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Pelosi reist nach Taiwan: Brandbeschleuniger für die Unsicherheit

Öl ins Feuer

Als gäbe es nicht schon genug akute geopolitische Konflikte, schüttet die Sprecherin des US Repräsentantenhauses Nancy Pelosi noch mehr Öl ins Feuer der Unsicherheit an den Märkten, indem sie nach Taiwan reist.

Ungeachtet der Tatsache, dass das Konzept des sicheren Hafens fragwürdig ist, greift der Devisenmarkt offensichtlich in seiner Reaktionsfunktion darauf zurück und präferiert den US Dollar. Wo doch im Falle einer militärischen Auseinandersetzung mit China die USA im Brennpunkt stünden. Und dabei ist gerade der US Dollar empfindlicher gegenüber schwächeren Energiepreisen und Schwankungen der Weltkonjunktur geworden, wie mein Chef Ulrich Leuchtmann diesen und letzten Montag darlegte, sodass der Dollar eigentlich unter Druck kommen müsste.

Eine Erklärung wäre, dass der Markt damit rechnet, dass im Fall einer Auseinandersetzung der beiden Großmächte andere Wirtschaftsräume durch eine globale Rezession möglicherweise noch stärker unter die Räder kommen könnten als die USA selbst und entsprechend dort die Zinszyklen eher beendet werden. Aber eine so wirklich stichhaltige Erklärung ist das meines Erachtens letzten Endes nicht. Da bietet sich als Tüpfelchen auf dem i der alte Händlerspruch an: politische Märkte sind schwer zu handeln.

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Der Preis für Interventionen

Regelmäßige Leser unsere Publikationen werden wissen, dass wir dem Sinn und Zweck von Devisenmarktinterventionen von Zentralbanken skeptisch gegenüberstehen. Abgesehen vom fragwürdigen Nutzen sind sie oft mit hohen Kosten verbunden. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bekommt dies nun schmerzhaft zu spüren. Im ersten Halbjahr wies sie einen Verlust von 95,2 Mrd. Franken aus, der Verlusten auf Fremdwährungspositionen geschuldet ist.

Verwundern sollte dies Ergebnis eigentlich keinen. Bei einer Bilanzsumme, die in den letzten Jahren auf 1000 Mrd. gestiegen ist, steigen natürlich auch die Risiken von Wertverlusten bei Schwankungen an den Finanzmärkten. Rund 75% der Fremdwährungsreserven hält die SNB in Anleihen, 25% in Aktien. Der Anteil in US Dollar betrug in Q2 38%, der in Euro 37%. Da die SNB seit 2015 nicht nur auf den negativen Leitzins, sondern auch auf Deviseninterventionen zur Erfüllung ihrer geld- und währungspolitischen Aufgaben setzt, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis ungünstige Entwicklungen an den Finanzmärkten zu erheblichen Bilanzverlusten führen.

Letzten Endes konnte die SNB die Aufwertung des Franken nicht verhindern. Wenn überhaupt, konnte sie sie nur dämpfen – zu einem hohen Preis, wie man jetzt sieht. Das könnte neben dem dämpfenden Effekt auf die Inflation auch eine Erklärung sein, weshalb die SNB sich gegenüber einem festeren Franken seit geraumer Zeit entspannter zeigt. Schließlich notiert EUR-CHF seit Ende Anfang Juli unter der Parität und schließt die SNB seit Juni sogar Interventionen gegen einen schwachen Franken nicht mehr aus (wo immer hier auch ihre Schmerzgrenze liegen mag).

Für kurze Aufruhr sorgte das Kurzportrait der SNB, das letzte Woche einen Tag vor der halbjährlichen Bilanz veröffentlicht wurde, denn es enthielt die Aussage, dass der Rat auch ausserhalb der vierteljährlichen Lagebeurteilungen jederzeit geldpolitische Massnahmen ergreifen könnte, wenn es die Umstände erfordern. Das schürte Spekulationen, die SNB könne schon im August, möglicherweise heute anlässlich der Veröffentlichung der Juli-Inflationsdaten, die nächste Zinserhöhung vornehmen.

Die Vergangenheit (u.a. Januar 2015 mit der Aufgabe der Untergrenze oder Juni 2022 mit der Zinserhöhung um 50 Bp) hat gezeigt, dass bei der SNB vieles möglich ist. Vollkommen ausgeschlossen ist es also nicht, dass sie heute den Leitzins überraschend anhebt, um den Leitzins zügig auf Null zu heben. Aber ist dies wirklich vonnöten, wenn in sieben Wochen Ende September die nächste reguläre Sitzung ansteht? Ich denke nicht. Und gehe deshalb davon aus, dass es heute nicht zu einer Überraschung kommen wird. Aber bei der SNB weiß man nie.

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Politik dürfte Pfund kaltlassen

Als Randnotiz sei bemerkt, dass seit Montag in Großbritannien rund 200.000 Mitglieder der Tory-Partei aufgerufen sind, ihren Favoriten für den Vorsitz der Partei und damit das Amt des Premierministers zu wählen. Bis zum 2. September dürfen die Mitglieder ihre Stimme abgeben. Liz Truss liegt in den Umfragen bislang vorne. Dabei ist sie wohl eher nicht die vom Markt präferierte Wahl. Schließlich steht sie für eine ausgabenfreudigere Politik, fährt eine harte Linie gegenüber der EU und hat in Bezug auf die Bank of England angekündigt, dass sie das Mandat der BoE überprüfen wolle. Politische Einmischung in die Geldpolitik ist am Devisenmarkt gar nicht gern gesehen.

Worten müssen aber auch erstmal Taten folgen. Vor dem endgültigen Ergebnis Anfang September gibt es keinen Grund für Pfund-Schwäche. Und auch danach dürfte es keine 180-Gradwende in der Politik geben, wenn Truss wirklich gewinnt. Zwar dürfte die Politik in den kommenden Wochen noch weiter die Schlafzeilen füllen, aber wirkliche Auswirkungen auf das Pfund dürfte sie nicht haben.

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SN2TK3CallEUR/GBPHebel: 10,0
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