Rohstoffe

Platinpreis auf 6-Jahreshoch

Energie: US-Lagerdaten sorgen für weiteren Ölpreisauftrieb

Die Ölpreise kannten zuletzt kein Halten mehr und haben im Tagesrhythmus neue Hochs markiert. Gestern war keine Ausnahme, wobei Brentöl nach den DOE-Lagerdaten auf 61,7 USD und WTI-Öl auf fast 59 USD je Barrel gestiegen sind. Die offiziellen US-Lagerdaten haben die API-Zahlen vom Vortag übertroffen. So sind die Rohölbestände unerwartet deutlich um 6,65 Mio. auf 469 Mio. Barrel gefallen und liegen damit nur noch 2% über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. Die Benzinbestände sind zwar überraschend stark um 4,3 Mio. Barrel gestiegen, liegen aber ebenfalls genau im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Benzinnachfrage in den USA bleibt auffällig schwach, dafür stieg die Destillatenachfrage auf ein saisonales Hoch. Angesichts vielerlei Einschränkungen muss man dem US-Ölmarkt insgesamt einen guten Zustand attestieren. Aus unserer Sicht sind die preisstützenden Faktoren jedoch ausreichend in den heutigen hohen Preisen eskomptiert, wobei bereits eine etwas steigende Risikowahrnehmung der Anleger die Ölpreise wieder unter Druck bringen sollte.

Im Zuge der arktischen Kältewelle in den USA sind auch die US-Gaspreise erstmals seit November auf rund 3 USD je MMBtu (million British thermal units) gestiegen. Dabei ist die US-Nachfrage nach Erdgas zu Heizzwecken nur etwas erhöht, ebenso die für die Industrie, während die zur Stromerzeugung sogar auffällig schwach ist. Dagegen stieg die US-Nachfrage nach Propan laut EIA in der letzten Woche erstmals seit dem Beginn der Datenaufzeichnung im Jahr 2004 auf 2,2 Mio. Barrel täglich. Propan fällt meist bei der Förderung von Erdgas und Rohöl als Nebenprodukt an oder wird in den Ölraffinerien hergestellt und hauptsächlich in der Industrie verwendet. Doch zuletzt stieg offensichtlich nicht nur der Heizbedarf in Privathaushalten, sondern auch der in der Außengastronomie. Um die Geschäfte während der Covid-19-Pandemie wegen zahlreicher Beschränkungen am Leben zu erhalten, haben viele Restaurants in nördlichen US-Städten die Kapazität der Außengastronomie durch den Einsatz von Propanheizungen erhöht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SD3BVBLongNatural Gas FutureFaktor: 6
SB5B64ShortNatural Gas FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin und Palladium mit Angebotsdefiziten

Der Platinpreis setzt seinen Höhenflug fort und steigt am Morgen auf ein 6-Jahreshoch von über 1.260 USD je Feinunze. Seit Wochenbeginn hat sich Platin bereits um mehr als 100 USD verteuert. Die Preisdifferenz zu Gold hat sich im Zuge dessen auf weniger als 600 USD verringert, was zuletzt vor etwa einem Jahr der Fall war. Weiteren Auftrieb gaben gestern die Marktschätzungen des weltgrößten Verarbeiters von Platinmetallen, Johnson Matthey. Dieser sieht den globalen Platinmarkt im letzten Jahr in einem Angebotsdefizit von 390 Tsd. Unzen. Im Jahr zuvor war der Markt bereits mit 301 Tsd. Unzen unterversorgt. Allerdings liegt Johnson Matthey mit seiner Defizitschätzung deutlich unter der des World Platinum Investment Council (WPIC), der in seiner letzten Veröffentlichung im November für 2020 ein Rekorddefizit von 1,2 Mio. Unzen prognostizierte. Der Unterschied zwischen diesen beiden Zahlen erklärt sich vor allem mit der Investmentnachfrage, die Johnson Matthey deutlich niedriger veranschlagt. Der WPIC wird im März seine neuen Schätzungen vorlegen. Eine konkrete Prognose für die Marktbilanz in diesem Jahr präsentierte Johnson Matthey noch nicht. Man sprach lediglich davon, dass der Platinmarkt auch 2021 ein Angebotsdefizit aufweisen könnte, was aber stark von der Investmentnachfrage abhängen würde. Bislang gestaltet sich diese als robust, zumindest was die ETFs angeht. Diese verzeichneten auch gestern wieder Zuflüsse. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse bereits auf 67,4 Tsd. Unzen. Johnson Matthey gab darüber hinaus auch Schätzungen zum Palladiummarkt ab. Dieser soll im letzten Jahr ein Angebotsdefizit von 606 Tsd. Unzen aufgewiesen haben. Im Jahr zuvor war das Defizit noch ca. 50% höher. Das geringere Defizit erklärt sich mit dem coronabedingten Einbruch der Nachfrage um fast 1,2 Mio. Unzen aus der Automobilindustrie, die 85% der Gesamtnachfrage ausmacht. Der gleichzeitige Einbruch der Minenproduktion in Südafrika konnte dies nur teilweise ausgleichen. Für 2021 rechnet Johnson Matthey mit einem weiteren Angebotsdefizit bei Palladium, was bereits das zehnte in Folge wäre.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Robuste Nachfrage gibt Aluminiumpreis Auftrieb

Ab heute sind die Märkte in China wegen des Neujahrsfestes eine Woche lang geschlossen. Die Liquidität an den Börsen außerhalb Chinas (LME, Comex) dürfte deshalb in den kommenden Tagen deutlich geringer sein, was die Preise aber auch anfällig für größere Schwankungen macht. In den vergangenen Tagen sind die Metallpreise stark gestiegen – mehrere Metalle markierten Mehrjahreshochs. Aluminium stand gestern kurz vor der Marke von 2.100 USD je Tonne. Auf Schlusskursbasis hat es den höchsten Preis seit Oktober 2018 erreicht. In erster Linie wird Aluminium – wie die anderen Metalle – von der anhaltend guten Marktstimmung nach oben gezogen. Anfang der Woche hatte sich Rusal, der größte Aluminiumproduzent außerhalb Chinas, optimistisch zur globalen Aluminiumnachfrage geäußert. Demnach erhole sich die Nachfrage trotz der aktuellen Lockdowns weiter, besonders stark sei sie derzeit aus der Automobilindustrie, der Verpackungsbranche und dem Bausektor. Rusal geht davon aus, dass die robuste Nachfrage das erste Halbjahr über anhält. Zuvor hatte schon Alcoa, der größte US-Aluminiumproduzent, äußerst optimistische Aussagen zur Aluminiumnachfrage getroffen. Alcoa erwartet auf globaler Ebene ein Nachfragewachstum von 7% und führt als Gründe die allgemeine Wirtschaftserholung, Stimulus-Maßnahmen und China an. Gemäß der Ansicht von Alcoa könnte der globale Aluminiummarkt in diesem Jahr ausgeglichen sein. Die meisten Marktbeobachter erwarten dagegen einen weiteren hohen Angebotsüberschuss. Der Optimismus Alcoas hinsichtlich China wird übrigens vom staatlichen chinesischen Research-Institut Antaike nur ansatzweise geteilt. Laut Antaike soll die chinesische Aluminiumnachfrage um 2% steigen und der chinesische Markt überversorgt bleiben. Wir halten Preise oberhalb von 2.000 USD je Tonne aus fundamentaler Sicht weiterhin für nicht gerechtfertigt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongKupfer FutureFaktor: 5
SB3T94ShortKupfer FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!