräftigt wird. Außerdem dürfte eine erneute Ermahnung an die Länder erfolgen, die ihre sog. kompensierenden Kürzungen für die zu hohe Produktion von Mai bis Juli noch nicht umgesetzt haben. Vor allem erwartet der Markt, dass das JMMC eine Empfehlung an die “OPEC+”-Länder ausgibt, die Produktion nicht wie vereinbart schon ab Januar um knapp 2 Mio. Barrel täglich zu erhöhen, sondern erst drei oder sogar sechs Monate später. Damit würde man einem Produktionsüberschuss wegen einer pandemiebedingten Nachfrageschwäche vorbeugen und außerdem das Vertrauen in die OPEC+ stärken. Neben einer schwächeren Nachfrage stellt auch die höhere Produktion außerhalb der OPEC+ ein Risiko dar. So ist in den USA die Zahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche laut Baker Hughes weiter um 10 gestiegen. Während die Energieagenturen in den nächsten Monaten eher mit einer sinkenden US-Ölproduktion rechnen, könnte der Schieferölsektor angesichts der guten Anlegerstimmung und eines leichteren Kapitalzugangs positiv überraschen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold-ETFs mit Abflüssen, Goldnachfrage in Indien mit Licht und Schatten

Gold ist im frühen Handel daran gescheitert, die Marke von 1.900 USD je Feinunze und die knapp darüber liegende 100-Tage-Linie zurückzuerobern. Aktuell handelt Gold wieder bei 1.890 USD. Die letzte Woche schloss Gold mit einem Minus von gut 3% ab. Gegenwind erfährt Gold durch fortgesetzte ETF-Abflüsse. Auch für Freitag wurden Abflüsse von knapp fünf Tonnen aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs gemeldet. In der gesamten letzten Woche reduzierten sich die ETF-Bestände um 22,5 Tonnen, was dem stärksten Wochenrückgang seit März entspricht. Dadurch stehen seit Quartalsbeginn Abflüsse von 10 Tonnen zu Buche. In den beiden vorherigen Quartalen kam es zu massiven ETF-Zuflüssen von 385 bzw. 240 Tonnen, was den Preisanstieg zwischen April und August wesentlich begünstigt hat. Sehr schwach entwickelte sich dagegen die Goldnachfrage in den beiden großen asiatischen Ländern China und Indien. Daten aus China deuteten zuletzt auf eine Belebung hin. Am Freitag gab es auch Daten aus Indien, die auf eine anziehende Importnachfrage schließen lassen. Demnach wurde im Oktober Gold im Wert von 2,5 Mrd. USD importiert, was bei aktuellen Preisen eine Menge von rund 40 Tonnen entspricht. Gegenüber September haben sich die Importe damit vervierfacht. Am Wochenende fanden in Indien die religiösen Feiertage Dhanteras und Diwali statt, die gewöhnlich mit einer stärkeren Goldnachfrage einhergehen. Die Corona-Krise hat die Nachfrage in diesem Jahr aber offensichtlich spürbar gebremst. Ein Vertreter der indischen Schmuckindustrie sprach davon, dass die Umsätze etwa bei 65-70% des Vorjahres gelegen hätten. Trotz der Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen haben viele Verbraucher den Weg in die Schmuckgeschäfte aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus gescheut. Indien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder, auch wenn die Ansteckungszahlen zuletzt rückläufig waren. Zudem haben die Corona-Maßnahmen zu Einkommensverlusten geführt. Der Preisrückgang zuletzt war wohl nicht ausreichend, diese negativen Effekte auszugleichen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Kupferpreis springt auf 2½-Jahreshoch

Die Metallpreise und hier allen voran Kupfer springen zum Wochenauftakt nach oben. Kupfer steigt um 2,7% auf ein 2½-Jahreshoch von 7.170 USD je Tonne. Zink und Nickel legen jeweils um etwa 1,5% zu. Verschiedene Gründe geben den Preisen heute Morgen Auftrieb: Am Wochenende haben 15 Länder des asiatisch-pazifischen Raumes ein gigantisches Freihandelsabkommen unterzeichnet, das rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung umfasst. Heute Morgen hat das Nationale Statistikbüro in China Daten für Oktober veröffentlicht, die etwas besser ausgefallen sind als erwartet. So ist die Industrieproduktion um 6,9% gestiegen, genauso stark wie im September. Die Anlageinvestitionen legten um 1,8% zu – der beste Wert seit dem Corona-bedingten Absturz zu Jahresbeginn. Damit geht die wirtschaftliche Erholung in China nicht nur weiter, sondern das Land ist mittlerweile wieder auf den Wachstumspfad von vor der Corona-Krise eingeschwenkt. Dies kommt den Metallen zugute. Die asiatischen Aktienmärkte haben positiv auf die chinesischen Daten reagiert und geben den Metallpreisen dadurch ebenfalls Unterstützung. Zudem wertet der US-Dollar leicht ab. Und schließlich haben Berater des neu gewählten US-Präsidenten Biden einen landesweiten Lockdown in den USA ausgeschlossen, um die Wirtschaft nicht zu lähmen. Wir halten die Euphorie an den Metallmärkten für überzogen. Zwar deuten die nicht nur in China zumeist guten Konjunkturdaten darauf hin, dass es generell wieder bergauf geht, und die jüngsten Nachrichten über die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs geben weitere Hoffnung. Dies ist unseres Erachtens aber mittlerweile mehrfach eingepreist worden. Zudem wurden die Metallpreise durch ein hohes spekulatives Kaufinteresse nach oben getrieben. Wir halten daher eine Korrektur für überfällig.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5NCallCopper FutureFaktor: 3
SB3T9GPutCopper FutureFaktor: -3
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