Rohstoffe

Politische Unruhen in Libyen und im Irak lassen den Ölpreis steigen

Energie: Politische Unruhen in Libyen und im Irak lassen den Ölpreis steigen

Der Brentölpreis ist über Nacht nach Meldungen über Produktionsunterbrechungen in Libyen und im Irak bis auf 66 USD je Barrel gestiegen. Doch während im Irak wegen Protesten bislang wohl nur zwei kleinere Ölfelder betroffen sind, scheinen die Probleme in Libyen deutlich größer zu sein. Zunächst einmal hat die staatliche Ölgesellschaft NOC den Exportstopp über die östlichen und zentralen Exporthäfen angeordnet, nachdem diese von den Truppen des abtrünnigen Generals Haftar blockiert wurden. Das hatte laut NOC bereits einen Produktionsverlust in Höhe von 800 Tsd. Barrel täglich zur Folge. Danach wurde auch eine wichtige Pipeline blockiert, weshalb auch die Produktion auf zwei großen Ölfeldern Sharara und El Feel eingestellt werden musste. Laut NOC könnte die Produktion auf lediglich 72 Tsd. Barrel von zuvor 1,2 Mio. Barrel täglich sinken, wenn die Lagerkapazitäten ausgeschöpft sind. Dann wäre auch der Ölmarkt nicht mehr überversorgt. Wir rechnen allerdings nicht mit einem anhaltenden Lieferstopp aus Libyen und erwarten eine baldige Stabilisierung der Produktion und Exporte. Die bislang moderate Preisreaktion scheint dies zu belegen.

Unterdessen haben die Großanleger ihre Netto-Long-Positionen bei Brentöl an der ICE in der Woche zum 14. Januar zumindest nicht mehr ausgeweitet. Ob die – abgesehen von kurzfristigen Produktionsunterbrechungen – gute Versorgungslage auch zu einer Abkühlung der spekulativen Überhitzung führen wird, bleibt abzuwarten. Denn insgesamt waren die Netto-Long-Positionen der Großanleger so hoch wie zuletzt im Oktober 2018. Damit sind die Ölpreise eigentlich anfällig für Gewinnmitnahmen.

Dass die aktuellen Ölpreise auch aus Sicht der US-Schieferölproduzenten auskömmlich sind, darauf deutet eine höhere Bohraktivität in den USA hin. Die Anzahl aktiver Ölbohrungen ist laut Baker Hughes zuletzt erstmals seit vier Wochen wieder gestiegen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Palladium weiter auf Rekordjagd

Die Rekordjagd von Palladium geht immer weiter: Am Freitag sprang das hauptsächlich in der Autoindustrie verwendete Edelmetall in der Spitze um fast 10% nach oben und markierte bei 2.540 USD je Feinunze ein neues Rekordhoch. Seit Jahresbeginn hat sich Palladium damit um 30% verteuert und stellt alle anderen von uns beobachteten Rohstoffe in den Schatten. Der Preisanstieg scheint nicht spekulativ getrieben zu sein, denn laut CFTC-Statistik wurden die Netto-Long-Positionen in diesem Jahr sogar leicht abgebaut. Und die Zuflüsse von 7 Tsd. Unzen in die Palladium-ETFs seit Jahresbeginn sind normalerweise nicht ausreichend, solch einen Preisanstieg auszulösen. Allerdings ging der starke Anstieg am Donnerstag und Freitag mit einem doppelt so hohen Handelsvolumen am Futures-Markt einher wie in den beiden Wochen zuvor. Das Handelsvolumen am Freitag entsprach zum Beispiel der weltweiten Palladiumminenproduktion von zwei Monaten. Da der Palladiummarkt sehr klein und illiquide ist, können bereits einige größere Orders für entsprechend Preisbewegung sorgen. Der hohe Preis gerade am Kassa-Markt ist Ausdruck einer Knappheit, denn für die Verbraucher scheint es derzeit sehr schwierig zu sein, Material zu bekommen. Auf Sicht der nächsten Monate zeigt sich ein leicht abgeschwächtes Bild: Die Terminkurve ist stark fallend, d.h. die Marktteilnehmer erwarten eine gewisse Entspannung der Lage.

Gold handelt zum Wochenauftakt etwas fester bei 1.560 USD je Feinunze. Am Freitag verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs mit 20 Tonnen den größten Tageszufluss seit Ende September. Dieser ging fast ausschließlich auf das Konto des SPDR Gold Trust. Wichtigstes Ereignis für Gold dürfte in dieser Woche die EZB-Sitzung am Donnerstag sein, auch wenn die EZB ihre Geldpolitik wohl unverändert beibehält.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Zahlreiche Daten, aber kaum Impulse für die Preise

Die Metallpreise zeigen sich zum Auftakt in die neue Handelswoche von ihrer freundlichen Seite und legen fast alle leicht zu. Sie werden dabei offenbar noch von den guten chinesischen Konjunkturdaten vergangenen Freitag und den festen Aktienmärkten unterstützt. Diese Woche dürfte allerdings durch eine geringere Liquidität charakterisiert sein. Denn heute bleiben die Märkte in den USA wegen eines Feiertages geschlossen, ab Freitag dann die in China. Die Pause dort im Rahmen der Neujahrsfeierlichkeiten dauert eine Woche. Schon in den nächsten Tagen dürften sich die chinesischen Händler zurückziehen und entsprechend für weniger Impulse an den Märkten sorgen. Die in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden zahlreichen Daten zu den Metallmärkten sind in erster Linie ein Blick in den Rückspiegel und sollten nicht zu großen Preisbewegungen führen. Nachdem das Nationale Statistikbüro (NBS) in China am Freitag für 2019 eine leicht rückläufige Aluminiumproduktion gemeldet hatte, dürfte die Produktion auch auf globaler Ebene unter dem Rekordniveau des Vorjahres zurückgeblieben sein. Denn China macht über die Hälfte der weltweiten Aluminiumproduktion aus. Im Dezember hatte China den NBS-Daten zufolge aber bereits wieder deutlich mehr Aluminium produziert – auf Tagesbasis wurde laut Bloomberg sogar die drittgrößte Menge überhaupt in einem Monat hergestellt. Dieser Trend dürfte sich im laufenden Jahr fortsetzen, da umfangreiche neue Schmelzkapazitäten an den Markt kommen sollen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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