Rohstoffe

Platinpreis steigt auf 4,5-Jahreshoch

Energie: Nachfragesorgen belasten Ölpreise

Am Ölmarkt sind die Nachfragesorgen wieder in den Vordergrund getreten. Die hohen Corona-Zahlen, teils schleppend anlaufende Impfungen und die verschärften und verlängerten Mobilitätseinschränkungen in Europa belasten die Anlegerstimmung. Deshalb fällt der Brentölpreis heute Morgen wieder auf rund 55 USD und der WTI-Ölpreis (seit gestern der März-Future) auf 52 USD je Barrel. Von der Angebotsfront gibt es eher preisstützende Signale. So ging die libysche Produktion von fast 1,25 Mio. Barrel pro Tag wegen notwendiger Wartungsarbeiten auf dem Ölfeld Es Sider um rund 200 Tsd. Barrel pro Tag auf ein 2-Monatstief zurück. Die marode Infrastruktur macht auch längerfristig weitere Produktionssteigerungen unwahrscheinlich. Die OPEC und ihre Alliierten (OPEC+) haben dagegen im Dezember ihre vereinbarten Produktionskürzungen zu 99% umgesetzt und sich damit erneut disziplinierter verhalten als befürchtet. Die gute Förderdisziplin dürfte anhalten. So hat wohl der Irak einigen indischen Raffinerien die Lieferungen um bis zu 20% gekürzt. Im letzten Sommer hatte der Irak mehr produziert als vereinbart und muss nun laut dem jüngsten Abkommen kompensierende Kürzungen vornehmen. Auch in den USA steigt die Produktion nur geringfügig an. Die US-Energiebehörde EIA rechnet sogar damit, dass die US-Ölproduktion in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um 200 Tsd. Barrel täglich sinken wird. Der von der neuen US-Regierung verfügte vorläufige Stopp bzw. die 60-tätige Aussetzung für neue Bohrgenehmigungen und Pachtverträge auf bundeseigenem Land dürften dieses Jahr noch keine Auswirkung auf die Produktion haben. Neben den neuen Explorationsdaten zu Rohöl und Erdgas werden die DOE-Lagerdaten erst heute veröffentlicht. Der Bloomberg-Konsens rechnet mit einem Abbau der Rohölbestände um 1,7 Mio. Barrel. Bei Benzin und Destillaten wird dagegen ein Anstieg um 2,5 Mio. bzw. 1,7 Mio. Barrel erwartet.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Preissprung bei Platin nur von kurzer Dauer

Gold fällt am Morgen um rund 10 USD auf 1.860 USD je Feinunze, steht dank des kräftigen Anstiegs in der ersten Wochenhälfte aber dennoch vor dem ersten Wochengewinn in diesem Jahr. Dazu beigetragen haben dürfte, dass der US-Dollar im Wochenverlauf abwertete und die US-Anleiherenditen sich stabilisierten. Zudem dürften mit den sich abzeichnenden massiven Konjunkturhilfen in den USA die Inflationsrisiken steigen, ohne dass die US-Notenbank unmittelbar darauf reagieren wird. Die Folge wären noch negativere Realzinsen. An den ETF-Anlegern ging der Preisanstieg in dieser Woche bislang spurlos vorbei. Käufe und Verkäufe hielten sich die Waage. Silber steht mit einem Plus von knapp 3% vor dem größten Wochengewinn seit Mitte Dezember. Hier gab es im Wochenverlauf massive ETF-Zuflüsse von mehr als 700 Tonnen, die den Preisanstieg begünstigt haben dürften. Platin sprang gestern kurzzeitig um knapp 4% nach oben und erreichte bei 1.150 USD je Feinunze ein neues 4½-Jahreshoch. Die Preisdifferenz zu Gold verringerte sich im Zuge dessen zwischenzeitlich auf 720 USD je Feinunze. Niedriger war sie zuletzt im Februar letzten Jahres. Einen spezifischen Auslöser für den Preissprung gab es nicht. Möglicherweise haben technische Käufe den Preis nach oben getrieben, nachdem das bisherige Hoch bei 1.130 USD überwunden wurde. Der Ausflug war allerdings nur von kurzer Dauer. Mittlerweile notiert Platin wieder bei 1.110 USD je Feinunze. Der gestrige Preisanstieg war auch deswegen erstaunlich, weil ein großer Platinproduzent vor zwei Tagen bekannt gab, seine Prognose für die Produktion von Platinmetallen in Südafrika im letzten Jahr um 9% übertroffen zu haben. Im zweiten Halbjahr legte die Produktion um 40% gegenüber dem durch Lockdown-Maßnahmen betroffenen ersten Halbjahr zu. Offensichtlich hatte der Ausfall einer großen Verarbeitungsanlage am Jahresende nicht so große Auswirkungen wie befürchtet. Sollte dies auch für andere Produzenten gelten, würde das Minenangebot aus Südafrika weniger stark fallen und das Angebotsdefizit geringer ausfallen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Überversorgter Nickelmarkt, unterversorgter Kupfermarkt

Wie die Zink- und Bleimärkte war auch der globale Nickelmarkt bis zuletzt klar überversorgt. Gemäß Daten der International Nickel Study Group (INSG) belief sich der Angebotsüberschuss von Januar bis November 2020 auf 110 Tsd. Tonnen. Zur gleichen Zeit im Vorjahr bestand noch ein Defizit in Höhe von 38 Tsd. Tonnen. Das Coronavirus hatte wie an den anderen beiden Märkten auch bei Nickel wesentlich größere Auswirkungen auf die Nachfrage als auf das Angebot. Während den INSG-Daten zufolge die Nachfrage im Jahresvergleich um 4,2% zurückging, wurde das Angebot um 2,5% ausgeweitet. In diesem Jahr wird der globale Nickelmarkt laut Schätzung der INSG vom Herbst ebenfalls überversorgt sein, auch wenn sich die Nachfrage wie erwartet kräftig erholen dürfte. Denn das Angebot sollte auch steigen. Der globale Kupfermarkt wies hingegen ein hohes Angebotsdefizit auf. Gemäß Daten der International Copper Study Group (ICSG) summierte sich das Defizit von Januar bis Oktober auf gut 480 Tsd. Tonnen. Es war damit größer als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das höhere Defizit kommt laut ICSG ausschließlich durch die augenscheinlich starke chinesische Nachfrage (+14%) zustande. Außerhalb Chinas war die Nachfrage demnach um rund 10% rückläufig. Die chinesische Nachfrage dürfte in diesem Jahr unseres Erachtens an Dynamik verlieren und das Angebot weiter ausgeweitet werden, so dass sich Angebot und Nachfrage einander angleichen sollten. Daher sehen wir mittelfristig für den Kupferpreis auch kein großes Aufwärtspotenzial mehr. Allerdings haben in Chile, dem weltweit größten Kupferminenproduzenten, große Minen jüngst wieder striktere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus eingeführt – so wie in der ersten Phase der Pandemie –, da in Chile die Infektionsrate wieder stärker steigt. Laut Einschätzung des chilenischen Bergbaurats hätten diese Maßnahmen Auswirkungen auf die Produktion, sollte die Pandemie noch mindestens ein halbes Jahr andauern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!