Rohstoffe

OPEC+ will Produktion bis Mitte 2020 gedrosselt halten

Energie: OPEC+ will Produktion bis Mitte 2020 gedrosselt halten

Die Ölpreise legten gestern den zweiten Tag in Folge deutlich zu. Brent verteuerte sich in diesem Zeitraum um 5% und stieg auf ein 2-Monatshoch von 64 USD je Barrel. Gleiches gilt für WTI mit 58,5 USD. Ließ sich der Preisanstieg am Mittwoch noch mit Äußerungen aus Russland und den US-Lagerdaten erklären, so fällt eine Erklärung für den gestrigen Anstieg weitaus schwerer. Häufig wird eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters als Grund genannt, wonach die OPEC+ beim Treffen in zwei Wochen die Produktionseinschränkungen um weitere drei Monate bis Mitte 2020 verlängern wird. Zudem soll auf eine vollständige Umsetzung der beschlossenen Produktionskürzungen gedrungen werden. Dies betrifft vor allem Irak und Nigeria, die ihre Produktion bislang kaum gekürzt oder sogar erhöht haben. Einen Beschluss stärkerer Produktionskürzungen soll es dagegen voraussichtlich nicht geben. Es ist zweifelhaft, ob diese Maßnahmen ausreichen, ein Überangebot im ersten Halbjahr 2020 zu verhindern. Wenn alle Länder die zugesagten Kürzungen vollständig umsetzen, Saudi-Arabien wie im Sommer ca. 500 Tsd. Barrel pro Tag mehr kürzt als vereinbart und die von den Kürzungen ausgenommenen Länder ihr aktuelles Produktionsniveau beibehalten, liegt die OPEC-Produktion bei rund 29,5 Mio. Barrel pro Tag. Der Bedarf an OPEC-Öl liegt in der ersten Jahreshälfte 2020 laut Einschätzung der Internationalen Energieagentur allerdings nur bei 28,2 Mio. Barrel pro Tag. Wieso die OPEC glaubt, mit ein paar kosmetischen Anpassungen diesem Überangebot beizukommen, bleibt ihr Geheimnis. Ebenso rätselhaft bleibt, warum der Markt dies gestern so euphorisch aufgenommen hat. Fatalerweise signalisiert er der OPEC damit, die angedachten Maßnahmen würden tatsächlich ausreichen. Das böse Ewachen droht dann spätestens Anfang nächsten Jahres.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platinmarkt erst unter-, dann wieder überversorgt

Der World Platinum Investment Council (WPIC) hat gestern seinen Quartalsbericht zur Lage am globalen Platinmarkt veröffentlicht und darin für dieses Jahr ein marginales Angebotsdefizit von 30 Tsd. Unzen prognostiziert, das erste seit 2016. Dieses kommt durch eine spürbar steigende Nachfrage zustande, die um 12% auf ein 3-Jahreshoch steigen soll. Die Gesamtnachfrage wird dabei allerdings ausschließlich durch eine starke Investmentnachfrage getrieben, die der WPIC wegen rekordhoher ETF-Zuflüsse auf 1,2 Mio. Unzen taxiert. Zum Vergleich, 2018 betrug die Investmentnachfrage lediglich 15 Tsd. Unzen. Der WPIC sieht große institutionelle Investoren, die typischerweise einen Anlagehorizont von 2-3 Jahren hätten, hinter den ETF-Zuflüssen. Im nächsten Jahr soll sich das Bild wegen einer Normalisierung bei der Investmentnachfrage wieder grundlegend ändern. Da sich diese mehr als halbieren soll, erwartet der WPIC 2020 einen Rückgang der Gesamtnachfrage um 10%. Auch die Nachfrage aus der Automobil- und der Schmuckindustrie soll sinken. Der WPIC geht zwar davon aus, dass es irgendwann zu einer Substitution von Palladium durch das günstigere Platin kommen wird, aber offenbar noch nicht im nächsten Jahr. Die industrielle Nachfrage außerhalb der Autoindustrie soll zwar leicht anziehen, kann die Rückgänge der anderen Nachfragekomponenten aber nicht ausgleichen. Folglich wird der Platinmarkt 2020 laut Einschätzung des WPIC wieder in einen Angebotsüberschuss von 670 Tsd. Unzen drehen. Dies spricht unseres Erachtens gegen eine Fortsetzung der Erholungsbewegung des Platinpreises.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ7RMG Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: der Markt für Kupferkonzentrat bleibt angespannt

Zwei führende chinesische Kupferschmelzen haben sich mit einem der weltweit größten Kupferminenproduzenten am Rande der Asia Copper Week in Shanghai auf neue Schmelz- und Verarbeitungsgebühren (sog. TC/RCs) für 2020 geeinigt. Laut Unternehmensangaben wurden TC/RCs von 62 USD je Tonne bzw. 6,2 US-Cent je Pfund vereinbart. Damit liegen die Gebühren für das nächste Jahr zwar leicht über dem Niveau am Kassa-Markt, aber deutlich unter dem Wert für dieses Jahr (80,8 USD je Tonne bzw. 8,08 US-Cent je Pfund). Sie sind sogar so niedrig wie zuletzt 2011. Kurz zuvor hatte eine der beiden chinesischen Schmelzen noch verlauten lassen, dass sie Gebühren von rund 75 USD benötige, um Verluste zu vermeiden. Kleinere chinesische Schmelzen haben ihre Produktion wegen der niedrigen TC/RCs bereits etwas gedrosselt. Die jetzt ausgehandelten Schmelz- und Verarbeitungsgebühren werden als Benchmark für die gesamte Branche angesehen. Das geringe Niveau ist zugleich Ausdruck eines knappen Marktes für Kupferkonzentrat. Neben einigen Problemen bei Minen sind die chinesischen Schmelzen selbst an dieser Entwicklung nicht unschuldig. Denn in China werden die Schmelzkapazitäten seit Jahren kontinuierlich ausgebaut, so dass immer mehr Schmelzen um Kupferkonzentrat konkurrieren. Es gibt aber nicht genügend zusätzliches Minenangebot, um die größere Nachfrage der Schmelzen zu befriedigen. Der offenbar knappe Markt für Kupferkonzentrat könnte die erwartete Erholung der Kupferraffinadeproduktion im nächsten Jahr bremsen und den Kupferpreis so unterstützen.

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU6XLF Long Copper Future Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper Future Faktor: -8
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