Rohstoffe

OPECs Geburtstag unter einem schlechten Stern

Energie: OPECs Geburtstag unter einem schlechten Stern

Heute vor 60 Jahren wurde von fünf Gründungsmitgliedern Saudi-Arabien, Venezuela, Iran, Irak und Kuwait die OPEC ins Leben gerufen. Im Laufe der Jahre haben sich weitere Länder dem Kartell angeschlossen, einige davon sind wieder ausgetreten. Heute scheint die OPEC mit 13 Mitgliedsländern, einer langjährigen Kooperation mit großen Nicht-OPEC-Ölproduzenten wie Russland, Kasachstan oder Aserbaidschan (OPEC+) und einer starken Förderdisziplin so mächtig wie eh und je. Doch der Anblick täuscht. Denn das grundlegende Problem eines losen Oligopols, das außerdem nur lediglich 30% des Marktes kontrolliert, bleibt. Die Probleme werden nach Monaten des freiwilligen Verzichts auf Mehreinnahmen angesichts großer finanzieller und wirtschaftlicher Schwierigkeiten und eines ungewissen (Nachfrage-)Ausblicks immer sichtbarer. So haben sich nach Schätzungen einiger Marktbeobachter selbst die VAE, die sich bislang stets diszipliniert bei der Umsetzung der OPEC-Vereinbarungen verhalten und im Juni sogar zusätzliche Produktionsreduktionen von 100 Tsd. Barrel täglich vorgenommen hatten, zuletzt nicht mehr an die Vereinbarungen gehalten. Nach Schätzungen und Auswertungen von Tanker-Bewegungen durch Kpler, Petro-Logistics und Bloomberg haben die VAE im August 2,9-3,0 Mio. Barrel täglich exportiert. Laut offiziellen Daten haben sie jedoch rund 2,7 Mio. Barrel täglich produziert, was bereits mehr als 100 Tsd. Barrel täglich höher war als vereinbart. Die deutlich höheren Exporte kann man zudem nur schwer mit der “höheren Binnennachfrage im Sommer” erklären. Zugleich dürfte Libyen, das von der Kürzungsvereinbarung ausgenommen ist, seine Produktion erhöhen. Denn nach Aussage der USA will der abtrünnige libysche General Haftar, dessen Kräfte seit Januar die Öleinrichtungen im Land nahezu komplett geschlossen halten, diese nun wieder öffnen. Das kommende (virtuelle) Treffen der OPEC+ am Donnerstag steht also unter einem schlechten Stern. Allerdings ist damit zu rechnen, dass Saudi-Arabien die Situation wieder “rettet”, weshalb die Ölpreise heute Morgen nach dem zweiten Wochenverlust in Folge wieder etwas steigen. Zudem zieht im Golf von Mexiko ein neuerlicher Sturm auf.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold und Silber zuletzt mit ETF-Abflüssen

Gold steigt zum Wochenauftakt auf knapp 1.950 USD je Feinunze. Abgesehen von den Preisausschlägen im Zuge der EZB-Sitzung am vergangenen Donnerstag hat sich Gold seit Mitte letzter Woche in diesem Bereich eingependelt. Auch nennenswerte ETF-Abflüsse am Freitag änderten daran nichts. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verringerten sich um 5 Tonnen, was ausschließlich auf den SPDR Gold Trust zurückzuführen war und dem stärksten Tagesabfluss seit einem Monat entsprach. Rückenwind für Gold gaben die am Freitag veröffentlichten US-Inflationsdaten für August. Diese fielen nach dem unerwartet kräftigen Sprung im Vormonat mit einem weiteren Anstieg auf 1,3% in der Gesamtrate und 1,7% in der Kernrate abermals etwas höher aus als erwartet. Da die Fed klargemacht hat, die Zinsen unabhängig davon für sehr lange Zeit nahe Null halten zu wollen, rutschen die Realzinsen damit weiter in den negativen Bereich. Die FOMC-Sitzung in dieser Woche dürfte bestätigen, dass die Fed noch länger an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festhalten wird. Die ETF-Abflüsse am Freitag sollten daher nur eine kurze Episode bleiben. Dies sieht man auch daran, dass dieser Abfluss erst der zweite in den letzen 20 Handelstagen war. Deutlich an Glanz verloren hat zuletzt Silber. Die Silber-ETFs verzeichneten am Freitag bereits den 7. Tagesabfluss in Folge. Diese summieren sich in den sieben Handelstagen auf knapp 550 Tonnen. Der Abfluss in der letzten Woche war zudem der stärkste seit einem Jahr. Offensichtlich nehmen Anleger Gewinne mit, nachdem Silber gegenüber Gold zuletzt nicht mehr weiter zulegen konnte, wie das seit Anfang September leicht gestiegene Gold/Silber-Verhältnis zeigt. Dieses handelt seit Mitte August in einer Spanne von 69-74.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3Q60LongSilver FutureFaktor: 3
SB3T9DShortSilver FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Noch mehr Aluminium in China

Die Metallpreise starten weitgehend unverändert in die neue Handelswoche und verteidigen damit ihre Gewinne von Ende letzter Woche. Am Freitag zeigten Daten der chinesischen Zentralbank eine solide Neukreditvergabe im August. Noch spürbar stärker angezogen hat das gesamte Finanzierungsvolumen, das deutlich über den Erwartungen lag. Dies ist in erster Linie auf viele Anleiheemission zurückzuführen, was wiederum Ausdruck einer proaktiven Fiskalpolitik der Regierung ist. Heute Morgen wurde berichtet, dass sich der Immobilienmarkt in China nach dem starken Rückgang während des Corona-bedingten Lockdowns zu Jahresbeginn weiter erholt: Die Preise für Neubauten sind im August stärker gestiegen als im Vormonat. Morgen dürften Daten des Nationalen Statistikbüros zeigen, dass auch Chinas Industrie weiter auf Erholungskurs ist. Auf die guten Nachrichten, wie wohl auch auf neuerliche Meldungen, dass ein Impfstoff gegen Covid-19 bis Jahresende zur Verfügung stehen könnte, reagieren die asiatischen Aktienmärkte mit einem weiteren Anstieg. Dies wiederum gibt den Metallpreisen Unterstützung. Kupfer handelt zum Wochenauftakt bei rund 6.750 USD je Tonne, Aluminium verteuert sich auf 1.780 USD. Industriekreisen zufolge versuchen chinesische Aluminiumproduzenten die Inbetriebnahme neuer Schmelzen zu beschleunigen, um von aktuell hohen Gewinnmargen zu profitieren. Hierbei soll es sich um mehrere hunderttausend Tonnen handeln. Laut Angaben des Datenanbieters SMM liegt der durchschnittliche Gewinn chinesischer Aluminiumschmelzen derzeit bei umgerechnet 225 USD je Tonne. Die vermehrten Kapazitäten werden aber in einen überversorgten Markt gedrückt, so dass sie unseres Erachtens in Kürze auf dem Aluminiumpreis lasten sollten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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