Rohstoffe

Ölpreise weiter im Höhenflug

Energie: Ölpreise weiter im Höhenflug

Die Ölpreise setzen ihren Aufwärtstrend unvermindert fort. Heute steigt Brent erstmals seit mehr als zehn Monaten über 57 USD, WTI auf rund 54 USD je Barrel. In nur einer Woche sind die Ölpreise damit um fast 12% gestiegen. Ausschlaggebend dürfte vor allem die Entscheidung Saudi-Arabiens gewesen sein, seine Produktion in den kommenden beiden Monaten freiwillig massiv zu reduzieren. Die optimistische Grundstimmung der Anleger gepaart mit positiven Signalen auf der Angebots- sowie der Nachfrageseite stützen ebenfalls. Gestern hat das API einen Abbau der Rohölvorräte um 5,8 Mio. Barrel für die letzte Woche berichtet. Die Bestände für Benzin sind laut API um rund 1,9 Mio. Barrel gestiegen, die für Destillate um 4,4 Mio. Barrel. Bei der heutigen offiziellen Veröffentlichung des DOE rechnet der Bloomberg-Konsens mit einem Abbau der Rohölvorräte um 3 Mio. Barrel und einem Aufbau der Benzin- und Destillatebestände um 2,5 Mio. bzw. 2 Mio. Barrel.

In ihrem gestrigen Kurzfristausblick hat die US-Energiebehörde EIA erstmals Prognosen für das Jahr 2022 veröffentlicht. Sie schätzt, dass der globale Ölverbrauch in diesem Jahr um 5,6 Mio. und im Jahr 2022 um weitere 3,3 Mio. Barrel täglich steigen soll. Damit wäre der massive Corona-bedingte Einbruch 2020 um 9 Mio. auf durchschnittlich 92,2 Mio. Barrel täglich schon im nächsten Jahr wieder wettgemacht. Doch bei all den positiven Nachfrageerwartungen sollte man auch die Produktionsseite nicht außer Acht lassen. So schätzt das auf die Verfolgung von Öltankern spezialisierte Beratungsunternehmen Petro-Logistics, dass die Länder der OPEC+ ihre Produktionskürzungen im Dezember zu lediglich 75% umgesetzt haben. Im Januar dürften sie ihre Produktion weiter schrittweise erhöhen. Gleichzeitig rechnet die EIA angesichts gestiegener Preise mit einer höheren US-Ölproduktion in diesem Jahr. Die Bäume wachsen also auch am Ölmarkt nicht in den Himmel und eine kurzfristige Preiskorrektur ist wahrscheinlich.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin stiehlt Gold die Show, chinesischer Automarkt gibt Rückenwind

Gold steigt am Morgen auf 1.860 USD je Feinunze. Es profitiert dabei von einem schwächeren US-Dollar und fallenden US-Anleiherenditen. Der fortgesetzte Renditeanstieg hatte den Goldpreis gestern im Tagesverlauf nochmals unter Druck gesetzt, so dass dieser zwischenzeitlich unter 1.840 USD abrutschte. Während Gold diese Verluste lediglich wieder aufholte, legte Platin um 4% zu. Heute Morgen handelt Platin bei 1.080 USD je Feinunze. Damit hat Platin die Hälfte der Verluste von letztem Freitag und Montag wieder wettgemacht. Die Preisdifferenz zu Gold hat sich im Zuge dessen auf weniger als 800 USD je Feinunze verringert. Der Verband der Automobilhersteller in China hat in der Nacht Zahlen zu den Fahrzeugverkäufen im Dezember und im Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Demnach lagen die Verkäufe im Dezember gut 7% über dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr belief sich der Rückgang auf 6%, was auf den Einbruch im Frühjahr wegen des Corona-Lockdowns zurückzuführen war. Festzuhalten bleibt, dass China diesen Einbruch nahezu wieder wettgemacht hat. Die Fahrzeugverkäufe liegen bereits seit Mai letzten Jahres wieder über dem Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends und einem Anstieg der Automobilverkäufe um 4% auf mehr als 26 Mio. Fahrzeuge. Interessanterweise scheint Platin davon stärker zu profitieren als Palladium, das bei 2.400 USD je Feinunze auf der Stelle tritt. Der Automarkt in China ist stark benzinlastig, was eigentlich Palladium zugutekommen sollte. Möglicherweise kommt es seitens der Automobilproduzenten zu Substitution von Palladium zu Platin, da letzteres noch immer nicht mal halb so teuer ist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Indonesische Zinnexporte auch 2020 gefallen

Zinn handelt heute Morgen nach der Korrektur zu Wochenbeginn wieder bei 21.000 USD je Tonne und damit nicht weit von seinem 21-Monatshoch entfernt. Indonesien hat gemäß Daten des Handelsministeriums im Dezember 6.376 Tonnen Zinn exportiert, fast genauso viel wie im Vorjahr. Größter Abnehmer war China, gefolgt von Japan und Indien. In Bezug auf China bestätigt dies unseres Erachtens die robuste Zinnnachfrage dort. Zudem ist China verstärkt auf die Einfuhr von Zinnraffinade angewiesen, da aus Myanmar, seinem Hauptlieferanten, in den letzten Monaten nur kleinere Mengen Zinnkonzentrat zur Verarbeitung nach China geschickt wurden. Ob die im Vergleich zum Vormonat um 40% gestiegenen indonesischen Exporte auf die höheren Zinnpreise zurückzuführen sind, muss sich erst noch zeigen. Denn der Dezember war in den vergangenen Jahren grundsätzlich ein Monat, in dem viel Zinn ausgeführt wurde. Im Gesamtjahr hat Indonesien unseren Berechnungen zufolge 65,6 Tsd. Tonnen Zinn exportiert, gut 3% weniger als im Vorjahr. Dies war bereits der dritte Jahresrückgang in Folge und die geringste Menge seit vier Jahren. Um den Weltmarkt adäquat mit Zinn zu versorgen, müsste Indonesien eher 80 Tsd. Tonnen p.a. exportieren. Diese Menge wird unseres Erachtens wohl aber auch dieses Jahr nicht erreicht werden. Die International Tin Association erwartet, dass der globale Zinnmarkt 2021 unterversorgt bleibt. Dies sollte den Preis unterstützen. Nach dem starken Anstieg seit Anfang Dezember (+12%) sehen wir aber zunächst kein weiteres Aufwärtspotenzial für den Zinnpreis. Technisch betrachtet ist der Preisanstieg überhitzt, der Relative-Stärke-Index liegt seit Mitte Dezember im überkauften Bereich. Eine Preiskorrektur ist unseres Erachtens zwar überfällig, sie wird aber durch die allgemein gute Marktstimmung bislang verhindert.

Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!