Rohstoffe

Platin holt gegenüber Gold auf

Energie: Stützende und belastende Faktoren wechseln bei Öl die Seiten

Vom Einbruch zu Monatsbeginn haben sich die Ölpreise erholt und befinden sich wieder im übergeordneten mittelfristigen Seitwärtstrend um 40 USD (WTI), der seit Juni anhält. Nachfragesorgen, die die Preise seit dem Frühjahr belastet haben, weichen nun Konjunkturhoffnungen, auch wegen der unmittelbaren Einführung der Impfstoffe und starker geldpolitischer Unterstützung. Die Förderdisziplin der OPEC+, der wichtigste stützende Faktor auf der Angebotsseite, könnte dagegen bröckeln. Zuletzt zeigten sich die V.A.E., der derzeit nach Saudi-Arabien und Irak drittwichtigste OPEC-Produzent, nicht mehr unbedingt gewillt, die freiwilligen Kürzungen noch über das Jahresende hinaus vollumfänglich zu verlängern. Würde dieses Beispiel auch bei anderen OPEC-Mitgliedern Schule machen, könnte dies zu einer Überversorgung am Ölmarkt führen.

Energie: Energiekohlepreise mit unterschiedlichen Tendenzen

Während der europäische Energiekohlepreis (ICE, API 2 ARA) mit unter 54 USD je Tonne unweit der Tiefstände von 2016 liegt, befindet sich der Preis in China im Aufwind. Diese Tendenzen machen die stark unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in China und dem Rest der Welt deutlich. Zum Preisanstieg in China trägt auch der Plan des Elektrizitätsrats zum starken Ausbau der Kapazitäten bei. Doch mittelfristig gehen wir von einer erneuten Annäherung der Preise aus. Zum einen hat die chinesische Führung unlängst das Ziel einer Klimaneutralität bis 2060 angepeilt. Außerdem hat die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission Anfang des Monats eine Obergrenze für die Preise langfristiger Verträge von 600 CNY bzw. 91 USD je Tonne festgesetzt. Man sollte auch nicht die Arbitragemöglichkeiten außer Acht lassen. Die europäischen Kohlepreise sollten außerdem durch eine kältere Witterung und niedrigere CO2-Preise Unterstützung erhalten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin holt gegenüber Gold auf, Schweiz liefert mehr Gold nach Indien

Gold handelt am Morgen leicht erholt bei knapp 1.870 USD je Feinunze. Dennoch dürfte Gold belastet durch anhaltende ETF-Verkäufe den zweiten Wochenverlust in Folge einfahren. Die ETF-Abflüsse setzten sich gestern wenn auch mit verminderter Dynamik fort. In den letzten sechs Handelstagen sind somit mehr als 50 Tonnen Gold aus den ETFs abgeflossen. Dagegen steht Platin vor einem satten Wochengewinn von aktuell 7%. Die Preisdifferenz von Platin zu Gold hat sich im Zuge dessen auf etwas mehr als 900 USD reduziert. Anfang November lag diese noch bei 1.050 USD. Platin profitiert dabei von den jüngsten Aussagen des World Platinum Investment Council, der für dieses Jahr ein rekordhohes Defizit am Platinmarkt prognostiziert.

Die Schweiz hat im Oktober laut gestern veröffentlichter Daten der Zollbehörde 90,5 Tonnen Gold exportiert. Das waren 15 Tonnen weniger als im September und die niedrigsten Ausfuhren seit vier Monaten. Spürbar angezogen haben allerdings die Goldlieferungen nach Indien. Diese stiegen auf 24,3 Tonnen und erreichten damit das höchste Niveau seit 17 Monaten. Die aus Indien gemeldeten Importzahlen hatten bereits angedeutet, dass die Goldnachfrage dort zuletzt wieder etwas stärker war. Dazu könnten die vor knapp einer Woche stattgefundenen religiösen Feiertage Dhanteras und Diwali beigetragen haben. Dagegen gibt es bei den Goldlieferungen nach China und Hongkong weiterhin keine Belebung zu beobachten. Im Gegenteil, die Exporte fielen im Oktober wieder auf null, nachdem sie im August kurzzeitig auf 10 Tonnen gestiegen waren. Dies ist umso bemerkenswerter, da Meldungen aus China zuletzt in die andere Richtung gedeutet hatten. Offensichtlich sind die Goldbestände in China aber noch ausreichend, so dass im Oktober noch kein unmittelbarer Anreiz zur Einfuhr von Gold aus der Schweiz bestand. Deutlich rückläufig waren auch die Goldexporte nach Großbritannien, während die Lieferungen in die USA stiegen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T56LongPlatin FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatin FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Knapper Markt für Kupferkonzentrat

Neben der von uns gestern erwähnten Knappheit am Markt für Zinkkonzentrat, scheint auch die Versorgung mit Kupferkonzentrat derzeit nicht üppig zu sein. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Schmelz- und Verarbeitungsgebühren (sog. TC/RCs) am chinesischen Kassa-Markt derzeit nur bei rund 50 USD je Tonne bzw. 5 US-Cent je Pfund liegen. Dies sei der niedrigste Stand seit acht Jahren. Im Frühjahr waren die TC/RCs noch 20 USD bzw. 2 US-Cent höher. Zu den aktuell niedrigen Gebühren könnte der politische Disput zwischen China und Australien beitragen, im Zuge dessen die chinesische Regierung den Händlern vorgegeben hat, unter anderem kein australisches Kupfer mehr zu kaufen. Gemäß Daten des World Bureau of Metal Statistics (WBMS) hat China in den ersten drei Quartalen dieses Jahres über 4% seiner Kupferkonzentratimporte aus Australien bezogen. Daneben könnten die Proteste in Peru im Rahmen der politischen Verwerfungen dort in dieser Woche eine Rolle gespielt haben. Produktionsausfälle von dort sind aber nicht bekannt. Die Schmelz- und Verarbeitungsgebühren am Kassa-Markt liegen übrigens auch deutlich unter den Jahresgebühren für 2020 (62 USD je Tonne bzw. 6,2 US-Cent je Pfund). Einige Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Jahresgebühren für 2021 bestenfalls unverändert übernommen werden. Sie könnten aber auch leicht sinken. Dies würde bedeuten, dass der Markt für Kupferkonzentrat angespannt bleibt. Wie die Zinkminen waren auch viele Kupferminen von den Lockdowns zur Bekämpfung des Coronavirus betroffen. Gemäß WBMS-Daten hat die globale Kupferminenproduktion im September allerdings nahezu das Vorkrisenniveau wieder erreicht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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