Rohstoffe

OPEC+ wegen Ölpreisverfall unter Handlungsdruck

Nach dem deutlichen Rückgang des Brentölpreises unter die Marke von 90 USD dürfte der Markt mit Spannung auf eine Reaktion der OPEC+ warten. Bleibt diese aus, dürfte der Preis angesichts der Nachfragerisiken weiter fallen. Die Industriemetallmärkte werden sich angesichts anhaltender Angebotssorgen voraussichtlich robust zeigen.

Wochenausblick: OPEC+ wegen Ölpreisverfall unter Handlungsdruck

Die von der OPEC+ erhoffte Signalwirkung der zu Wochenbeginn beschlossenen marginalen Produktionskürzung auf die Ölpreise hielt nicht lange. Im Gegenteil, in den darauffolgenden Tagen folgte ein regelrechter Absturz. Seit dem Hoch unmittelbar nach der Entscheidung am Montag haben die Ölpreise bis zu 10% verloren. Der Brentölpreis markierte bei 87,5 USD je Barrel das tiefste Niveau seit Ende Januar (Grafik 1). Damit wird es spannend, wie lange die OPEC+ dem Preisverfall noch zusieht. Schließlich hatte das erweiterte Produzentenkartell in der Presseerklärung nach der Sitzung verlauten lassen, falls nötig jederzeit ein weiteres Treffen abhalten zu können. Mit dem deutlichen Preisrückgang unter die Marke von 90 USD dürfte dieser Punkt näher gerückt sein. Die nächste offizielle Sitzung ist für den 5. Oktober anberaumt. Bis dahin dürfte der Markt die Bereitschaft der OPEC+ testen, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Äußert sich die OPEC+ nicht, droht den Ölpreisen ein weiteres Abrutschen, zumal die Nachfragesorgen durch die aktuellen Nachrichten aus China und die sich immer stärker abzeichnende Energiekrise in Europa weiter zunehmen. Die OPEC und die IEA dürften dem Rechnung tragen und ihre Nachfrageprognosen in ihren kommende Woche anstehenden Monatsberichten reduzieren. Eine stärkere Abwärtsrevision dürfte nur dadurch verhindert werden, das aufgrund der hohen Gaspreise mehr Öl für die Stromerzeugung und andere industrielle Zwecke benötigt werden dürfte, wo bislang Gas verwendet wurde.

Die Industriemetalle konnten sich dem Abwärtssog des Ölmarktes weitestgehend entziehen. Dies ist mitunter anhaltenden Angebotsrisiken, insbesondere in Europa, zuzuschreiben, wo zahlreiche Produzenten aufgrund der hohen Energiepreise zu einem Runterfahren ihrer Kapazitäten gezwungen sind.

Auch die kommende Woche könnte von Angebotssorgen gezeichnet werden. Am Kupfermarkt dürfte man in Richtung Chile, dem wichtigsten Produzentenland, blicken, wo ein Streik in der weltgrößten Kupfermine droht. Nachdem die Produktion sowohl in Chile als auch Peru, dem zweitwichtigsten Produzenten, im Juli rückläufig war, könnte dies Sorgen hinsichtlich einer angespannten Angebotslage schüren.

Darüber hinaus könnten die Industrieproduktionszahlen aus China Ende nächster Woche die Preise stützen. Zwar sprechen die jüngst gestiegenen Kupfererzimporte für eine robuste Kupferproduktion. Allerdings waren vergangenen Monat in einigen Regionen Stromsparmaßnahmen aufgrund der Rekord-Hitzewelle notwendig, die die Metallproduktion gebremst haben dürften. Dies gilt insbesondere für die sehr energieintensive Aluminiumproduktion (Grafik 2). Enttäuschende Zahlen könnten den Aluminiumpreis etwas Auftrieb verleihen, zumal die anhaltende Hitze und Trockenheit die Stromversorgung beispielsweise in der Region Yunnan, einem wichtigen Standort für die Aluminiumproduktion, nach wie vor zu beeinträchtigen droht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SH310NShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2TATLongCopper FutureFaktor: 4
SH0ETNShortCopper FutureFaktor: -4
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Energie

  • China hat im August laut Daten der Zollbehörde umgerechnet 9,5 Mio. Barrel pro Tag an Rohöl importiert. Das war zwar 8% mehr als im Vormonat, als sich die Einfuhren nahe eines Vierjahrestiefs bewegten. Im Vergleich zum Vorjahresniveau lagen die Einfuhren allerdings 9,4% niedriger. Die Rohölimporte in den ersten acht Monaten des Jahres betrugen durchschnittlich 9,9 Mio. Barrel pro Tag, was einem Minus von 4,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Die Importe in den letzten zwölf Monaten liegen im gleitenden Durchschnitt erstmals seit drei Jahren bei weniger als 10 Mio. Barrel pro Tag. Die Nachfrageschwäche erklärt sich mit Wartungsarbeiten und unplanmäßigen Ausfällen in den Raffinerien sowie niedrigen Verarbeitungsmargen. Letzteres erklärt sich mit deutlich geringeren Exporten von Ölprodukten aufgrund reduzierter Quoten. Obwohl die Exporte von Ölprodukten im August nach der Vergabe neuer Quoten auf das höchste Niveau seit mehr als einem Jahr stiegen, liegen sie seit Jahresbeginn noch immer 33,5% unter dem Niveau im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies lässt auch für die in einer Woche zur Veröffentlichung anstehende Rohölverarbeitung im August keine starke Zahl erwarten.
  • Die EU erwägt laut Kommissionspräsidentin von der Leyen eine Preisobergrenze für russisches Erdgas einzuführen. Ein derartiger Beschluss würde wahrscheinlich auch die noch verbliebenen russischen Gaslieferungen über die Ukraine zum Erliegen bringen und den Gaspreis wieder nach oben treiben. Denn Russlands Präsident Putin hat für diesen Fall angedroht, keine Energie mehr liefern zu wollen. Der europäische Erdgaspreis ist in den vergangenen Tagen dennoch merklich unter Druck geraten und gestern erstmals seit Anfang August zeitweise unter die Marke von 200 EUR je MWh gerutscht, ehe er im weiteren Handelsverlauf wieder auf 220 EUR stieg. Trotz der seit gut einer Woche andauernden Lieferunterbrechung von Nord Stream 1 steigen die Gasfüllstände weiter. Das Füllstandsniveau in Deutschland erreichte Mitte der Woche laut Gas Infrastructure Europe 87%. Das sind rund drei Prozentpunkte mehr als unmittelbar vor der Schließung der Nord Stream 1-Pipeline.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7VLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 5
SH3QBCShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -5
SH2SLDLongNatural Gas FutureFaktor: 5
SN5C7HShortNatural Gas FutureFaktor: -5
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Edelmetalle

  • Die weltweiten Gold-ETFs verzeichneten im August laut Angaben des World Gold Council (WGC) Abflüsse von 51 Tonnen. Das war der vierte Monat mit ETF-Abflüssen in Folge. Damit wurden dem WGC zufolge zwei Drittel der Zuflüsse in den ersten vier Monaten wieder rückgängig gemacht. Seit Jahresbeginn standen nach acht Monaten noch 102 Tonnen an Netto-Zuflüssen zu Buche. Der Großteil der Abflüsse im August, nämlich 40 Tonnen, erfolgte in Nordamerika. Hiervon entfielen wiederum 32,5 Tonnen auf den weltgrößten Gold-ETF, den SPDR Gold Trust. Der WGC führt diese Abflüsse auf den kräftigen Anstieg der US-Anleiherenditen infolge anhaltend falkenhafter Kommentare von Fed-Offiziellen zurück.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle

  • Der in Singapur gehandelte Terminkontrakt für Eisenerz schaffte es nach seinem Rutsch vergangene Woche wieder über die 100 USD-Marke zu klettern. Geholfen haben dürfte, dass die Lokalregierung der chinesischen Stadt Zhengzhou Bauunternehmen dazu aufgerufen hat, auf Eis gelegte Bauprojekte wieder aufzunehmen. Bei Liquiditätsproblemen würde sie Projekte sogar gänzlich übernehmen. Dies dürfte als erstes vorsichtiges Zeichen für effektivere Hilfen seitens der Regierung für den kriselnden Immobiliensektor gesehen worden sein.
  • Sowohl Chinas Importe von Kupfer als auch Eisenerz waren im August robust. Die Kupferimporte lagen laut chinesischer Zollbehörde 26% höher als im Vorjahr, die Eisenerzimporte zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, aber merklich höher als im Vormonat. Die starke Nachfrage dürfte durch die niedrigen Preise wie auch die heimischen Produktionseinschränkungen begünstig worden sein. Ein fallendes Angebot aus Chile und Peru (siehe oben) dürfte dem Kupferpreis zusätzlich Rückenwind gegeben haben. Dieser nähert sich wieder der Marke von 8.000 USD je Tonne. Bei Eisenerz übertreffen die Importe aber offenbar den momentanen Bedarf, da die Lagerbestände in den chinesischen Häfen laut Daten eines Beratungsunternehmens auf das höchste Niveau seit vier Monaten gestiegen sind.
  • Den Angebotsproblemen an den Industriemetallmärkten stehen nach wie vor erhebliche Nachfragesorgen entgegen und dürften einen deutlichen Anstieg der Preise auf kurze Sicht verhindern. So wurde jüngst der Coronabedingte Lockdown der chinesischen Stadt Chengdu verlängert, womit die Regierung in Peking verdeutlichte, dass sie an ihrer Null-Covid-Strategie festhalten werde. Diese bleibt ein erheblicher Belastungsfaktor für den privaten Konsum.
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SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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