Währung

Positive Konjunkturindikatoren reichen noch nicht für einen Euro-Aufwertungstrend

EUR: Überraschend positive Wirtschaftsdaten aus den USA und insbesondere aus China haben die Stimmung an den Märkten zuletzt beflügelt. Was noch fehlt, sind positive Konjunkturnachrichten aus der Eurozone. Die Chancen hierfür stehen heute mit Blick auf die anstehenden Einkaufsmanagerindizes nicht schlecht. Der Index für den Dienstleistungssektor dürfte weiter leicht steigen, während sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe nicht weiter deutlich verschlimmert haben sollte, so lautet zumindest die Prognose unserer Euroraum-Experten. Grundsätzlich gilt: Jede noch so kleine Verbesserung könnte bereits genug sein, um dem Euro einen Schub zu geben. Schließlich reagiert der Markt aktuell angesichts der hohen Unsicherheit überaus sensibel auf Wirtschaftsdaten.

Allerdings befürchte ich, dass eine Korrektur der aus unserer Sicht schon immer übertriebenen Rezessionsängste, nicht ausreichen wird, um die Euro-Wechselkurse auf einen nachhaltigen Aufwertungstrend zu schicken. Klar, eine weitere Lockerung der Geldpolitik seitens der EZB wäre damit unwahrscheinlicher. Das würde allerdings dagegen sprechen, dass der Euro weiter abwertet, aber noch nicht dafür, dass er aufwertet. Hierfür wird es die Aussicht auf eine Normalisierung der Geldpolitik, um genau zu sein: höhere Zinsen, benötigen. Wie meine Kollegin bereits gestern an dieser Stelle zeigte: Noch hat der Markt die Hoffnung auf einen Zinsschritt im kommenden Jahr nicht vollkommen aufgegeben. Und rein mit Blick auf die Konjunktur mag das gerechtfertigt sein. Ich mache mir allerdings in Bezug auf etwas anderes Sorgen: die Inflation. Die ist angesichts der Rezessionsängste für den Markt eher in den Hintergrund gerückt. Doch sobald sich abzeichnet, dass sich die Wirtschaft stabilisiert, sollte sich der Fokus wieder voll und ganz auf die Preisentwicklung richten. Denn letztendlich kommt es nur darauf an, ob die Inflation endlich in Richtung 2%-Ziel steigt, damit die EZB wie auch andere Notenbanken ihre Zinsen erhöht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD910B Long EUR/USD Faktor: 5
CD910C Short EUR/USD Faktor: -5

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