Rohstoffe

OPEC sieht Ölmarkt Anfang 2020 überversorgt

Energie – OPEC sieht Ölmarkt Anfang 2020 überversorgt: Die Ölpreise erholen sich am Morgen leicht, nachdem sie gestern nach der Veröffentlichung der US-Lagerdaten unter Druck geraten waren. Aktuell notiert Brent bei 62,5 USD je Barrel, WTI kostet 57 USD. Gasöl hält sich dagegen bei 580 USD je Tonne, da sich der Gasöl-Brent-Crackspread am Morgen auf 15,5 USD je Barrel ausweitet. Die US-Rohöllagerbestände stiegen in der letzten Woche laut US-Energieministerium um 2,2 Mio. Barrel. Das war mehr als erwartet, nachdem das API am Vortag sogar einen Lagerabbau um 541 Tsd. Barrel berichtet hatte. Darüber hinaus fiel der kräftige Anstieg der US-Rohölproduktion um 200 Tsd. auf 12,8 Mio. Barrel pro Tag ins Auge. Dies war in erster Linie eine Anpassung an die am Tag zuvor von der EIA im Short-Term Energy Outlook nach oben revidierte Produktionsprognose, in dem die EIA für November sogar eine durchschnittliche Produktion von 13 Mio. Barrel pro Tag unterstellt.

Die OPEC folgte den Aussagen ihres Generalsekretärs nicht und nahm im gestern veröffentlichten Monatsbericht nur geringfügige Revisionen an den 2020er-Prognosen für das Nicht-OPEC-Angebot und die globale Ölnachfrage vor. Ersteres soll um 2,17 Mio. Barrel pro Tag steigen, die Nachfrage um 1,08 Mio. Barrel pro Tag, also nur halb so stark. Der Bedarf an OPEC-Öl fällt daraufhin im nächsten Jahr auf durchschnittlich 29,58 Mio. Barrel pro Tag, was in etwa der derzeitigen OPEC-Produktion entspricht. Die OPEC kann sich daraufhin allerdings nicht entspannt zurücklehnen, denn im ersten Halbjahr 2020 übertrifft die Produktion den Bedarf noch immer um 645 Tsd. Barrel pro Tag. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer nochmaligen Kürzung der Fördermenge. Ähnliches dürfte auch die Internationale Energieagentur in ihrem heutigen Monatsbericht ausweisen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle – Gold nach Äußerungen zum Handelsstreit unter Druck: Gold steht heute Morgen moderat unter Druck und fällt auf gut 1.460 USD je Feinunze, nachdem es gestern zeitweise auf 1.475 USD gestiegen war. Silber fällt etwas stärker auf 16,8 USD je Feinunze. Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von US-Präsident Trump, äußerte sich über Nacht, dass ein Phase-1-Abkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China nur noch „wenige Federstriche“ benötige. Unter Dach und Fach sei es aber noch nicht. Wir würden nicht zu viel in diese Kommentare hineininterpretieren, denn solche Aussagen gab es in der Vergangenheit schon häufiger. Morgen kann alles schon wieder anders aussehen. Oft hat auch ein Tweet von Trump gereicht, um Hoffnungen zunichte zu machen. Wir sehen daher wegen der anhaltenden Unsicherheit eine solide Nachfrage nach Gold.

Wie die Zentralbankgouverneurin gestern Journalisten mitteilte, hat die serbische Zentralbank Anfang Oktober 9 Tonnen Gold gekauft, die bei der Schweizer Notenbank gelagert sind. Sie hat eigenen Angaben zufolge 1.503 USD je Feinunze für die Goldkäufe bezahlt. Die Goldreserven Serbiens wurden damit auf 30,4 Tonnen aufgestockt und entsprechen nun 10% der gesamten Reserven. Die Zentralbank hat das Gold auf Empfehlung des amtierenden Staatspräsidenten gekauft, um sich gegen Krisen abzusichern. Sie ist damit dem Beispiel von Ungarn und Polen gefolgt, deren Zentralbanken bereits seit letztem Jahr Gold gekauft haben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
CU0E62 Long Silver Future Faktor: 8
CU3THF Short Silver Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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Industriemetalle – Schwache Aluminiumnachfrage überlagert geringere Produktion: Neben Nickel, das heute Morgen unter 15.000 USD je Tonne fällt, war Aluminium gestern der größte Verlierer unter den Industriemetallen. Es gibt heute weiter auf 1.735 USD je Tonne nach. Gemäß LME-Daten wurden seit gestern die Aluminiumvorräte um fast 13% auf ein 5-Monatshoch von über 1 Mio. Tonnen aufgestockt. Dies führt bei den Marktteilnehmern zu Nachfragesorgen und entsprechend zu Verkäufen. Das staatliche chinesische Research-Institut Antaike äußerte heute auf einer Konferenz in Qingdao die Einschätzung, dass die chinesische Aluminiumnachfrage in diesem Jahr erstmals seit drei Jahrzehnten wohl zurückgehen wird. Bereits in den letzten Wochen hatten mehrere große Aluminiumproduzenten ihre Prognosen für das diesjährige Wachstum der globalen Aluminiumnachfrage wiederholt nach unten revidiert, teilweise in den negativen Bereich. Dass China im Oktober erneut weniger Aluminium produziert hat, spielte gestern keine Rolle. Das Nationale Statistikbüro berichtete einen Rückgang der Produktion auf 92,9 Tsd. Tonnen pro Tag, was dem niedrigsten Wert seit März entspricht. Grund dafür waren operative Probleme bei einigen Schmelzen nach Überschwemmungen und einer Explosion im August. Der Produktionsrückgang sollte aber nur vorübergehend sein. Für das nächste Jahr erwarten viele Marktbeobachter einen starken Anstieg der chinesischen Aluminiumproduktion, da neue Schmelzen in Betrieb genommen werden sollen. Schätzungen reichen bis zu einem Plus von 7%. Die heute beginnende Winterheizsaison in China sollte keine größeren Auswirkungen auf die Aluminiumproduktion dort haben. Behördlich angeordnete Produktionskürzungen waren bisher lasch.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.