Rohstoffe

Ölpreisrally geht die Luft aus

Energie: Ölpreisrally geht die Luft aus

Der tagelange Höhenflug der Ölpreise ist vorerst beendet. Brent fiel gestern ein halbes Prozent und gab in der Nacht weiter bis auf 121,6 USD je Barrel nach. WTI fiel im Tief bis auf 120 USD zurück. Vor zwei Tagen hatte Brent noch 124,4 USD erreicht und WTI bei gut 123 USD ein 3-Monatshoch verzeichnet. Dennoch stehen die Ölpreise vor einem weiteren Wochenplus, da die starken Gewinne der ersten Wochenhälfte bei weitem noch nicht aufgezehrt sind. Der Gasölpreis stieg gestern um knapp 4% auf 1.390 USD je Tonne. Zeitweise lag der Preis sogar erstmals seit drei Monaten über der Marke von 1.400 USD. Dies war auf eine kräftige Ausweitung des Gasöl-Crackspreads auf 48 USD je Barrel zurückzuführen. Wir hatten gestern davor gewarnt, dass der Markt einseitig nur auf preistreibende Nachrichten schaut und preisbelastende Nachrichten ignoriert. Das scheint sich nun zu ändern. Im Fokus steht dabei die strikte Zero-Covid-Politik in China. Schon kleine lokale Virusausbrüche reichten aus, um mehrere Stadtteile der 25 Mio. Einwohner-Metropole Shanghai für verpflichtende Massentests in einen neuen, wenn auch zeitlich begrenzten, Lockdown zu schicken. Ähnliches könnte in Kürze auch in der Hauptstadt Peking der Fall sein. Optimistische Prognosen, dass die Ölnachfrage in China nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen kräftig zulegen dürfte – das chinesische Ölunternehmen CNPC spricht von einem Anstieg um 1,6 Mio. Barrel pro Tag im dritten Quartal – dürften daher nun einem Realitätstest unterzogen werden. Die von uns gestern genannte Zahl für die chinesischen Rohölimporte im Mai wurde durch die wenig später von der Zollbehörde veröffentlichten Daten weitgehend bestätigt. Demnach lagen die Einfuhren von Rohöl im letzten Monat bei gut 10,8 Mio. Barrel pro Tag, was einem 4-Monatshoch entsprach. Ein Indiz für eine anziehende Ölnachfrage ist das allerdings nicht. China dürfte vielmehr opportunistisch das im Vergleich zum Weltmarktniveau deutlich billigere Rohöl aus Russland gekauft haben, um Lagerbestände aufzufüllen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
SH0GT7LongGas Oil FutureFaktor: 3
SH0GUQShortGas Oil FutureFaktor: -3
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold reagiert kaum auf falkenhafte EZB

Die EZB hat gestern wie erwartet beschlossen, die Netto-Anleihekäufe im Rahmen ihres APP-Kaufprogramms zum 1. Juli einzustellen. Darüber hinaus hat sie angekündigt, die Leitzinsen auf ihrer nächsten Sitzung im Juli um 25 Basispunkte anzuheben. Für September stellte EZB-Präsidentin Lagarde sogar einen Zinsschritt von 50 Basispunkten in Aussicht. Sie machte zudem deutlich, am Beginn eines Zinserhöhungszyklus zu stehen. Dies ist wohl auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die EZB ihre Inflationsprognose für die kommenden Jahre kräftig nach oben geschraubt hat und jetzt bis zum Ende ihre Prognosehorizonts im Jahr 2024 dauerhaft eine Teuerungsrate über 2% erwartet. Unsere Volkswirte gehen davon aus, dass die EZB den Einlagenzins schrittweise bis Mai 2023 auf dann 1,5% anheben wird. Aber selbst mit diesen Maßnahmen bleibt die EZB wohl weit hinter der Kurve zurück, da die Inflationsrisiken mittlerweile sehr ausgeprägt sind. Unseres Erachtens müsste sie die Zinsen eigentlich noch viel stärker erhöhen, was sie aber aus Rücksicht auf die hochverschuldeten Staaten im Euroraum nicht machen wird. Dass der Euro im Nachgang der EZB-Sitzung und -Pressekonferenz nach einigen Schwankungen schwächer tendierte, ist dann aber doch etwas verwunderlich. Der Goldpreis hat sich immerhin weitgehend behauptet und nur leicht nachgegeben. Heute Morgen notiert er bei 1.845 USD je Feinunze. Gold in Euro gerechnet ist gestern leicht gestiegen, gibt heute Morgen aber wieder etwas nach. Eine Feinunze kostet gut 1.730 EUR. Heute stehen die Inflationsdaten für Mai in den USA im Mittelpunkt des Marktinteresses. Der Bloomberg-Konsensus erwartet keinen weiteren Anstieg der Inflationsrate mehr und geht sogar von einer leichten Entspannung bei der Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) aus.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33 LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: China hat im Mai viel Stahl exportiert

Nachdem wir gestern über die unerwartet gute Handelsbilanz Chinas im Mai berichtet haben, werfen wir heute einen Blick auf die Details in Bezug auf Rohstoffe. Gemäß Daten der Zollbehörde waren die Kupferimporte im Mai mit 465 Tsd. Tonnen praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat und leicht höher als im Vorjahr. Die Einfuhren von Kupfererz und -konzentrat sind hingegen deutlich auf 2,19 Mio. Tonnen gestiegen und haben damit nahezu das Rekordniveau von letztem November wieder erreicht. Dies führen wir auf eine verstärkte Produktionsaktivität der Kupferschmelzen in China sowie dem kontinuierlichen Zubau neuer Schmelzkapazitäten dort zurück, was mit einem hohen Bedarf an Rohmaterialien einhergeht. Gestiegen sind im Mai auch die Eisenerzimporte: Mit 92,5 Mio. Tonnen haben sie das höchste Niveau seit Januar erreicht. Dahinter dürfte die wieder höhere Stahlproduktion Chinas stehen, nachdem die Behörden die Restriktionen in der Stahlindustrie gelockert hatten. Schon im April war die chinesische Stahlproduktion Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge auf ein 10-Monatshoch gestiegen. Daten zur Stahlproduktion im Mai werden nächste Woche veröffentlicht. Die Exporte von Stahlprodukten sind im Mai gemäß Daten der Zollbehörde auf 7,76 Mio. Tonnen nach oben gesprungen. Dies war der höchste Wert seit gut einem Jahr. Dabei haben unseres Erachtens zum einen die hohe Produktion und die noch verhaltene lokale Nachfrage eine Rolle gespielt. Zum anderen konnten im April wegen der Logistikprobleme nicht alle Exportaufträge abgearbeitet werden. Dies wurde jetzt offenbar nachgeholt. Die SHFE-Preise für Betonstahl in China haben nach einer zwischenzeitlichen Korrektur zuletzt wieder angezogen. An der LME ist der Futures-Kontrakt dagegen weiter im freien Fall. Dort ist der Preis für eine Tonne Betonstahl mittlerweile wieder auf dem Niveau von Anfang Februar angekommen. Dies spricht unseres Erachtens nicht dafür, dass China in den kommenden Monaten weiter große Mengen Stahl exportiert.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureHebel: 5
SH0ETJShortCopper FutureHebel: -5
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