Rohstoffe

Optimismus im Handelsstreit beflügelt Ölpreise

Energie –Optimismus im Handelsstreit beflügelt Ölpreise: Der Brentölpreis stieg gestern auf 62,8 USD je Barrel. Seit Freitag, als die ersten Meldungen über Fortschritte in den Handelsgesprächen aufkamen, hat sich Brent damit um mehr als 3 USD verteuert. Die vom sich immer weiter hochschaukelnden Handelsstreit ausgehenden Nachfragesorgen hingen seit Monaten wie ein Damoklesschwert über den Ölpreisen, so dass die positive Preisreaktion nun wenig überraschend ist. Für eine nachhaltige Preiserholung ist es u.E. aber noch zu früh. Denn noch immer droht für das 1. Halbjahr 2020 ohne neuerliche OPEC-Kürzung ein beträchtliches Überangebot. Saudi Aramco gab gestern die offiziellen Verkaufspreise (OSP) für Dezember bekannt. Diese wurden für alle Abnehmerregionen im Vergleich zu November angehoben, teilweise sogar deutlich. Asiatische Kunden zahlen für Arab Light demnach einen OSP von +3,4 USD je Barrel gegenüber der Benchmark Oman/Dubai. Höher war er zuletzt im Januar 2014, als die Ölpreise noch bei über 100 USD lagen. Dies deutet auf eine robuste Nachfrage nach leichtem Öl in Asien hin, was mit der bevorstehenden Absenkung des Schwefellimits in Schiffskraftstoffen (IMO 2020) zusammenhängen könnte. Dazu passt auch, dass der OSP für Arab Heavy nach Asien gesenkt wurde, da schweres Öl wegen IMO 2020 seitens der Raffinerien weniger gefragt sein dürfte. Kunden in den USA, Nordwest-Europa (NWE) und dem Mittelmeerraum müssen ebenfalls höhere OSPs für Arab Light gegenüber der jeweiligen Referenz zahlen. Für NWE wurde der bislang hohe Abschlag gegenüber Brent auf nahe Null reduziert. Auch hier dürfte IMO 2020 eine wesentliche Rolle gespielt haben. Allerdings ist NWE im Gegensatz zu Asien kein bedeutender Abnehmer von Öl aus Saudi-Arabien.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle –  Gold von steigendem Risikoappetit relativ unbeeindruckt: Gold hält sich angesichts des deutlich gestiegenen Risikoappetits der Marktteilnehmer weiterhin erstaunlich gut. Schließlich verzeichneten die Aktienmärkte gestern kräftige Gewinne und die Anleiherenditen stiegen deutlich. In einem derartigen Umfeld wäre ein stärkerer Rückgang des Goldpreises nicht überraschend gewesen. Dazu kam es bislang allerdings nicht. Gold verliert zwar etwas, hält sich aber nach wie vor über der Marke von 1.500 USD je Feinunze. Wir führen dies auf die weiterhin ultra-lockere Geldpolitik der Fed und der EZB zurück. Fed-Chairman Powell hat letzte Woche jeglichen Zinserhöhungsfantasien einen Riegel vorgeschoben. Zudem kauft die Fed seit Mitte Oktober kurzlaufende Anleihen (T-Bills) im Volumen von 60 Mrd. USD pro Monat. Die Bilanzsumme der Fed weitet sich entsprechend aus. Damit übertrifft die Fed mit ihren Anleihekäufen sogar die der der EZB von 20 Mrd. Euro monatlich. Zudem bleibt abzuwarten, ob der Optimismus der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Einigung im Handelsstreit wirklich gerechtfertigt ist. Derartige Hoffnungen bestanden schon des Öfteren und wurden dann jäh enttäuscht.

Goldnachfrage im dritten Quartal durch ETFs getrieben: Der World Gold Council hat am Morgen Daten zur weltweiten Goldnachfrage im dritten Quartal veröffentlicht. Diese lag 3% über dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage in den ersten neun Monaten des Jahres war die höchste in diesem Zeitraum seit dem Jahr 2016. Wie erwartet wurde die Nachfrage im letzten Quartal v.a. durch die kräftigen Zuflüsse in die Gold-ETFs getrieben. Diese beliefen sich auf 258 Tonnen. Dem stand eine deutlich schwächere Nachfrage nach Goldschmuck (-16%), sowie nach Münzen und Barren (-50%) gegenüber. Auch dies stellte aufgrund der verhaltenen Konsumentennachfrage in den großen asiatischen Ländern China und Indien keine Überraschung dar. Die Zentralbanken kauften mit 156 Tonnen zwar ebenfalls weniger Gold als im Vorjahresquartal. In den ersten drei Quartalen zusammen summieren sich die Käufe der Zentralbanken aber bereits auf 548 Tonnen. Im gesamten Jahr 2018, das die stärksten Zentralbankgoldkäufe seit dem Ende von Bretton Woods markierte, waren es nur 104 Tonnen mehr. Diese Menge sollte im vierten Quartal problemlos erreicht werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle – Vermeintliche Einigung im Handelskonflikt beflügelt die Metallmärkte nur wenig: Die erneute Meldung über eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA hat Risikoanlagen beflügelt. Die Aktienmärkte weltweit haben daraufhin mit teilweise neuen Allzeithochs reagiert, weil der Konflikt als Auslöser der Konjunkturschwäche bzw. als größte Bremse für die Weltkonjunktur angesehen wird. Sollten sich die Meldungen bestätigen, dass im Zuge des Teilhandelsabkommens die von den USA vor kurzem eingeführten Strafzölle von 15% auf chinesische Waren im Wert von 112 Mrd. USD wieder rückgängig gemacht werden, würde das in der Tat eine neue Entwicklung markieren. Der Yuan hat daraufhin erstmals seit August auf weniger als 7 CNY pro USD aufgewertet. Die Yuan-Wechselkurs und die Metallpreise weisen seit einigen Jahren erstaunliche Parallelen auf (Grafik des Tages). Die relativ verhaltene Reaktion der Metallpreise ist insofern etwas überraschend. Man kann sie mit den wiederholten Enttäuschungen der Vergangenheit erklären oder damit, dass eine Einigung schon teilweise erwartet und entsprechend eskomptiert worden war. Nichtsdestotrotz sollte die positive Stimmung der Finanzanleger Metallpreise gut unterstützen.

Rekordhohe Edelstahlproduktion voraus: Letzte Woche hat der Stahlinformationsdienstleister MEPS seine neuen Prognosen zum Edelstahlmarkt veröffentlicht. Demnach dürfte in diesem Jahr mit 52,1 Mio. Tonnen rund 3% mehr Edelstahl produziert werden als im Vorjahr. China sollte dabei seine Produktion um über 6% auf 28,3 Mio. Tonnen steigern und ist damit für mehr als 54% der Weltproduktion verantwortlich. Laut Mysteel ist die chinesische Produktion in den ersten neun Monaten des Jahres sogar um 10,5% auf 22,5 Mio. Tonnen gestiegen. Imnächsten Jahr sollte die Edelstahlproduktion laut MEPS um weitere 4% zulegen, wobei auch hier China mit 5%-Wachstum einen überdurchschnittlichen Beitrag leisten dürfte. Die weitere Konsolidierung der Edelstahlbranche in China könnte für Kostenersparnisse und zusätzlichen Auftrieb sorgen. So haben sich am Wochenende drei führende chinesische Stahlunternehmen, deren Produktion die gesamte Palette an Produkten von austenitischen und martenitischen Edelstählen bis zu Nickelgußeisen (NPI) abdeckt, auf eine strategische Kooperation geeinigt. Eine hohe Edelstahlproduktion dürfte vor allem den Nickelpreis längerfristig unterstützen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7K Long Copper Future Faktor: 6
CJ3D7S Short Copper Future Faktor: -6
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