Rohstoffe

Ölpreise zollen Rezessionssorgen Tribut

Energie: Ölpreise zollen Rezessionssorgen Tribut

Die Ölpreise gerieten am Freitagnachmittag kräftig unter Druck und gingen mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Brent verlor im Tagesverlauf knapp 6%, WTI knapp 7%. Bei Brent war es der stärkste Tagesrückgang seit Anfang Mai, bei WTI seit Ende März. Zusammen mit den bereits zuvor angefallenen Verlusten summierte sich das Minus im Wochenvergleich bei Brent auf 7,3% und bei WTI auf 9,2%, was jeweils dem stärksten Wochenrückgang seit Anfang April entspricht. Bei Brent war es zugleich der erste Wochenrückgang seit fünf Wochen. Bei WTI lag der letzte Wochenrückgang bereits acht Wochen zurück. Die Preise erholen sich heute kaum. Ein Anstieg war am Morgen nur kurzlebig. Brent handelt bei gut 113 USD je Barrel, WTI bei 109,5 USD. Der scharfe Preisrückgang am Freitag ist als verspätete Reaktion auf die Rezessionssorgen zu sehen, die bei anderen Rohstoffen schon länger auf den Preisen lasten (siehe Industriemetalle unten). Denn der rasante Zinsanstieg der vergangenen Wochen, der letzte Woche seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte, schürt Sorgen vor einer merklichen konjunkturellen Abkühlung, die auch an der Ölnachfrage nicht spurlos vorübergehen würde. Ob sich die Ölnachfrage im nächsten Jahr so dynamisch entwickeln wird wie von der IEA erwartet, bleibt daher abzuwarten. Für das zweite Halbjahr legen die Prognosen der IEA ohnehin ein Überangebot nahe, das bei einer schwächeren Nachfrage noch größer ausfallen könnte. Wir fühlen uns daher mit der Prognose wohl, dass der Brentölpreis bis zum Jahresende unter die Marke von 100 USD je Barrel fallen dürfte. In dieser Woche soll es in den USA zu einem Treffen von Energieministerin Granholm mit Vertretern der Raffinerieindustrie kommen. Hintergrund sind die rekordhohen Tankstellenpreise für Benzin, die in der letzten Woche im landesweiten Durchschnitt 5 USD je Gallone erreichten. US-Präsident Biden hatte daraufhin in einem offenen Brief den Raffineriebetreibern vorgeworfen, nicht genug Benzin zu produzieren und für die rekordhohen Verarbeitungsmargen für Benzin verantwortlich zu sein. Der jüngste Ölpreisrückgang sollte zu einer gewissen Entspannung auch bei den Benzinpreisen führen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: Reduzierte Gaslieferungen lassen Erdgaspreis deutlich steigen

Die Lage am europäischen Erdgasmarkt spitzt sich weiter zu. Der TTF-Erdgaspreis stieg in der vergangenen Woche um 48% auf 122,5 EUR je MWh, was dem stärksten Wochenanstieg seit Anfang März entspricht. Zwischenzeitlich erreichte der Preis in der Spitze 147 EUR und damit das höchste Niveau seit mehr als drei Monaten. Grund hierfür sind die deutlich reduzierten Gaslieferungen Russlands über die Nord Stream-Pipeline. Diese lagen zuletzt nur noch bei gut 700 GWh pro Tag und damit 50% niedriger als vor einer Woche sowie 60% niedriger als zu Monatsbeginn. Russland begründet dies mit den Sanktionen, die die Auslieferung von dringend benötigten Turbinen für Kompressorstationen verhindern würden. Die deutsche Regierung sieht dagegen politische Gründe und sucht nach Möglichkeiten zur Reduzierung des Gasverbrauchs, um den Lageraufbau für den Winter nicht zu gefährden. Im Gespräch sind eine stärkere Nutzung der Kohlekraft und finanzielle Anreize zur Einsparung für die Industrie. Zudem soll eine staatlich garantierte Kreditlinie in Höhe von 15 Mrd. EUR zum Einkauf von Gas geschaffen werden. Eine Entspannung ist kurzfristig nicht in Sicht. Denn vom 11. bis 21. Juli wird wegen turnusmäßiger Wartungsarbeiten gar kein Gas durch die Nord Stream-Pipeline fließen. Zudem ist die Lieferung von Flüssiggas (LNG) durch den monatelangen Ausfall eines wichtigen US-Terminals beeinträchtigt. Der dringend erforderliche Aufbau der Gasvorräte für die Wintermonate könnte daher ins Stocken geraten. Der Füllstand der EU-Gasvorräte lag am Wochenende bei 53,4% und damit weiterhin leicht unter dem jahreszeitüblichen Niveau. In Deutschland sind die Gasspeicher zu knapp 58% gefüllt. Bis Oktober ist ein Füllstand von 80% und bis November von 90% angestrebt, um ohne Probleme über den Winter zu kommen. Ein weiterer Anstieg des Gaspreises ist daher wahrscheinlich.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SN3HZ1LongNatural Gas Future Faktor: 7
SN0WY4ShortNatural Gas Future Faktor: -7
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Edelmetalle: Gold halbwegs behauptet

Der Goldpreis kann sich endlich mal wieder behaupten und ist heute Morgen leicht auf 1.845 USD je Feinunze gestiegen. Am Freitag konnte sich Gold dem Abwärtssog der zyklischen Rohstoffe allerdings nicht widersetzen und hat ebenfalls nachgegeben. Das niedrigere Preisniveau hat jedoch Kaufinteresse hervorgerufen: Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag mit über 10 Tonnen den größten Tageszufluss seit Mitte April. Das wiederholt aufgekommene Kaufinteresse bei Preisen zwischen 1.800 USD und 1.850 USD dürfte unseres Erachtens verhindern, dass der Goldpreis nachhaltig und deutlich unter die Marke von 1.800 USD fällt. Im Gegensatz zu den ETF-Anlegern haben sich im Vorfeld der Fed-Sitzung letzte Woche die spekulativen Finanzinvestoren bei Gold stark zurückgezogen: Laut der CFTC-Statistik wurden die Netto-Long-Positionen in der Woche zum 14. Juni um 36% auf knapp 37 Tsd. Kontrakte reduziert. Dies ist das niedrigste Niveau seit letztem September. Die spekulativen Finanzinvestoren haben damit wahrscheinlich stark zum Preisrückgang von Gold in der Beobachtungsperiode beigetragen. Während sich Silber weitgehend im Einklang mit Gold bewegt und heute Morgen relativ stabil ist, erholen sich Platin und Palladium etwas. Platin verteuert sich auf gut 940 USD je Feinunze, Palladium steigt auf rund 1.850 USD je Feinunze. Die Erholung, die im Vergleich zu den Verlusten zuvor moderat ausfällt, steht unseres Erachtens auf wackeligen Beinen. Denn die wichtigste Nachfragekomponente, die Autoindustrie, zeigt sich schwach: Wie der Verband der europäischen Automobilproduzenten (ACEA) letzte Woche berichtete, sind die Autoneuzulassungen in der EU im Mai um gut 11% gegenüber Vorjahr gefallen. Dies war bereits der zehnte Monatsrückgang in Folge. Nach den ersten fünf Monaten liegen sie weiter deutlich unter dem schon niedrigen Niveau des Vorjahres. Zuvor schon wurden schwache Absatzzahlen aus den USA und China berichtet.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33 LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SD49ECLongSilver FutureFaktor: 7
SD3YJRShortSilver FutureFaktor: -7
SF4YAPLongPalladium FutureFaktor: 7
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
SH3N5YLongPlatinum FutureFaktor: 7
SF2RTVShortPlatinum FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Preise weiter unter Druck

An den Metallmärkten machen sich weiter Rezessionsängste breit: Die Industriemetalle geben zum Wochenauftakt zumeist weiter nach und setzen damit ihren Rückgang der letzten Wochen fort. Kupfer ist am Freitagunter die Marke von 9.000 USD je Tonne gefallen und handelt aktuell mit gut 8.900 USD je Tonne auf dem tiefsten Stand seit letztem Oktober. Eisenerz verliert heute 7,5%. Mit 111 USD je Tonne liegt der Preis auf einem 6-Monatstief. Sollte die Konjunktur in den wichtigsten Wirtschaftsländern bzw. -räumen tatsächlich in eine Rezession abrutschen und es nicht nur bei der aktuellen Eintrübung bleiben, dürften die Metallpreise noch weiter fallen. Diese Woche veröffentlichen die International Study Groups ihre monatlichen Statistiken zu Angebot und Nachfrage an verschiedenen Metallmärkten. Dies ist zwar nur ein Blick in den Rückspiegel – es werden Daten für das erste Quartal bzw. die ersten vier Monate des Jahres berichtet – und die Daten werden unseres Erachtens wohl nicht preisbewegend sein. Sie dürften aber zeigen, dass einige Metallmärkte zuletzt besser versorgt waren. Dies spiegelt sich übrigens auch in den Terminkurven wider: Am Beispiel Aluminium lässt sich beobachten, dass die Terminkurve innerhalb von wenigen Wochen aus einer starken Backwardation in Contango gedreht hat. Die Erwartungen der Marktteilnehmer haben sich also völlig gewandelt. Denn Backwardation ist Ausdruck von Knappheit, während Contango Indiz eines Überangebots ist. Das International Aluminium Institute (IAI) könnte heute eine rekordhohe globale Aluminiumproduktion für Mai berichten, nachdem das Nationale Statistikbüro in China letzte Woche bereits von einer solchen gesprochen hatte. Auch die Stahlproduktion dürfte auf globaler Ebene angezogen haben, da China zuletzt ebenfalls deutlich mehr Stahl hergestellt hat.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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Investieren in Impfstoff-Hersteller

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